EarPods-Renaissance: Kabelgebundene Kopfhörer schlagen drahtlose AirPods

Apples kabelgebundene EarPods erleben ein Comeback, während AirPods mit neuen Funktionen punkten. Die einfache Technik überzeugt durch Zuverlässigkeit und günstigen Preis.

Während Apple mit den AirPods Pro 3 und den für September 2026 erwarteten AirPods 5 auf immer mehr Funktionen setzt, erleben die einfachen, kabelgebundenen EarPods eine überraschende Renaissance.

Ein Bericht von HuffPost ordnete die kabelgebundenen Kopfhörer, die bereits ab 15 US-Dollar zu haben sind, jüngst als deutlich zuverlässiger ein als die drahtlosen AirPods-Modelle, die bei 99 US-Dollar beginnen. Auch ein Bericht von prostomob.com beschreibt eine wachsende Beliebtheit der EarPods gerade bei jüngeren Nutzern.

Ein altes Produkt in neuem Licht

Die EarPods wurden bereits 2012 eingeführt und kosten in der Basisversion rund 20 US-Dollar. Ihr zentrales Verkaufsargument bleibt über die Jahre unverändert: Sie benötigen keinen Akku und funktionieren, sobald sie eingesteckt sind.

Laut prostomob.com sprechen für die EarPods neben der Ladefreiheit auch verlustfreie Audioübertragung sowie ein vergleichsweise gutes Mikrofon. Als Nachteile nennt der Bericht die Anfälligkeit für Kabelbrüche sowie die Notwendigkeit, die Lautstärke höher einzustellen als bei geschlossenen In-Ear-Modellen.

Diese Einschätzung deckt sich nur teilweise mit einer Analyse von BGR aus dem August 2026. Dort wird der Klangqualität der EarPods eine klare Absage erteilt: Es fehle an Bass, Stimmen würden „matschig“ wiedergegeben. Einzig das Mikrofon wird auch hier positiv hervorgehoben.

Ein Vergleich von headtopics.com zwischen den EarPods und den deutlich teureren AirPods Pro 3 (249 US-Dollar) kommt zu einem ähnlichen Fazit: Den EarPods fehlten aktive Geräuschunterdrückung und satter Bass, dafür entfalle die Notwendigkeit des Ladens, und sie unterstützten verlustfreies Audio.

Der Gegenpol: Immer mehr Funktionen bei den AirPods

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Während die EarPods für Reduktion stehen, treibt Apple die Funktionsvielfalt seiner drahtlosen Modelle weiter voran. Laut nine.com.au bieten die AirPods Pro 3 eine doppelt so starke aktive Geräuschunterdrückung wie die AirPods 2, eine Akkulaufzeit von acht Stunden mit aktiviertem ANC, einen USB-C-Anschluss und eine Live-Übersetzungsfunktion. Der Preis liegt bei 429 US-Dollar, zeitweise reduziert auf 347 US-Dollar.

Laut techradar.com, das sich auf Aussagen des Bloomberg-Analysten Mark Gurman stützt, sollen im September 2026 zudem die AirPods 5 in zwei Varianten erscheinen – eine Standardversion und eine Version mit aktiver Geräuschunterdrückung.

Die bisherigen AirPods 4 aus dem September 2024 bieten laut kotaku.com fünf Stunden Akkulaufzeit beziehungsweise 25 Stunden mit Ladecase und sind mit dem H2-Chip sowie USB-C ausgestattet; bei Amazon wurden sie zuletzt für 99 US-Dollar statt 129 US-Dollar angeboten, ein Nachlass von 23 Prozent.

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Auch skypixeltech.com listet die AirPods 4 mit bis zu 30 Stunden Gesamtlaufzeit inklusive Case und weist darauf hin, dass generalüberholte Modelle günstiger zu haben sind.

Technische Probleme als möglicher Treiber der Kabel-Renaissance

Ein Bericht von appleheadlines.com liefert einen möglichen Erklärungsansatz für die wachsende Skepsis gegenüber drahtlosen Kopfhörern: Verbindungsabbrüche bei AirPods würden häufig durch Bluetooth-Störungen, einen niedrigen Akkustand unter zehn Prozent oder veraltete Firmware verursacht.

Als Abhilfe werden dort das erneute Verbinden der Geräte, das vollständige Entfernen und Neu-Koppeln sowie iOS-Updates empfohlen – Probleme, die bei kabelgebundenen Kopfhörern naturgemäß nicht auftreten.

Klanglich kein Selbstläufer

Wer sich unabhängig von Apples Ökosystem umschaut, findet laut finkrek.com weitere Alternativen: Der Soundcore Liberty 5 Pro wird dort mit 6,5 Stunden ANC-Laufzeit und gutem Mikrofon als Testsieger genannt, während die AirPods Pro 3 vor allem wegen der Geräteintegration und der Live-Übersetzung punkten und die Beats Powerbeats Fit im Sportbereich empfohlen werden.

Insgesamt zeigt sich damit ein gespaltenes Bild: Die EarPods gewinnen an Zuspruch, weil sie einfach, günstig und wartungsfrei sind – nicht, weil sie klanglich überzeugen. Wer auf Klangqualität, Geräuschunterdrückung oder moderne Zusatzfunktionen Wert legt, bleibt laut den vorliegenden Vergleichen weiterhin besser bei den drahtlosen AirPods-Modellen aufgehoben.