Edge 152: Microsoft wechselt zu zweiwöchigem Update-Rhythmus

Edge 152 bringt Apple-Anmeldung, 334 behobene Sicherheitslücken und kürzere Release-Abstände; Edge Drop wird eingestellt.

Microsoft hat mit der Veröffentlichung der Version 152 seines Edge-Browsers für Windows, macOS und Linux eine umfassende Aktualisierung der Software vorgenommen. Die am 27. August bereitgestellte Version führt nicht nur neue Funktionen für den Datentransfer und die Anmeldung ein, sondern markiert auch den Beginn eines beschleunigten Veröffentlichungsrhythmus für den Browser.

Erweiterte Konten-Integration und Sicherheitsmerkmale

Ein wesentlicher Schwerpunkt von Edge 152 liegt auf der verbesserten Interoperabilität mit Diensten anderer Anbieter. Seit Ende August unterstützt der Browser den Apple-Sign-in unter Windows und macOS. Zudem bereitet Microsoft die tiefere Integration von Google-Konten vor.

Während die Anmeldung mit einem Google-Account ab September 2026 möglich sein soll, ist die Einführung erweiterter Import-Funktionen für November 2026 geplant. Diese sollen es Nutzern ermöglichen, Passwörter, Lesezeichen, den Verlauf sowie Autofill-Daten direkt über die Browsereinstellungen aus Google-Konten zu übernehmen.

Im Bereich der Sicherheit adressiert das Update eine hohe Anzahl an Schwachstellen. Insgesamt wurden 327 Sicherheitslücken im zugrunde liegenden Chromium-Projekt sowie 7 spezifische Schwachstellen in Microsofts eigenem Code behoben. Ergänzend dazu verfügt die neue Version über eine Funktion zur automatischen Abmeldung von Benachrichtigungen, die als betrügerisch oder unerwünscht eingestuft werden.

Strategiewechsel bei den Release-Zyklen

Mit der Version 152 stellt Microsoft die Bereitstellung des Browsers auf einen zweiwöchigen Rhythmus um. Damit verkürzt das Unternehmen die Intervalle zwischen den Veröffentlichungen deutlich. Zum Vergleich: Für den Mitbewerber Firefox ist die Version 155 für den 1. September angekündigt, während Google Chrome 153 voraussichtlich am 8. September erscheinen wird.

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Dieser schnellere Takt hat unmittelbare Auswirkungen auf die Unterstützung der stabilen Versionen im Unternehmensumfeld. Der Support für die jeweilige Stable-Version ist künftig auf etwa sechs Wochen beziehungsweise drei Release-Zyklen begrenzt.

Für Organisationen, die längere Planungszeiträume benötigen, bleibt die „Extended Stable“-Variante bestehen. Diese wird alle acht Wochen aktualisiert, wobei die Versionen 156, 160 und 164 als nächste Meilensteine vorgesehen sind.

Bereinigung des Funktionsumfangs und technische Anpassungen

Neben neuen Features wurden mit dem Release von Edge 152 auch bestehende Dienste offiziell eingestellt. Dazu gehören das Datentransfer-Tool Edge Drop sowie die Echtzeit-Videoübersetzung. Auch für Webentwickler gibt es Neuerungen: Das Unload-Event wurde als veraltet eingestuft und soll ab der Version 155 vollständig abgeschaltet werden.

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Für Entwickler, die WebView2 einsetzen, markiert die Version 152 den Abschluss der bisherigen vierwöchigen Aktualisierungsintervalle. Die Version 153, deren Erscheinen für die Woche des 10. Septembers geplant ist, wird die erste im neuen Zwei-Wochen-Rhythmus sein.

Parallel dazu wechselt das Software Development Kit (SDK) zu On-Demand-Releases. Eine technische Besonderheit betrifft künftig das WebView2-Downgrade: Wer eine ältere Version erzwingen möchte (DowngradeVersion), muss zwingend eine exakte vierstellige Versionsnummer angeben.

Zusätzlich wurden neue Richtlinien für Administratoren eingeführt. Diese betreffen unter anderem die Steuerung von Copilot-Funktionen über Parameter wie CopilotCowToolActionsEnabled und EdgeEntraCopilotPageContext, um die Integration des KI-Assistenten im Unternehmenskontext präziser verwalten zu können.

Mehr zum Thema bei Windows Central: „Microsoft Edge update adds Apple sign-in and scam protection, but officially ends Edge Drop and real-time …“