Seit dem 20. Juni 2025 gilt in der Europäischen Union das standardisierte Energielabel für Smartphones und Tablets auf Grundlage der am 16. Juni 2023 angenommenen Verordnung (EU) 2023/1669. Die Vorgabe verpflichtet Hersteller dazu, standardisierte Angaben zu sechs Kennwerten bereitzustellen.
Die EU-Kommission verbindet damit das Ziel, die durchschnittliche Lebensdauer von Mobilgeräten in der Mittelklasse von 3,0 auf 4,1 Jahre anzuheben. Eine Überprüfung der bestehenden Regelung ist vor dem 20. September 2027 angesetzt.
Technische Kennwerte durch Produktdatenblätter offengelegt
Die Verpflichtung zur Registrierung in der europäischen Produktdatenbank EPREL liefert detaillierte Einblicke in technische Kennziffern neuer Geräte. Für das Apple iPhone Duo (Modell A3720) erschien am 16. Oktober 2026 das offizielle EU-Produktdatenblatt.
Das Dokument weist eine Gesamtakkukapazität von 4.883 mAh aus, aufgeteilt auf zwei Zellen mit 2.962 mAh und 1.921 mAh. Da das Modell ausschließlich auf eine eSIM setzt und keinen physischen SIM-Kartenplatz besitzt, ist die Akkukapazität für alle weltweiten Geräteversionen identisch.
Im EU-Testmix erreicht das iPhone Duo eine Laufzeit von 51 Stunden und 30 Minuten pro Ladezyklus bei Einstufung in die Energieklasse A. Das iPhone 18 Pro kommt im Vergleich auf 52 Stunden. Für den Akku werden mindestens 1.000 Ladezyklen bis zum Erreichen von 80 Prozent Restkapazität ausgewiesen.
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Beim Reparierbarkeitsindex erzielt das iPhone Duo 2,65 von 5 Punkten (Klasse C), während das iPhone 18 Pro auf 3,14 von 5 Punkten kommt. Bei den Reparierbarkeits-Teilnoten verzeichnet das iPhone Duo Werte von 2,24 für Befestigungen, 1,12 für Werkzeuge, 1 von 5 Punkten für Software-Updates sowie jeweils 5 von 5 Punkten für Ersatzteile und Reparaturinformationen.
Garantiert werden Software-Updates für mindestens fünf Jahre. Zudem erreicht das Gerät die Fallklasse B mit mindestens 140 Stürzen plus 35 Stürzen im aufgeklappten Zustand, die Schutzklasse IP68 bis sechs Meter Wassertiefe sowie einen Härtegrad von Mohs 5. Die Reparatur des Innendisplays ist in Deutschland mit 1.149 Euro beziffert.
Auch für andere Hersteller macht die EPREL-Datenbank Spezifikationen transparent. Der Eintrag für das Motorola Moto G47 Power (Modell XT2625-15) weist eine nominale Akkukapazität von 6.790 mAh, 33 Watt Ladeleistung und die Schutzklasse IP64 gegen Staub und Spritzwasser aus.
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Im standardisierten Test erzielt das Modell eine Ausdauer von 78 Stunden und 19 Minuten, Energieeffizienzklasse A, eine Akku-Langlebigkeit von 1.200 Ladezyklen sowie die Reparierbarkeitsklasse B.
Mängel bei der Umsetzung im Handel und in Registern
Trotz der gesetzlichen Vorgaben bestehen in der Praxis erhebliche Umsetzungslücken. Eine Untersuchung der Organisationen iFixit und Right to Repair Europe ergab, dass auf mediamarkt.de lediglich rund 30 Prozent der 1.671 untersuchten Produktangebote das vorgeschriebene Ökolabel inklusive des Reparaturscores anzeigten.
In der EPREL-Datenbank verlinken laut der Untersuchung nur 18 Prozent von 2.334 Smartphone-Modellen direkt auf Reparaturanleitungen oder Ersatzteilpreise. Bei etwa der Hälfte der Modelle fehlt der Verweis vollständig, 19 Prozent leiten auf allgemeine Support- oder Produktseiten weiter und 13 Prozent führen ins Leere oder zu Plattformen wie AliExpress und Temu.
Hersteller wie Oukitel, Doogee, Ulefone und Acer fielen dabei negativ auf; Acer gab für den Ersatzakku eines Tablets eine breite Preisspanne von 14 bis 128 Euro an.
Große Hersteller wie Apple, Google und Samsung erfüllen die Kriterien formal, bieten die Informationen jedoch häufig erst über verschachtelte Suchpfade an. Zudem erschwert die Datenbank den Verbraucherzugang dadurch, dass Suchanfragen oft interne Modellkennungen wie DNP-NX9 für das Honor 400 Pro oder XQ-FS54 für das Xperia 1 VII erfordern.

