Entwickler-Umfrage: macOS dominiert mit 61,6% unter Tech-Profis

Entwicklerumfragen sehen macOS klar an der Spitze, während breitere Erhebungen Windows vorne zeigen und Microsoft neue Werkzeuge vorstellt.

In einer aktuellen Erhebung unter Softwareentwicklern hat sich macOS als das dominierende Betriebssystem für die primäre Nutzung herauskristallisiert.

Wie aus Daten hervorgeht, die Gergely Orosz, Herausgeber von The Pragmatic Engineer, veröffentlichte, bevorzugt eine deutliche Mehrheit der befragten Fachkräfte das Betriebssystem von Apple. Die Ergebnisse spiegeln eine spezifische Verschiebung in der Entwicklerlandschaft wider, stehen jedoch im Kontrast zu breiter angelegten Marktstudien.

macOS führt in Umfragen unter Startup- und Tech-Entwicklern

In einer auf der Plattform X durchgeführten Umfrage von Gergely Orosz entfielen 61,6 Prozent der insgesamt 4083 abgegebenen Stimmen auf macOS. Linux folgte mit 24,2 Prozent auf dem zweiten Platz, während Windows lediglich 12,8 Prozent der Stimmen erhielt.

Weitere Betriebssysteme spielten mit einem Anteil von 1,4 Prozent eine untergeordnete Rolle. Eine parallel auf LinkedIn durchgeführte Befragung mit rund 6000 Teilnehmern bestätigte diesen Trend: Hier gaben 66 Prozent macOS als bevorzugtes System an, während Linux auf 20 Prozent und Windows auf 12 Prozent kamen.

Orosz ordnete die Ergebnisse dahingehend ein, dass seine Reichweite vornehmlich Entwickler aus dem Startup-Sektor und von großen Technologiekonzernen umfasse, was die Repräsentativität für die gesamte Branche einschränke.

In einer ergänzenden Befragung unter 729 Linux-Nutzern zeigte sich zudem eine klare Verteilung der Distributionen: Ubuntu führt das Feld mit 48,8 Prozent an, gefolgt von diversen anderen Distributionen mit 27,3 Prozent sowie Omarchy mit 18,9 Prozent und NixOS mit 4,9 Prozent.

Anzeige

Wer sich für den Wechsel auf einen Mac entscheidet, sollte von Beginn an die richtigen Weichen für einen flüssigen Arbeitsalltag stellen. Dieser kostenlose Ratgeber enthüllt die wichtigsten Einstellungen, die kaum jemand beim Start kennt. Apple Mac Starterpaket jetzt kostenlos sichern

Abweichende Daten in globalen Marktübersichten

Die Dominanz von macOS in den genannten Umfragen steht im Gegensatz zu umfassenderen Erhebungen. Der Stack Overflow Developer Survey 2025, an dem zehntausende Entwickler teilnahmen, weist Windows mit rund 49,5 Prozent als das am häufigsten genutzte Hauptbetriebssystem aus, während macOS dort auf 32,9 Prozent kommt. Auch Daten von Statcounter für den US-Desktop-Markt zeigen Windows mit über 50 Prozent deutlich in Führung, während Linux bei knapp 18 Prozent liegt.

Weitere Analysen von Cloudflare für den nordamerikanischen Raum differenzieren zudem zwischen menschlichem und automatisiertem Datenverkehr. Während Linux bei menschlichen Zugriffen lediglich einen Anteil von etwa 4,7 Prozent erreicht, steigt dieser Wert bei automatisierten Zugriffen auf bis zu 26 Prozent an.

Gründe für die Systemwahl und Kritik an Windows 11

Fachleute führen den Erfolg von macOS auf die Unix-basierte Umgebung, die Leistungsfähigkeit der Apple-eigenen M-Chips sowie die Exklusivität der Entwicklungsumgebung Xcode zurück. Linux werde hingegen besonders für Arbeiten in den Bereichen Docker, Kubernetes, Python und Cloud-Infrastrukturen geschätzt.

Gleichzeitig wird Windows 11 von Teilen der Entwicklergemeinschaft kritisiert. Bemängelt werden Instabilitäten, Leistungseinbußen und Fehler nach Software-Updates, die unter anderem Druckerfunktionen, Netzwerkverbindungen oder Systemabstürze betrafen. Zudem stießen aufdringliche Integrationen von KI-Funktionen auf Ablehnung.

Anzeige

Viele Anwender suchen aufgrund von Fehlermeldungen oder Update-Zwängen nach stabilen Alternativen für ihre tägliche Arbeit. Das kostenlose Linux-Startpaket zeigt Schritt für Schritt, wie Sie Ubuntu parallel zu Windows installieren – ohne Risiko und ohne Datenverlust. Gratis Linux-Startpaket inkl. Ubuntu anfordern

Microsofts Strategie zur Rückgewinnung von Entwicklern

Um die Attraktivität für Softwareentwickler zu steigern, kündigte Microsoft umfassende Neuerungen an. Im Rahmen der Veranstaltung Build 2026 stellte das Unternehmen unter anderem Coreutils für Windows in der Programmiersprache Rust sowie verbesserte Konfigurationsmöglichkeiten über WinGet vor. Zudem sollen ein intelligentes Terminal und spezielle Container-Lösungen (Microsoft Execution Containers) die Arbeitsabläufe optimieren.

Ein zentraler Baustein bleibt das Windows Subsystem for Linux (WSL). Laut Jon Seager, Vizepräsident beim Ubuntu-Herausgeber Canonical, wächst die Nutzung von Ubuntu innerhalb von WSL schneller als native Desktop-Installationen. Es wird erwartet, dass WSL die nativen Installationen in naher Zukunft überholen wird. Microsoft arbeitet zudem an einer Modernisierung des Dateizugriffs und des Netzwerks innerhalb von WSL.

Zusätzlich präsentierte Microsoft das Project Zenith. Dieses sieht Hardware-Spezifikationen von mindestens 64 GB Unified Memory und einer Bandbreite von 250 GB/s vor, um lokale KI-Modelle mit bis zu 30 Milliarden Parametern betreiben zu können. In diesem Zusammenhang wurden auch neue Hardware-Modelle wie die Surface RTX Spark Dev Box angekündigt.