Elster-Betrug: Verbraucherzentrale warnt vor 263-Euro-Phishing

Aktuelle Phishing-Welle gibt sich als Elster aus und lockt mit 263 Euro Steuererstattung. Verbraucherschützer raten, Links zu ignorieren.

Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor einer gezielten Betrugsmasche, die Nutzer des offiziellen Steuerportals Elster ins Visier nimmt. Kriminelle versenden derzeit gefälschte E-Mails, um unter dem Vorwand einer Steuererstattung sensible Nutzerdaten abzugreifen. Empfänger sollten auf die entsprechenden Nachrichten unter keinen Umständen reagieren.

Betrugsmasche mit präzisen Geldbeträgen

Im Mittelpunkt der Warnung steht eine Phishing-Welle, bei der den Empfängern eine Steuererstattung in Aussicht gestellt wird. Die Betrüger geben sich in den Schreiben als offizielle Vertreter des Portals Elster aus. Ein besonderes Merkmal dieser Nachrichten ist die Nennung eines konkreten Betrags: Die E-Mails tragen den Betreff „Beläuft sich auf 263,00 Euro“. Mit dieser scheinbar präzisen Angabe versuchen die Absender, die Glaubwürdigkeit der Nachricht zu erhöhen und das Interesse der Verbraucher zu wecken.

Um den psychologischen Druck auf die Betroffenen weiter zu verstärken, arbeiten die Hintermänner mit zeitlichen Befristungen. In den aktuellen Schreiben ist die angebliche Erstattung mit einer Frist verknüpft, die bis zum 6. August 2026 reichte. Da dieses Datum zum Zeitpunkt der Warnung bereits verstrichen ist, spekulieren die Angreifer darauf, dass Nutzer aus Sorge um eine entgangene Zahlung unüberlegt handeln und den in der Nachricht enthaltenen Anweisungen folgen.

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Empfehlungen zum Schutz vor Datenklau

Die Verbraucherzentrale rät dringend davon ab, auf die in den E-Mails enthaltenen Links zu klicken. Diese führen in der Regel auf manipulierte Internetseiten, die dem echten Elster-Portal täuschend echt nachempfunden sind. Dort eingegebene Zugangsdaten oder persönliche Informationen landen direkt in den Händen der Betrüger.

Stattdessen werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Links ignorieren: Klicken Sie niemals auf Verknüpfungen in E-Mails, die eine sofortige Dateneingabe fordern oder zu einer Erstattung führen sollen.
  • Offizielle Wege nutzen: Für sämtliche Angelegenheiten rund um die Steuererklärung sollte ausschließlich das offizielle Elster-Portal direkt über die bekannte Webadresse angesteuert werden. Durch ein manuelles Einloggen im geschützten Bereich können Nutzer sicher prüfen, ob tatsächlich Mitteilungen oder Bescheide vorliegen.
  • Nachricht als Spam markieren: Um die Filtermechanismen der E-Mail-Provider zu unterstützen und sich selbst vor weiteren Zustellungen zu schützen, sollte die Nachricht als Spam markiert und anschließend gelöscht werden.
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Da sich Phishing-Kampagnen dieser Art häufig gegen Smartphone-Nutzer richten, die ihre E-Mails unterwegs abrufen, ist hier besondere Vorsicht geboten. Auf kleineren Bildschirmen sind gefälschte Absenderadressen oder fehlerhafte URLs oft schwerer zu erkennen als am Desktop-Computer. Die Verbraucherzentrale betont, dass offizielle Stellen niemals per einfacher E-Mail mit direktem Link zur Eingabe von Kontodaten oder Passwörtern auffordern.