EPYC 9006 Venice: AMD meldet 2,24x Vorsprung vs. Nvidia

AMD bescheinigt EPYC 9006 deutliche Vorteile bei KI, HPC und Rack-Durchsatz, doch reduzierte Kerne und unterschiedliche Compiler schränken die Aussagekraft ein.

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AMD hat ein Whitepaper samt Benchmark-Daten veröffentlicht, das die Leistungsfähigkeit der sechsten EPYC-Generation mit dem Codenamen „Venice“ (EPYC 9006, Zen-6-Architektur) für Agentic-AI- und HPC-Workloads dokumentiert. Die Zahlen sollen belegen, dass die neuen Prozessoren in mehreren Disziplinen sowohl gegenüber Nvidias Vera-Plattform als auch gegenüber Intels Xeon-6980P-Serie deutliche Vorsprünge erzielen.

Produktion läuft, Marktstart in mehreren Schritten

Laut AMD befindet sich die 6th Gen EPYC 9006 „Venice“ bereits in der Produktion. OEM-Plattformen sollen als erstes an den Start gehen, Cloud-Deployments sind laut Unternehmensangaben ab Ende 2026 vorgesehen.

Per-Core- und Plattformleistung im Vergleich

Im SPECrate-2026-Integer-Benchmark erreicht laut AMD-Schätzung vom 22. Juli 2026 das Spitzenmodell EPYC 9996 einen 1,2-fachen Vorsprung bei der Pro-Kern-Leistung sowie einen 2,24-fachen Vorsprung auf Plattformebene gegenüber Nvidias Vera.

Konkret erzielte der EPYC 9996 mit 96 aktiven Kernen im SPECrate2026_int_base-Test einen Wert von 1210 Punkten beziehungsweise 6,3 Punkten pro Kern – gegenüber 729,5 Punkten beziehungsweise 8,29 Punkten pro Kern bei Nvidias 88-Kern-Vera, wie aus den AMD-Daten hervorgeht.

Beim Vergleich mit voller Kernzahl liefert der 256-Kern-Prozessor EPYC 9996 laut AMD-Angaben einen 2,37-fachen Vorsprung gegenüber Intels Xeon 6980P und einen 2,24-fachen Vorsprung gegenüber Nvidias Vera. Gegenüber dem eigenen Vorgängermodell EPYC 9965 mit 192 Kernen fällt der Zuwachs mit rund 78 Prozent ebenfalls deutlich aus.

Im direkten Kern-zu-Kern-Vergleich zwischen dem 96-Kern-Venice-Chip und Nvidias 88-Kern-Vera meldet AMD einen Gesamtvorsprung von rund 20 Prozent sowie ein Plus von rund 8 Prozent bei der reinen Pro-Kern-Leistung.

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AMD meldet für die kommende EPYC-9006-Generation einen 2,24-fachen Plattform-Vorsprung gegenüber Nvidias Vera — doch die Zahlen stammen aus dem eigenen Whitepaper, mit reduzierter Kernzahl und unterschiedlichen Compiler-Versionen. Wer jetzt Server-Hardware einkauft, braucht eine belastbare Einordnung statt Marketing-Prozente. Der kostenlose Report liefert Ihnen einen Benchmark-Interpretationsleitfaden, ein TCO-Vergleichsraster für CPU-Plattformen und eine Checkliste für unabhängige Validierung — damit Sie Ihre Investitionsentscheidung auf eigene Daten stützen. Kostenlosen CPU-Beschaffungs-Report anfordern

Bei der Speicherbandbreite, gemessen im STREAM-Triad-Test, gibt AMD einen Vorteil von 18 Prozent an – 1,6 Terabyte pro Sekunde gegenüber 1,2 Terabyte pro Sekunde bei Nvidias Vera.

Enterprise-Workloads und Rack-Durchsatz

Für gängige Enterprise- und Cloud-Anwendungen wie Java, OpenSSL, MongoDB, Redis und NGINX gibt AMD Leistungsgewinne zwischen dem 2,4-fachen und dem 3,7-fachen an. Im Vergleich mit Intels Xeon 6980P nennt AMD bei HPC-Workloads Vorteile zwischen dem 1,8-fachen und dem 3,13-fachen.

Auf Rack-Ebene mit einer Leistungsaufnahme von 100 Kilowatt gibt AMD gegenüber Nvidias Vera einen um das 3,3-fache beziehungsweise, je nach Quelle, 3,4-fache höheren Durchsatz an.

Methodische Einschränkungen der Tests

Zu den veröffentlichten Benchmarks gehören nach Berichten allerdings auch methodische Einschränkungen. So wurde der Vergleichstest mit reduzierter Kernzahl durchgeführt: Statt der vollen 256 Kerne kamen nur 96 Kerne bei einer Leistungsaufnahme von 600 Watt zum Einsatz – ein Wert, der über der maximalen Leistungsaufnahme von 500 Watt der regulären Serien-SKU liegt.

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Bei 100 Kilowatt pro Rack entscheidet nicht der Spitzenwert im Whitepaper, sondern der Durchsatz pro Watt und pro Höheneinheit. AMD nennt für die kommende EPYC-9006-Generation einen um das 3,3- bis 3,4-fache höheren Rack-Durchsatz gegenüber Nvidias Vera — ein Hebel, der Ihre Energie- und Dichte-Limits direkt betrifft. Der kostenlose Report zeigt Ihnen, wie Sie Leistungsdaten auf Ihre reale Rack-Situation übertragen und welche Nachweise Sie vor der Beschaffung einfordern sollten. Rack-Dichte-Report jetzt sichern

Zudem nutzte AMD für die Kompilierung den Compiler GCC 16.1, während bei Nvidias Vera-Ergebnissen GCC 15.2 zum Einsatz kam. Solche Unterschiede in Testaufbau und Software-Toolchain können Benchmarkergebnisse beeinflussen und sollten bei der Einordnung der von AMD veröffentlichten Vorsprünge berücksichtigt werden.

Die veröffentlichten Zahlen stammen ausschließlich aus AMDs eigenem Whitepaper und den zugehörigen Schätzungen des Unternehmens. Unabhängige Nachtests durch Dritte, die die Werte unter identischen Bedingungen reproduzieren, liegen bislang nicht vor.

Mehr zum Thema bei Tom’s Hardware: „AMD shares first official benchmarks for EPYC ‚Venice‘ CPUs, targets Nvidia — company claims 256-core chip is …“