Der europäische Softwareentwickler eM Client hat die Version eM Client 11 vorgestellt. Die neue Generation des E-Mail- und Produktivitätsprogramms wird global sowie mit speziellem Fokus auf den asiatischen Markt als kostengünstige Alternative zu Microsoft Outlook positioniert.
Nach Angaben des Unternehmens, dessen Software weltweit von Millionen Menschen genutzt wird, handelt es sich um das bislang bedeutendste Update des Programms. Der Hersteller stellt dabei Aspekte wie digitale Souveränität, Produktivitätssteigerungen und eine flexible Nutzung künstlicher Intelligenz in den Vordergrund.
Flexible KI-Anbindung über eigene Schlüssel und Protokolle
Ein Schwerpunkt der neuen Softwaregeneration liegt auf der Integration von KI-Funktionen, die Nutzern Wahlfreiheit bei den eingesetzten Modellen bieten soll. Die Anwendung enthält einen integrierten KI-Assistenten, der auf natürliche Sprache reagiert, um E-Mails zu durchsuchen, zusammenzufassen und zu organisieren.
Zu den Werkzeugen zählen personalisiertes Verfassen von Texten, kontextbezogene Schnellantworten, intelligente Regelerstellungen sowie die automatische Erkennung von Aufgaben und Terminen aus eingehenden Nachrichten.
Unternehmen können die Systeme über das Prinzip „Bring Your Own Key“ (BYOK) anbinden und kompatible Modelle ihrer bevorzugten Anbieter selbst wählen. Zudem integriert eM Client das „Model Context Protocol“ (MCP).
Diese Schnittstelle ermöglicht externen KI-Agenten einen kontrollierten und sicheren Lesezugriff auf den E-Mail-Kontext. Dadurch lassen sich E-Mail-Inhalte direkt in bestehende KI-gestützte Geschäftsabläufe einbinden, ohne dass Anwender auf einen einzelnen Anbieter festgelegt werden.
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Kompatibilität und neue Produktivitätswerkzeuge
Die Anwendung setzt darauf auf, dass Firmen ihre bestehende Kommunikationsinfrastruktur ohne Wechsel beibehalten können. Unterstützt werden unter anderem Microsoft Exchange über EWS und Graph, IMAP sowie Google-Konten. Auch Adressbücher und Kalender über CalDAV und CardDAV lassen sich integrieren.
Neben den KI-Komponenten führt die Version funktionale Neuerungen im Bedienkonzept ein. Dazu gehören eine neu gestaltete Befehlspalette zur schnelleren Navigation, eine Funktion zum Anheften wichtiger Nachrichten sowie native Unterstützung für ARM-Architekturen.
Zudem bietet das Programm eine geräteübergreifende Synchronisierung persönlicher Einstellungen namens eM Sync, die mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung arbeitet. Die Software steht für Windows und Mac zur Verfügung; ergänzend gibt es Companion-Apps für Android und iOS.
Unabhängig von der gewählten Softwarelösung ist die Beherrschung der täglichen Werkzeuge entscheidend für die Produktivität. Über 40.000 Nutzer verwenden bereits diesen kostenlosen Spezialkurs, um ihre digitale Korrespondenz und Terminplanung wie ein Profi zu meistern. Zum kostenlosen Experten-Ratgeber für E-Mail-Profis
Lizenzstruktur als Alternative zu reinen Abo-Modellen
Im Vertrieb setzt der europäische Entwickler auf eine zweigleisige Preisgestaltung. Neben klassischen Abonnement-Modellen bietet das Unternehmen weiterhin unbefristete Dauerlizenzen an. Dies zielt darauf ab, die langfristigen Lizenzkosten für Unternehmen im Vergleich zu reinen Mietmodellen der großen Plattformbetreiber zu senken.
Michal Bürger, Mitgründer und Geschäftsführer von eM Client, erklärte mit Blick auf den Markteintritt in Asien, dass Unternehmen in dieser Region vor allem Innovation, Flexibilität und einen klaren wirtschaftlichen Gegenwert verlangten. Kunden sollten nach Unternehmensangaben die vollständige Kontrolle über ihre Mail-Architektur und ihre KI-Dienstleister behalten, anstatt an geschlossene Ökosysteme gebunden zu sein.

