Der Suchmaschinenriese treibt die Entwicklung von Android 17 mit Hochdruck voran.
Am 17. Juli 2026 hat Google die siebte Beta-Version des ersten Quartals-Releases (QPR1) für Android 17 veröffentlicht. Die Build-Nummer CP31.260623.005 richtet sich an Pixel-Geräte vom Pixel 6 bis zur kommenden Pixel-10-Serie und konzentriert sich auf die Beseitigung hartnäckiger Oberflächenfehler.
Fehlerbehebungen für den Alltag
Die Beta 7 adressiert mehrere von Nutzern gemeldete Probleme, die den täglichen Betrieb der Pixel-Reihe beeinträchtigten. So wurde ein Fehler in der Battery-Share-Funktion behoben, bei dem das Aufladen entweder gar nicht startete oder in einer Endlosschleife stecken blieb. Auch eine visuelle Lücke in der Statusleiste – ein leerer Bereich zwischen Batterie- und Mobilfunksymbol bei deaktiviertem WLAN – gehört nun der Vergangenheit an.
Ein weiterer Fix betrifft einen Absturz beim Einstellen der Schriftgröße über die Quick Settings. Wer sein Pixel mit einem externen Monitor verbindet, profitiert von der wiederhergestellten Zentrierung der Taskleistensymbole. Das Update bringt zudem den Sicherheitspatch von Juli 2026 mit und ist rund 339 Megabyte groß.
Multitasking auf neuem Niveau
Bereits in den vorherigen Beta-Versionen hatte Google Funktionen für ambitionierte Nutzer eingeführt. Android 17 unterstützt nun App-Bubbles für Multitasking – bis zu fünf Anwendungen lassen sich gleichzeitig aktiv halten. Optimiert für den Pixel Launcher, entfaltet diese Funktion besonders auf großen Displays wie dem Pixel 10 Pro Fold ihr Potenzial. Minimierte Apps erscheinen dort in der Taskleiste statt als schwebende Blasen.
Weitere Neuerungen im Überblick:
– Bildschirmaufnahme: Ein Selbstauslöser wurde integriert
– Benachrichtigungen: Bei leerem Benachrichtigungsfeld zeigt ein Trophäen-Symbol an: „Sie sind auf dem Laufenden“
– Grafikleistung: Ein Grafiktreiber-Fehler, der 3D-Performance-Einbußen bei OpenGL ES verursachte, wurde behoben
– Externe Hardware: Der Mauszeiger bei Nutzung eines Arbeitsprofils auf externen Displays ist wieder sichtbar
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Sicherheitslücke bei Gemini geschlossen
Mitte Juli 2026 schloss Google zudem eine Sicherheitslücke beim KI-Assistenten Gemini auf dem Sperrbildschirm. Der Fehler erlaubte Unbefugten mit physischem Zugriff, Nachrichten via SMS oder WhatsApp zu versenden – ohne PIN-Eingabe, lediglich durch eine bestimmte Multi-Touch-Geste. Der Fix wurde in der Woche des 17. Juli 2026 ausgerollt.
Samsung und Motorola ziehen nach
Auch außerhalb von Googles eigener Hardware tut sich etwas. Samsung hat seine One-UI-9-Beta 4 auf Basis von Android 17 für die Galaxy-S26-Serie in Indien gestartet. Ähnliche Stabilitätsverbesserungen sollen in den kommenden Monaten für ältere Modelle wie das Z Fold 7 und die S25-Serie folgen. Motorola bereitet sich ebenfalls vor: Das Moto Razr 60 Ultra soll noch im Sommer 2026 Android-17-Features erhalten – darunter das expressive Material 3-Design und eine Zehn-Sekunden-Pause-Funktion für bestimmte Apps.
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EU reguliert: Google muss Android öffnen
Während Google das eigene Ökosystem verfeinert, stehen neue regulatorische Anforderungen in Europa an. Die Europäische Kommission erließ am 17. Juli 2026 eine Anordnung, die Google verpflichtet, elf spezifische Android-Funktionen – darunter Mikrofon, Kamera und Bildschirm – für konkurrierende KI-Assistenten zu öffnen.
Bis zum 1. August 2027 muss Google die Vorgaben umsetzen. Dazu gehört auch die Weitergabe anonymisierter Suchdaten an Wettbewerber. Diese regulatorische Kehrtwende dürfte die Integration von Drittanbieter-Assistenten in Android grundlegend verändern – Google muss künftig denselben Integritäts- und Zugriffsstandard für Konkurrenten anwenden wie für den eigenen Gemini-Assistenten.

