Ema erhält 77 Millionen Dollar: Creaegis führt Series-B-Finanzierung an

Die Series-B-Runde stärkt Emas Finanzierung; das Startup meldet mehr als 150 Millionen US-Dollar Vertragsbuchungen und starkes Kundenwachstum.

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Das auf Unternehmensagenten spezialisierte Software-Startup Ema hat in einer Series-B-Finanzierungsrunde 77 Millionen US-Dollar an frischem Kapital aufgenommen. Angeführt wurde die reine Primärequity-Runde von der Investmentgesellschaft Creaegis. Zudem bauten die Bestandsinvestoren Accel, Section 32 und Prosus ihre Beteiligungen an dem Technologieunternehmen weiter aus.

Mit dem jüngsten Abschluss erhöht sich das seit der Unternehmensgründung im Jahr 2023 insgesamt eingeworbene Kapital auf 140 Millionen US-Dollar. Frühere Schritte umfassten eine Seed-Finanzierung über 25,00 Millionen US-Dollar am 4. März 2024 sowie eine Series-A-Runde über 36,00 Millionen US-Dollar am 30. Juli 2024, jeweils unter Beteiligung mehrerer Investoren.

Laut Berichten vom 25. September 2026 hat sich die Bewertung von Ema gegenüber der Finanzierungsrunde des Jahres 2024 mehr als vervierfacht. Während das Unternehmen keinen exakten Post-Money-Wert öffentlich bezifferte, hatten frühere Verhandlungen bei rund 800 Millionen US-Dollar gelegen.

Expansion der Plattform für Unternehmensabläufe

Das Unternehmen beabsichtigt, die neuen Finanzmittel in den globalen Vertrieb und den weiteren Ausbau seiner Plattform für künstliche Intelligenz zu investieren. Das System zielt auf die Automatisierung von Arbeitsabläufen in Bereichen wie Personalwesen, Informationstechnik und Finanzen ab. Technisch stützt sich die firmeneigene Lösung EmaFusion auf mehr als 250 vorgefertigte Schnittstellen und kombiniert über 100, in Teilen mehr als 150 Modelle.

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Ema verzeichnet nach eigenen Angaben Buchungen von mehr als 150 Millionen US-Dollar im Rahmen von Mehrjahresverträgen, bezogen auf den Gesamtauftragswert (TCV) und nicht auf annualisierte wiederkehrende Umsätze (ARR). Der Umsatz habe sich innerhalb von 24 Monaten um das 50-Fache gesteigert.

Die Net Dollar Retention beziffert das Startup auf rund 180 Prozent bei einer Bruttomarge von rund 80 Prozent. Mehr als 90 Prozent der Kunden hätten ihre Nutzung ausgeweitet, während ein durchschnittlicher Kunde seine Ausgaben für Ema innerhalb eines Jahres verdoppelt habe.

Insgesamt meldete das Unternehmen mehr als 50 Großkundenverträge, über eine Million Nutzer und mehr als fünf Millionen ausgeführte Aktionen der Software-Agenten.

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Rollouts bei Großkunden und Unternehmensstruktur

Zu den Kunden von Ema zählen Konzerne wie Google, Microsoft, ADP, PwC, KPMG und Hitachi. Beim Technologie- und Beratungsunternehmen Wipro umfasst der Einsatz laut Angaben von Ema rund 240.000 Mitarbeiter in 65 Ländern und über 100 automatisierte Workflows. Dabei würden jährlich rund 2,9 Millionen Mitarbeiteranfragen verarbeitet, was rund 60 Prozent der Support-Tickets vermieden, Antwortzeiten verkürzt und zu einem rund 50 Prozent schlankeren Team im Personalbetrieb geführt habe.

Beim japanischen Mischkonzern Hitachi wurde das System innerhalb von weniger als vier Wochen in mehr als 20 Systeme integriert, was laut Unternehmensangaben zu einer Reduzierung der Support-Tickets um 30 Prozent und einem Produktivitätszuwachs der Mitarbeiter um 70 Prozent führte. Zahlen zu Fehler- oder manuellen Übersteuerungsraten der Software wurden bislang nicht veröffentlicht.

Ema wurde 2023 von Surojit Chatterjee, ehemals Führungskraft bei Google und Coinbase, sowie Souvik Sen, früher bei Okta tätig, gegründet. Das Startup beschäftigt rund 200 Mitarbeiter und unterhält Niederlassungen in Mountain View, Bengaluru, London und Vancouver.

Prakash Parthasarathy, Chief Information Officer des Lead-Investors Creaegis, stufte Ema als einen der wenigen Anbieter am Markt ein, die im Segment der Unternehmensagenten eine tatsächliche Skalierung für Großkonzerne vorweisen könnten.