Epic Games plant die offizielle Unterstützung von SteamOS für den hauseigenen Linux-Launcher des Epic Games Store. Wie Communications Director Jake Jones gegenüber GamingOnLinux erklärte, strebe das Unternehmen die Abdeckung möglichst vieler Linux-Distributionen an.
Neben Valves SteamOS nannte er unter anderem Fedora, Cachy und Omarchy als Zielsysteme. Damit ist das Betriebssystem des Steam Decks erstmals als offizielles Ziel des nativen Linux-Clients bestätigt. Bereits im August 2026 hatte Epic Games einen nativen Linux-Client angekündigt, damals jedoch noch keine Unterstützung für Hardware von Valve garantiert.
Der Launcher war am 14. Oktober 2026 erstmals vorgestellt worden und befindet sich gegenwärtig im Status einer Vorschauversion. Offiziell unterstützt werden demnach Ubuntu 22.04+, Fedora 43+ sowie Debian 12+. Für Debian und Ubuntu bietet das Unternehmen derzeit ein Installationspaket im DEB-Format an.
Ein initial verwendetes AppImage-Format soll laut Entwicklern im November 2026 wiederhergestellt werden. Die Unterstützung für Fedora wird in den Hinweisen des Unternehmens als bald folgend geführt. Zudem wird eine Distribution über Flatpak und Flathub als Option diskutiert, da sich die Paketformate während der aktuellen Testphase noch ändern können.
Technische Fragen rund um das Steam Deck
Durch den offiziellen Launcher erhalten Nutzer erstmals ohne Drittanbieter-Lösungen Zugriff auf ihre Epic-Spielebibliothek unter Linux. Als potenzielle Vorteile gelten eine direkte Controller-Bedienung und die Nutzung, ohne zwingend in den Desktop-Modus wechseln zu müssen. Die konkrete praktische Umsetzung auf Geräten wie dem Steam Deck oder einer Steam Machine bleibt vorerst jedoch offen.
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Zudem benötigen Windows-Titel weiterhin eine Kompatibilitätsschicht wie Wine oder Proton. Wie Epic Games diese Einbindung technisch vornimmt und ob die Ausführung eine bessere Kompatibilität als etablierte Lösungen wie der Heroic Games Launcher bietet, erläuterte das Unternehmen bislang nicht.
Hürden bei Anti-Cheat-Software und Fortnite
Eng verknüpft mit der Linux-Entwicklung ist die Verfügbarkeit von Epics Vorzeigetitel Fortnite. Eine Fassung für Linux ist zwar vorgesehen, setzt jedoch das neue Anti-Cheat-System des Unternehmens voraus.
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Die Lösung Easy Anti-Cheat Linux v2 wurde am 14. Oktober 2026 vorgestellt. Sie setzt auf Schutzmechanismen wie Secure Boot, TPM 2.0, einen gemessenen Boot-Vorgang und einen signierten Kernel, verzichtet dabei aber auf einen dedizierten Kernel-Treiber. Der Dienst läuft ausschließlich während eines aktiv geschützten Spiels.
Nach Angaben von Epic Games erfüllt das Steam Deck diese Sicherheitsanforderungen derzeit nicht. Zwar liefen diesbezüglich bereits Gespräche mit Valve, konkrete Termine gebe es allerdings nicht. Die Linux-Version von Fortnite befinde sich ohne festes Veröffentlichungszeitfenster in der Entwicklung. Auf Geräten wie dem Steam Deck bleibt das Spiel bis auf Weiteres nur über Streaming-Dienste wie GeForce Now oder Xbox Cloud Gaming zugänglich.

