Ein Update für den Webbrowser Microsoft Edge hat zu Problemen beim Öffnen von Dateianhängen im neuen Outlook für Windows geführt. Wie Microsoft am Nachmittag des 28. Oktober 2026 bestätigte, aktivierte die Edge-Version 156 unbeabsichtigt eine unnötige Konfiguration im System. In der Folge konnten manche Anwender des neuen Outlooks E-Mail-Anhänge nicht mehr auf direktem Weg öffnen.
Fehlermeldungen und Workaround für Betroffene
Laut dem von Microsoft veröffentlichten Bericht EX1528992 begann das Problem am 28. Oktober 2026 um 17:24 Uhr CET. Betroffen sind Desktop-Nutzer der neuen Outlook-Oberfläche, deren System zuvor auf Edge 156 aktualisiert worden war.
Anwender erhielten beim Versuch, einen Anhang zu starten, eine Fehlermeldung mit dem Hinweis, dass die Datei nicht geöffnet werden könne, verbunden mit der Aufforderung, das Programm neu zu starten. Nach einem Neustart verschwand bei vielen Nutzern die Schaltfläche zum direkten Öffnen der Datei teils vollständig.
Das klassische Outlook ist laut dem Bericht des Unternehmens von diesem Fehler nicht betroffen, wenngleich dies keine Garantie für ausnahmslos alle Nutzer darstelle.
Bis zur Auslieferung einer vollständigen Fehlerbehebung verwies Microsoft auf eine Behelfslösung: Betroffene können über den Befehl zum Speichern unter die Datei lokal auf dem Rechner ablegen und diese anschließend manuell über den Datei-Explorer öffnen.
Wie viele Nutzer von der Störung betroffen waren, bezifferte der Konzern nicht. Auch zur genauen Art der auslösenden Konfiguration machte Microsoft keine weiteren Angaben.
Technische Einordnung über WebView2
In den Foren von Microsoft Q&A führten Nutzerberichte das Verhalten auf die zugrunde liegende WebView2-Komponente zurück. Aus der Community wurden dort die WebView2-Builds 156.0.4314.42 sowie 156.0.4314.50 mit der Störung in Verbindung gebracht.
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Die Version 155.0.4283.62 der festen Laufzeitumgebung zeigte das fehlerhafte Verhalten laut einem Forenbeitrag hingegen nicht. Diese Angaben stellen Hinweise aus der Nutzerschaft dar und stammen nicht aus einer offiziellen Versionsliste des Konzerns.
Die installierte WebView2-Version lässt sich auf Systemebene über den Registry-Wert pv einsehen. Der Vorfall rückt dabei die Eigenheiten der Auslieferung in den Fokus: Während die reguläre Evergreen-Laufzeitumgebung Regressionen aus übergeordneten Softwareaktualisierungen direkt übernimmt, müssen Umgebungen mit festgelegten Versionen manuell mit Patches versorgt werden.
Rollout des Patches und Systemstatus
Wie aus Berichten vom 29. Oktober 2026 hervorgeht, begann Microsoft am frühen Morgen mit dem Rollout eines gezielten Fixes, um die fehlerhafte Konfiguration wieder zu deaktivieren. Für die vollständige Verteilung veranschlagte der Entwickler eine Dauer von zwölf Stunden. Nach dem Eintreffen der Korrektur müssen Nutzer das neue Outlook vollständig beenden und neu öffnen, damit die Änderungen wirksam werden.
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Bis zum Vormittag jenes Tages lag nach dem Stand von 10:55 Uhr UTC noch keine Bestätigung für eine vollständige Wiederherstellung vor; der Vorfall verblieb als Dienstbeeinträchtigung im System. Die endgültige Bestätigung sollte über interne Telemetriedaten erfolgen. Ein Forenbeitrag um 10:22 Uhr GMT bemängelte fehlende Regressionsprüfungen vor der Auslieferung solcher Aktualisierungen.
Der Softwarefehler fällt in eine Phase veränderter Marktanteile für den Browser: Laut Daten des Analysedienstes Statcounter lag der Marktanteil von Edge im Vormonat bei fast 15 Prozent, nachdem er sich im Verlauf des Jahres zuvor bei rund 10 Prozent bewegt hatte.
Mehr zum Thema bei The Register: „Microsoft breaks New Outlook attachment opening with Edge Update“

