Microsoft hat die funktionale Reichweite seines KI-Assistenten Copilot in Excel erweitert. Wie aus Berichten vom Anfang September 2026 hervorgeht, ist die sogenannte „change history“-Skill ab sofort allgemein verfügbar.
Diese Neuerung ermöglicht es Anwendern, sämtliche Modifikationen innerhalb einer Arbeitsmappe detailliert nachzuvollziehen. Die KI fasst dabei zusammen, welche Änderungen vorgenommen wurden, und ordnet diese den jeweiligen Autoren sowie spezifischen Zeitpunkten zu.
Erhöhte Transparenz und Verwaltung von Bearbeitungshistorien
Die neue Funktion zielt darauf ab, die Zusammenarbeit an komplexen Datensätzen übersichtlicher zu gestalten. Nutzer haben nun die Möglichkeit, Copilot gezielt nach Änderungen in bestimmten Zeiträumen, Arbeitsblättern oder sogar für einzelne Zellen und Zellbereiche zu fragen. Ein wesentlicher Aspekt der Aktualisierung ist die Fähigkeit der KI, Änderungen personengenau hervorzuheben.
Darüber hinaus bietet das System eine erweiterte Kontrolle über KI-generierte Inhalte: Durch Copilot vorgenommene Anpassungen lassen sich bei Bedarf direkt über den Assistenten wieder rückgängig machen. Microsoft gibt an, dass Excel diese nachverfolgten Änderungen über einen Zeitraum von bis zu 365 Tagen unterstützt, was eine langfristige Revisionssicherheit in professionellen Arbeitsumgebungen gewährleisten soll.
Datenanalyse und Verifizierung durch künstliche Intelligenz
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Neben der Dokumentation von Änderungen unterstützt Copilot in Excel weiterhin bei der Interpretation komplexer Datenbestände. Die KI setzt dabei Werte, Kategorien und Zeiträume zueinander in Beziehung, um Trends und Vergleiche aufzuzeigen. Nutzer können in natürlicher Sprache Fragen an das System richten, woraufhin Copilot Berechnungen anstellt oder Diagramme erstellt.
In einem Anwendungsbeispiel zur KI-gestützten Analyse wurde aufgezeigt, wie das System spezifische Kennzahlen isoliert: So erzielte in einem Datensatz das Produkt „Notebook“ den höchsten Umsatz mit R$193.200, während für das Produkt „Teclado“ die höchste Marge mit 38,89 % identifiziert wurde.
Microsoft weist jedoch explizit darauf hin, dass Nutzer die von der KI generierten Antworten und Analysen stets verifizieren sollten, um die Datenintegrität sicherzustellen. Die Funktionen sind in den entsprechend unterstützten Microsoft-365-Versionen integriert.
Strategische Erweiterung durch Project Opal und Drittanbieter
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Microsoft-CEO Satya Nadella kündigte zudem die Einführung neuer KI-Modelle für Copilot an, die auf der Technologie von „Project Opal“ basieren. Dieses Projekt soll Copilot dazu befähigen, komplexe und langwierige Aufgaben in einer gesicherten und beobachtbaren Umgebung autonom zu planen und auszuführen. Aktuell steht Project Opal im Rahmen eines Early-Access-Programms für Kunden von Microsoft 365 Copilot zur Verfügung.
Parallel zur Weiterentwicklung der Kernplattform integrieren auch externe Partner ihre Dienste in das Ökosystem. So hat das Marktforschungsunternehmen Euromonitor den „Passport-Agenten“ für Microsoft 365 Copilot eingeführt.
Dieses Werkzeug ermöglicht lizenzierten Nutzern den Zugriff auf Marktinformationen direkt über die Copilot-Oberfläche. Die Abfragen erfolgen in natürlicher Sprache und liefern laut dem Anbieter nachvollziehbare Zitate und Quellenangaben aus der Passport-Datenbank.

