Der Technologiekonzern Meta hat die Unterzeichnung des EU-Verhaltenskodex zur Transparenz von KI-generierten Inhalten bestätigt. Mit diesem Schritt verpflichtet sich das Unternehmen zur Einhaltung von Richtlinien zur Kennzeichnung von Inhalten, die durch Künstliche Intelligenz (KI) erstellt wurden. Die Unterzeichnung erfolgt unmittelbar vor dem Inkrafttreten wesentlicher Transparenzpflichten der europäischen KI-Verordnung (EU AI Act) Anfang August.
Umsetzung der Transparenzpflichten ab August
Die Unterzeichnung des Kodex durch Meta steht im Kontext der europaweiten Einführung neuer Regulierungsstandards. Am 2. August 2026 treten die Transparenzpflichten des EU AI Act offiziell in Kraft. Diese Regelungen, die insbesondere in Artikel 50 der Verordnung festgeschrieben sind, verpflichten Anbieter zur Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten, einschließlich sogenannter Deepfakes. Zudem müssen Interaktionen mit Chatbots offengelegt und technische Verfahren wie Wasserzeichen eingesetzt werden.
Die Europäische Kommission veröffentlichte dazu Ende Juli Leitlinien zu den Transparenzpflichten, nachdem der Rat bereits im Juni entsprechende Änderungen genehmigt hatte. Während die Kernpflichten für die meisten KI-Systeme im EU-Markt bereits ab dem 2. August 2026 gelten, wurde die Wasserzeichenpflicht für bereits bestehende Systeme bis zum 2. Dezember 2026 aufgeschoben. Damit wird den Unternehmen zusätzliche Zeit für die technische Anpassung eingeräumt.
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Metas bisherige Maßnahmen zur Kennzeichnung
Meta verweist im Zuge der Unterzeichnung auf bereits bestehende Maßnahmen. Das Unternehmen begann bereits im April 2024 mit der aktiven Kennzeichnung von KI-Inhalten auf seinen Plattformen. Auf Instagram und Facebook wird hierfür das Label „AI Info“ verwendet, um Nutzer über den Ursprung der Inhalte zu informieren.
Neben der internen Kennzeichnung arbeitet Meta mit Branchenorganisationen wie der „Partnership on AI“ sowie dem C2PA-Standard zusammen, um technische Lösungen für die Authentifizierung von Medieninhalten zu fördern. Zudem hat der Konzern ein Demonstrations-Tool zur Erkennung von KI-Inhalten gestartet, um die Transparenz weiter zu erhöhen. Laut Branchenberichten reagieren Unternehmen mit diesen Schritten auch auf die zunehmende Verbreitung von Deepfakes im Internet.
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Weiterer Zeitplan und Branchenkontext
Der EU AI Act sieht einen gestuften Zeitplan für verschiedene Risikoklassen vor. Während die Transparenzregeln und Verbote für bestimmte Anwendungen, wie etwa Apps zur automatisierten Erstellung nicht einvernehmlicher expliziter Inhalte, bis Dezember 2026 greifen, wurden die Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme teilweise bis in die Jahre 2027 und 2028 verschoben.
Meta ist nicht das einzige Schwergewicht der Branche, das sich dem Kodex angeschlossen hat; auch Google gehört zu den Unterzeichnern. Andere Plattformen setzen bereits ähnliche Verfahren um: So hat TikTok bereits mehr als 3 Milliarden Artikel entsprechend gekennzeichnet. Bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben drohen den Unternehmen empfindliche Geldstrafen durch die EU-Behörden. Ausnahmen von der Kennzeichnungspflicht sind lediglich für künstlerische oder satirische Werke vorgesehen, sofern diese als solche erkennbar sind.

