Enterprise AI: Globant automatisiert 80% der Integrationsaufgaben

Neue ERP-Projekte verbinden KI, Cloud und Cybersicherheit. Unternehmen verkürzen Einführungen, während Studien vor Risiken unkontrollierter Entwicklung warnen.

Die Inextricable Group hat in Zusammenarbeit mit dem Cybersicherheitsdienstleister Delta Spike ein umfassendes Projekt zur ERP-Transformation gestartet. Wie aus Branchenberichten von Anfang September 2026 hervorgeht, erstreckt sich die Initiative über die Regionen Singapur, Malaysia und Sri Lanka. Der Fokus der Kooperation liegt auf der Stärkung von Geschäftsprozessen sowie der Steigerung der operativen Effizienz durch modernste Softwaresysteme.

Delta Spike bringt als Partner spezialisierte Expertise im Bereich der KI-gestützten Bedrohungserkennung und Managed Detection and Response (MDR) in das Projekt ein. Die Transformation zielt darauf ab, die technologische Basis der beteiligten Organisationen zu modernisieren und gleichzeitig die Sicherheit der Datenströme innerhalb der Enterprise-Resource-Planning-Systeme zu gewährleisten.

Strategische Allianz zwischen PwC und Palantir zur KI-Skalierung

Parallel zu regionalen Transformationsprojekten treiben globale Beratungs- und Technologiehäuser die Modernisierung von ERP-Landschaften voran. PwC US und Palantir weiteten Anfang September ihre strategische Allianz aus, um Enterprise AI zu skalieren und die Transformation im Bereich Mergers & Acquisitions (M&A) zu beschleunigen. PwC wurde in diesem Zuge als führender Akteur im Palantir-Ökosystem eingestuft.

Die Partner stellten eine KI-native Plattform für Transaktionen vor, die Prozesse bei Deals um bis zu 50 % beschleunigen und die Kosten um 45 % senken soll.

In der Praxis wurden laut Unternehmensangaben bereits signifikante Ergebnisse erzielt, darunter eine Steigerung der Lieferketten-Effizienz um 10 % sowie eine Prognosegenauigkeit zwischen 90 % und 95 %. Im Flottenmanagement konnte die Anzahl der außer Betrieb befindlichen Fahrzeuge um 40 % reduziert werden.

Beschleunigte Implementierung und Cloud-Migrationen

Ein zentraler Trend in der aktuellen Transformationswelle ist die drastische Verkürzung von Implementierungszeiten. Das Unternehmen Tirlán schloss eine S/4HANA-Konvertierung in weniger als fünf Stunden ab, nachdem zuvor zwei Testzyklen und eine Generalprobe durchgeführt worden waren.

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Auch der Hong Kong-Shenzhen Innovation and Technology Park (HSITP), der im Dezember 2025 eröffnet wurde, meldete den erfolgreichen Abschluss einer SAP Cloud ERP-Einführung innerhalb von nur drei Monaten. Das System integriert dort Finanzen, Lieferkette und Beschaffung.

In Mittelamerika migrierte der Ersatzteil- und Agrargroßhändler INBASA mit Unterstützung von Cibernética seine 50 Jahre alten Geschäftsprozesse von einem geteilten Hosting-Modell auf eine dedizierte AWS-Umgebung. Ziel war die Behebung von Leistungsproblemen und die Einführung automatischer Backups sowie einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Automatisierung durch KI und API-Lösungen

Die Integration von Künstlicher Intelligenz in die Konnektivität von Systemen gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Globant führte den sogenannten MuleSoft AI Pod ein, der laut Anbieter bis zu 80 % der manuellen Integrationsaufgaben automatisiert und die Zeit bis zur Wertschöpfung um 15 % bis 25 % verkürzt.

Appnigma AI aus San Francisco bietet zudem Unterstützung für HubSpot-Systeme an und verspricht die Erstellung nativer CRM-Apps innerhalb einer Woche zu Preisen ab 599 US-Dollar pro Monat.

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Im Bereich der Low-Code-Lösungen berichtete der Anbieter Reyesconnect von einem Einzelhandelsdistributor, der durch den Einsatz der Plattform die Fulfillment-Zeiten um 30 % und manuelle Dateneingabefehler um 45 % reduzieren konnte. Die Plattform unterstützt gängige Systeme wie Salesforce, SAP und Dynamics.

Marktstudien zeigen Herausforderungen bei KI-Tools

Trotz der technologischen Fortschritte herrscht in einigen Sektoren Zurückhaltung. Eine McKinsey-Umfrage unter 1.719 Organisationen, die im Frühjahr 2026 durchgeführt wurde, ergab, dass 32 % der Unternehmen Softwarekäufe aufgrund der Verfügbarkeit von agentischen Codierungstools ablehnten. Besonders ausgeprägt war dies im Technologiesektor mit 41 %.

Gleichzeitig warnen Analysten von Gartner vor den Risiken einer unkontrollierten Softwareentwicklung und prognostizieren einen massiven Anstieg von Fehlerraten bis zum Jahr 2028. Ein Bericht von Retool stützt diese Sorge mit der Feststellung, dass bereits 60 % der Software außerhalb der direkten IT-Aufsicht erstellt werden.

Dennoch bleibt der Modernisierungsdruck hoch: Laut SAPinsider haben 55 % der Organisationen bereits S/4HANA bereitgestellt, wobei 34 % die Umstellung vollständig abgeschlossen haben.