ElevenLabs Flows: Mehr als 50 Bild- und Videomodelle im KI-Workflow

Neue Funktionen von ElevenLabs, Maxon, Adobe und Apple erweitern die Möglichkeiten für Mediengestaltung, Bildbearbeitung und mobile Produktion.

•

Das Technologieunternehmen ElevenLabs hat mit Studio 4.0 eine neue Plattform für die integrierte Erstellung und Bearbeitung digitaler Medien vorgestellt. Das System ermöglicht es Nutzern, Videos, Bilder, Voiceover, Musik und Soundeffekte innerhalb einer mehrspurigen Timeline zu koordinieren.

Laut einem Bericht von Ende September 2026 unterstützt die Anwendung zudem den Upload eigener Medieninhalte, um bestehendes Material in den KI-gestützten Workflow zu integrieren.

Automatisierung und Modellintegration in der Produktion

Ein zentraler Bestandteil der neuen Version ist der sogenannte Studio Agent. Dieser ist darauf ausgelegt, auf Basis von Benutzervorgaben eine erste Fassung eines Projekts zusammenzustellen. Dabei bleiben sämtliche Einzelelemente für eine spätere manuelle Bearbeitung zugänglich. Für die akustische Gestaltung bietet das Studio Zugriff auf eine Bibliothek von mehr als 10.000 Stimmen in über 32 Sprachen.

Zusätzlich hat ElevenLabs das Tool „Flows“ eingeführt. Dieses dient als Schnittstelle, die mehr als 50 verschiedene Bild- und Videomodelle mit den hauseigenen Audio-Werkzeugen verbindet. Damit positioniert sich das Unternehmen verstärkt als Anbieter für ganzheitliche Produktionsumgebungen, ähnlich wie Tencent mit dem Agentenstudio Miora. Dieses kombiniert Modelle verschiedener Anbieter wie DeepSeek für Dokumentationen oder Hunyuan Image für Grafiken, um komplexe kreative Prozesse zu unterstützen.

Sprachsteuerung und lokales Prozessmanagement bei Maxon

Parallel zu den Entwicklungen im Bereich der generativen Medien hat Maxon die Version Cinema 4D 2026.4 veröffentlicht. Die Software enthält einen integrierten MCP-Server, der eine Steuerung der Arbeitsabläufe per natürlicher Sprache ermöglicht.

Die Anbindung erfolgt über Desktop-Anwendungen von Claude oder ChatGPT. Maxon betont dabei, dass es sich nicht um ein generatives System handelt; die Aktionen werden lokal über die etablierten Werkzeuge von Cinema 4D ausgeführt.

Der MCP-Server unterstützt unter anderem die Szenenorganisation, das Kamera-Tracking sowie Simulationen und Animationen. Aus Sicherheitsgründen ist die Funktion standardmäßig deaktiviert, und ein Netzwerkzugriff setzt eine separate Zustimmung voraus.

Anzeige

Wer sich mit moderner Software-Steuerung befasst, sollte auch die Sicherheit des Betriebssystems nicht vernachlässigen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, welche kritischen Einstellungen Sie nach jedem System-Update prüfen sollten. iOS-Updates sicher installieren und Daten schützen

Nutzer können zudem festlegen, welche Werkzeuggruppen für die Sprachsteuerung freigegeben werden. Die Vollversion der Software ist im Abonnement für 109 US-Dollar pro Monat oder 839 US-Dollar pro Jahr erhältlich.

Erweiterte Werkzeuge für Fotografie und Bildbearbeitung

Auch im Bereich der spezialisierten Bildbearbeitung gibt es Neuerungen. Imagen hat mit dem Rollout von Intelligent Studio begonnen, das die Auswahl und Bearbeitung von RAW- und JPEG-Dateien in einem gemeinsamen Projekt vereint.

Das System nutzt KI-Szenenerkennung, die derzeit auf die Hochzeitsfotografie spezialisiert ist, um beispielsweise unscharfe Bilder oder Aufnahmen mit geschlossenen Augen zu identifizieren. Die Kostenstruktur sieht eine monatliche Grundgebühr von 7 US-Dollar sowie nutzungsabhängige Gebühren von 0,05 US-Dollar pro exportiertem Foto vor.

Adobe hat seine Photoshop-Beta um das Werkzeug „Relight“ ergänzt. Dieses generative KI-Tool erlaubt es, bis zu drei künstliche Lichtquellen in einem Bild zu platzieren und deren Position, Farbe und Intensität in Echtzeit anzupassen. Pro Anwendung fallen Kosten von 30 Credits an. Während erste Rückmeldungen die Zeitersparnis loben, gibt es auch Kritik an teils unnatürlichen Ergebnissen bei der Lichtbrechung.

Mobile Produktion und Plattform-Updates

Für den mobilen Einsatz hat Apple Updates für Creator Studio und Final Cut Camera für iOS bereitgestellt. Die Kamera-App unterstützt nun hardwareseitige Funktionen des iPhone 18 Pro, wie die variable Blende und spezifische Verschlusszeitprioritäten. Creator Studio wird zu einem Preis von 12,99 US-Dollar pro Monat angeboten.

Anzeige

Die neuen Möglichkeiten der mobilen Produktion setzen voraus, dass man sein Gerät und dessen Fachbegriffe sicher beherrscht. In diesem kostenlosen PDF-Lexikon werden die 53 wichtigsten Begriffe rund um die Apple-Welt leicht verständlich erklärt. Jetzt iPhone-Lexikon gratis anfordern

Gleichzeitig arbeitet die Muse Group an Audacity 4.0, dem nach eigenen Angaben größten Update der über 25-jährigen Geschichte des Open-Source-Audioeditors. Durch den Wechsel auf das Framework Qt6 soll die Software modernisiert werden und unter anderem nichtdestruktive Clip-Bearbeitung sowie eine native ASIO-Unterstützung für Windows bieten.

Auch Audigo Labs hat seine mobilen Lösungen erweitert und Audigo Studio 6.0 für iOS veröffentlicht, das neue Effekte und automatische Soundcheck-Funktionen enthält. Eine entsprechende Version für Android ist für das vierte Quartal 2026 geplant.