Der digitale Buchhändler eBooks.com hat neue mobile Anwendungen für die Betriebssysteme iOS und Android auf den Markt gebracht. Wie aus Branchenberichten von Mitte September 2026 hervorgeht, ist die Entwicklung dieser Applikationen das Ergebnis einer engen australisch-europäischen Kooperation.
An dem Projekt waren neben dem Unternehmen selbst das European Digital Reading Lab (EDRLab) sowie das schwedische Unternehmen Colibrio beteiligt. Mit diesem Schritt zielt der Anbieter darauf ab, die Interoperabilität und den Bedienkomfort für digitale Leseinhalte auf mobilen Endgeräten zu steigern.
Erweiterte Formatunterstützung und technisches Fundament
Die neuen Anwendungen zeichnen sich durch eine breite Unterstützung verschiedener digitaler Publikationsformate aus. Demnach können Nutzer nicht nur klassische E-Books konsumieren, sondern auch auf spezialisierte Inhalte wie Fixed-Format-EPUBs zugreifen. Diese sind besonders für Werke relevant, bei denen das Layout exakt erhalten bleiben muss, wie es etwa bei komplexen Lehrbüchern oder illustrierten Fachmedien der Fall ist.
Darüber hinaus unterstützen die Apps sogenannte AV-Ebooks, die Audio- und Videoelemente direkt in den Lesefluss integrieren. Auch für Fans von Mangas wurden spezifische Optimierungen vorgenommen, um den Anforderungen dieser grafikintensiven Formate gerecht zu werden.
Die technische Basis der Anwendungen erlaubt zudem eine umfassende Offline-Nutzung, sodass Leser ihre erworbenen Inhalte unabhängig von einer aktiven Internetverbindung abrufen können.
Fokus auf Barrierefreiheit und Nutzererfahrung
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Ein zentraler Aspekt bei der Entwicklung der neuen Softwaregeneration war laut Unternehmensangaben die Inklusion. Der Gründer von eBooks.com, Stephen Cole, hob in diesem Zusammenhang hervor, dass Barrierefreiheit, Einfachheit und Interoperabilität die Leitmotive bei der Konzeption der Apps gewesen seien. Um diesen Anspruch zu erfüllen, wurden Funktionen implementiert, die den Zugang für Menschen mit Sehbehinderungen oder Leseschwächen erleichtern.
Hierzu zählt die vollständige Unterstützung von VoiceOver für iOS-Geräte sowie TalkBack für Android-Nutzer. Diese Technologien ermöglichen es, Bildschirminhalte akustisch auszugeben.
Zudem bieten die Apps spezielle Typografie-Kontrollen und Optionen für Nutzer mit Legasthenie (Dyslexie-Optionen), um die Lesbarkeit der Texte individuell anzupassen. Durch diese Funktionen soll ein barrierefreies Nutzungserlebnis für eine breite Zielgruppe geschaffen werden.
Integration in das Readium-Ökosystem
Die technologische Architektur der neuen Apps ist eng mit der Readium-Plattform verknüpft. Als Methode für die digitale Rechteverwaltung (DRM) kommt Readium LCP zum Einsatz. Dieser Standard gilt in der Branche als nutzerfreundliche Alternative zu herkömmlichen DRM-Systemen, da er eine hohe Kompatibilität über verschiedene Geräte und Anwendungen hinweg anstrebt.
Fragmentierte Formate und geschlossene DRM-Systeme kosten Verlage und Bibliotheken Zeit und Reichweite. Die Format-Kompatibilitäts-Matrix in diesem Leitfaden bringt Ordnung in EPUB, Fixed-Format, AV-Ebooks und Manga — und zeigt, wo Readium LCP Ihre Infrastruktur vereinfacht. Format-Kompatibilitäts-Matrix jetzt sichern
Die neuen mobilen Applikationen fügen sich damit in eine bestehende Infrastruktur ein, zu der auch der Online Reader von eBooks.com sowie die Leseanwendung Thorium gehören. Durch die Nutzung der Readium-LCP-Plattform wird sichergestellt, dass die Inhalte innerhalb dieses Ökosystems nahtlos synchronisiert und verwaltet werden können.
Die Partnerschaft mit dem European Digital Reading Lab unterstreicht dabei das Bestreben, offene Standards im digitalen Verlagswesen weiter zu etablieren und die Abhängigkeit von geschlossenen Systemen zu verringern.

