Der Messaging-Dienst WhatsApp arbeitet an einer integrierten Funktion, mit der iPhone-Nutzer Nachrichten zeitgesteuert versenden können. Die Entwicklung befindet sich in der Testphase.
Neue Funktion für geplante Nachrichten
Wie aus aktuellen technischen Berichten hervorgeht, testet WhatsApp eine spezielle Oberfläche für die Terminplanung von Nachrichten auf iOS. Die Funktion soll es Nutzern ermöglichen, Nachrichten zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft automatisch versenden zu lassen. Derzeit ist ein Zeitfenster von zehn Minuten nach dem Verfassen bis zu zwei Wochen im Voraus vorgesehen.
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Ein spezieller Verwaltungsbereich soll helfen, ausstehende Nachrichten zu organisieren. Bei Gruppenchats gilt eine wichtige Einschränkung: Nur Mitglieder, die zum Zeitpunkt der Planung bereits in der Gruppe waren, erhalten die Nachricht später auch tatsächlich. Die Funktion wurde in der Beta-Version 26.22.10.76 entdeckt, steht aber noch nicht allen Testern zur Verfügung.
Ende des Supports für ältere iOS-Versionen
Parallel zu den Neuerungen hat WhatsApp Änderungen bei den Mindestanforderungen angekündigt. Ab dem 30. November 2026 wird die App iOS 15.4 und ältere Versionen nicht mehr unterstützen. Nutzer müssen mindestens auf iOS 15.5 aktualisieren, um ihren Account weiter nutzen zu können.
Viele Geräte wie das iPhone 6s lassen sich auf die erforderliche Version bringen. Ältere Modelle wie das iPhone 5s und die iPhone-6-Serie sind jedoch bereits von aktuellen Updates ausgeschlossen. Die Änderung betrifft auch WhatsApp Business. Für Android-Nutzer endet der Support für die Versionen 5.0 und 5.1 bereits am 8. September 2026.
EU-Kommission greift durch
Auch regulatorisch tut sich einiges: Am 10. Juni 2026 ordnete die Europäische Kommission an, dass Meta konkurrierenden KI-Assistenten kostenlosen Zugang zur WhatsApp Business API gewähren muss. Die Entscheidung folgt auf eine Untersuchung möglicher Wettbewerbsverstöße. Ziel ist es, Drittanbieter-KI-Diensten im Messaging-Ökosystem faire Chancen zu geben.
Rechtliche Schritte gegen NSO Group
WhatsApp hat am 9. Juni 2026 rechtliche Schritte eingeleitet, um die NSO Group wegen Missachtung des Gerichts zu belangen. Der Vorwurf: Das israelische Unternehmen habe weiterhin WhatsApp-Nutzer ins Visier genommen – trotz bestehender gerichtlicher Anordnungen. Die US-Regierung hatte die NSO Group zuvor auf eine Sperrliste gesetzt.
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Weitere Neuerungen in der Pipeline
Mehrere Funktionen befinden sich derzeit in der Test- oder Ausrollphase:
- Betrugserkennung: Ein neues System namens „Scam Alert“ soll verdächtige Inhalte erkennen – und das ohne die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu gefährden. Die Verarbeitung erfolgt lokal auf dem Gerät, nicht auf Meta-Servern.
- Status-Archiv: Für Android-Nutzer gibt es seit dem 10. Juni eine Archivfunktion für abgelaufene Status-Updates. Diese lassen sich später erneut ansehen oder teilen.
- Multi-Account-Support: Seit dem 8. Juni können iOS-Nutzer mehrere Konten auf einem iPhone verwalten und zwischen ihnen wechseln.
- Einmalige Textnachrichten: Berichten zufolge testet WhatsApp „View-Once“-Textnachrichten. Ähnlich wie bei Fotos und Videos verschwinden diese nach dem Öffnen. Screenshots und Kopieren sollen blockiert werden.

