EULE-Projekt Detmold: Kostenlose Kurse für Senioren ab November

Das EULE-Projekt in Detmold vermittelt Menschen ab 55 Jahren kostenloses Wissen zu Computer, Internet und Smartphone durch Schülerinnen und Schüler.

Am Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg in Detmold startet ein neues kostenloses Kursangebot für ältere Menschen, die Unterstützung im Umgang mit Computer, Internet und Smartphone suchen. Schülerinnen und Schüler der Schule bringen dabei Interessierten ab 55 Jahren die digitale Welt näher – im Rahmen des Projekts EULE, das gemeinsam von der Caritas und dem Berufskolleg getragen wird und bereits seit 2010 besteht.

Kursstart im November

Die Kurse laufen vom 5. November bis April, jeweils donnerstags von 13.15 bis 14.15 Uhr, in der Elisabethstraße 86 in Detmold. Das erste Treffen findet am 5. November um 13.15 Uhr statt. Interessierte können sich telefonisch unter (05231) 608400 anmelden. Das Angebot richtet sich gezielt an Seniorinnen und Senioren, die Berührungsängste mit digitalen Geräten abbauen oder ihre Kenntnisse vertiefen möchten, und ist kostenfrei.

Das generationsübergreifende Konzept, bei dem junge Menschen ihr digitales Wissen an Ältere weitergeben, ist bei EULE seit vielen Jahren etabliert und wird nun in eine neue Kursrunde fortgeführt.

Digitale Teilhabe als bundesweites Thema

Detmold steht mit diesem Ansatz nicht allein: Ähnliche Angebote zur digitalen Unterstützung älterer Menschen entstehen derzeit an zahlreichen Orten. In Castrop-Rauxel bietet die Caritas-Seniorenberatung ab dem 14. Oktober eine Einführung in Android-Smartphones und -Tablets an, jeweils mittwochs von 10 bis 12 Uhr am Lambertusplatz, mit weiteren Terminen am 11. November und 9. Dezember. Teilnehmende müssen sich vorab bei Jana Luhmann anmelden und ihr eigenes Gerät samt Ladekabel mitbringen.

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Auch das Mehrgenerationenhaus der Caritas Wesermarsch lädt am 16. September zu einem Digitalen Lern-Café ein, bei dem neben allgemeiner Geräteunterstützung auch Fragen zu Apps, E-Rezepten, Fotobüchern und digitalen Fahrkarten beantwortet werden.

In Warnemünde organisieren die Ehrenamt-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern, die Evangelische Kirche und die AWO Rostock am 21. September einen Digital-Stammtisch mit Schwerpunkt auf digitalen Fotos und Medienkompetenz.

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Die VHS Bielefeld plant für den 2. Oktober einen „Markt der digitalen Möglichkeiten“, bei dem verschiedene Initiativen Angebote zur digitalen Teilhabe sowie praktische Tipps und Beratung präsentieren – ohne Anmeldung und bei freiem Eintritt.

In Osnabrück veranstalten die Stadtbibliothek und der örtliche Linuxtreff am 10. Oktober einen Linux-Installationstag, bei dem Teilnehmende mit eigenem Gerät und vorheriger Datensicherung Unterstützung bei der Installation erhalten.

Auch das Thema Künstliche Intelligenz findet zunehmend Eingang in solche Formate: Der SPD-Ortsverein Kettig veranstaltete Ende August einen Einsteiger-Abend zum Thema KI mit rund 25 Teilnehmenden, bei dem es unter anderem um Datenschutz, Manipulation und das Erkennen KI-erzeugter Inhalte ging.

Internationale Parallelen

Auch außerhalb Deutschlands setzen Organisationen auf digitale Bildungsangebote für Ältere. In den Niederlanden übernehmen nach der Einstellung der Stiftung Senioren Computersoos in Duiven Freiwillige die Fortführung der Angebote, unter anderem mit einem neuen Digi-Café ab dem 10. September.

In Kanada bietet die Initiative Connected Canadians in Zusammenarbeit mit Activity Haven virtuelle Workshops zu digitaler Sicherheit, Online-Banking und Shopping sowie – für Februar 2027 angekündigt – zum Umgang mit ChatGPT und Künstlicher Intelligenz an.

Die Vielzahl solcher Initiativen zeigt, dass digitale Teilhabe älterer Menschen mittlerweile als eigenständiges gesellschaftliches Anliegen verstanden wird, das lokale Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände und ehrenamtliche Strukturen gleichermaßen adressieren.