Emergent sammelt 70 Millionen Euro für KI-Entwicklungsplattform

Die KI-Softwareplattform Emergent hat eine Serie-B-Finanzierung erfolgreich abgeschlossen und erreicht eine Bewertung von 300 Millionen Euro. Das Kapital treibt die internationale Expansion und Produktentwicklung voran.

Die KI-Softwareplattform Emergent hat eine Finanzierungsrunde über 70 Millionen Euro abgeschlossen. Das junge Unternehmen will damit die Entwicklung von Apps ohne Programmierkenntnisse weltweit vorantreiben. Die Investition unterstreicht den Boom im No-Code-Markt.

Die Serie-B-Runde wurde von den Risikokapitalgebern Khosla Ventures und SoftBank Vision Fund 2 angeführt. Bisherige Investoren wie Prosus, Lightspeed und Y Combinator beteiligten sich erneut. Insgesamt hat Emergent nun binnen sieben Monaten nach seinem Start 100 Millionen Euro eingesammelt. Die Bewertung des Unternehmens liegt nun bei 300 Millionen Euro.

Das Geld soll für den weiteren Produktausbau, Team-Erweiterungen und die globale Expansion verwendet werden. Die Plattform ermöglicht es Nutzern, durch reine Sprachbefehle vollständige Web- und Mobile-Apps erstellen zu lassen – ganz ohne Programmierkenntnisse.

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KI-Agenten als Entwicklerteam

Der Kern der Technologie sind autonome KI-Agenten. Sie übernehmen den gesamten Lebenszyklus einer Anwendung: von Design und Programmierung über Tests bis hin zur Veröffentlichung und Skalierung. Nutzer beschreiben ihre Idee in einfacher Sprache, die KI setzt sie in funktionierende Software um.

Diese Methode, teils als „Vibe Coding“ bezeichnet, senkt die Einstiegshürden in die Tech-Welt erheblich. Lange Entwicklungszeiten, hohe Kosten und spezielles Know-how entfallen. Die Plattform soll eine integrierte Umgebung bieten, in der Apps gebaut, veröffentlicht und geteilt werden können.

Explosives Wachstum treibt Investoren an

Die Begeisterung der Geldgeber speist sich aus der beeindruckenden Wachstumsbilanz. Seit dem Start 2025 hat Emergent einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz (ARR) von 50 Millionen Euro erreicht – ausgehend von nur 100.000 Euro. Über fünf Millionen Nutzer in 190 Ländern haben bereits mehr als sechs Millionen Anwendungen erstellt.

Gegründet wurde das Unternehmen von den Brüdern Mukund und Madhav Jha. Es spricht vor allem Unternehmer, Kleinbetriebe und Kreative an, die ihre Ideen schnell und kostengünstig umsetzen wollen. Das ambitionierte Ziel: Den ARR bis April 2026 auf über 100 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln.

Europa als Schlüsselmarkt für die Expansion

Mit dem frischen Kapital plant Emergent einen starken internationalen Push. Europa ist bereits der zweitgrößte Markt und stellt jeden vierten neuen Nutzer. Daher will das Unternehmen neue Büros eröffnen und massiv in London und auf dem gesamten Kontinent einstellen.

Der Aufstieg von Emergent fällt in einen generellen Branchentrend. Immer mehr Anwendungen entstehen mit No- oder Low-Code-Tools. Die Integration von KI, insbesondere autonomer Agenten, wirkt dabei als Beschleuniger. Sie erweitert die kreativen Möglichkeiten und automatisiert komplexe Aufgaben.

Die Entwicklung markiert einen Wendepunkt: Das Erstellen von Software wird demokratisiert. Fachwissen und eine gute Idee könnten bald wichtiger werden als das Beherrschen einer Programmiersprache. Emergent will diese „Post-Code-Ära“ mit seiner Plattform entscheidend prägen.

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