für Profis deutlich leistungsfähiger. Im Juli 2026 zeichnet sich ein klarer Trend ab: Weg von manueller Datenwühlerei, hin zu automatisierten Analysen und smarter Visualisierung.
Doppelt filtern, besser sehen
Wer mit großen Datenmengen in PivotTables arbeitet, kennt das Problem: Ein einziger Filter reicht oft nicht aus, um komplexe Zusammenhänge darzustellen. Mitte Juli wurde die sogenannte „Double Slicer“-Technik vorgestellt. Sie erlaubt es, Daten gleichzeitig mit zwei interaktiven Filtern zu steuern. Besonders nützlich ist das für Dashboards, die mehrere Dimensionen gleichzeitig abbilden müssen.
Ein am 19. Juli veröffentlichter Leitfaden vertiefte das Thema. Er zeigte, wie sich Slicer und Timelines in PivotTables optimal einsetzen lassen. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:
- Multi-Select-Slicer für feinere Datenansichten
- Timelines zur chronologischen Datenverfolgung
- Verknüpfung eines Slicers mit mehreren PivotTables für synchronisierte Updates
Parallel dazu rückt die PIVOTBY-Formel in den Fokus. Sie gilt als Schlüsselfunktion für Excel 2026 und vereinfacht die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Tabellen – ein echter Fortschritt gegenüber der manuellen Pivot-Erstellung.
KI als Turbo für die Datenanalyse
Am 20. Juli präsentierten Analysten ein sechsstufiges Framework, das Claude AI nutzt, um Excel-Workflows zu optimieren. Der Prozess umfasst Zielsetzung, Datenprofilierung, Bereinigung, explorative Analyse, Visualisierung und abschließende Berichterstattung.
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Branchenbeobachter schätzen, dass KI die Datenanalyse um das bis zu Zehnfache beschleunigen kann. Konkrete Anwendungen sind:
- Formelgenerierung per Sprachbefehl: Komplexe Funktionen wie XLOOKUP entstehen durch natürliche Spracheingabe
- Automatische Erstellung von VBA-Makros und PivotTables
- Fehlererkennung: Die KI identifiziert Datenintegritätsprobleme, etwa Prozentwerte, die über logische Grenzen hinausgehen
Allerdings gilt: KI-Output muss stets verifiziert werden. Mitte Juli veröffentlichte Richtlinien betonen die Notwendigkeit, personenbezogene Daten zu anonymisieren und neue Makros zunächst an Beispieldaten zu testen.
Neue Tools und Plattform-Wettbewerb
Neben den etablierten Programmen drängen neue Anwendungen auf den Markt. Die Desktop-App Fuga, die am 20. Juli in einem Testbericht vorgestellt wurde, setzt auf natürliche Sprachverarbeitung für Tabellenmanagement, Diagrammerstellung und Datenzusammenfassung. Besonders praktisch: Zwischenergebnisse lassen sich in Echtzeit prüfen, und eine Rollback-Funktion bewahrt die Datenhistorie.
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Auch im Enterprise-Sektor tut sich einiges. Auf der World Artificial Intelligence Conference (WAIC) in Shanghai (17. bis 20. Juli) präsentierte Kingsoft Office zwei spezialisierte KI-Agenten. Der Lingxi Professional fungiert als persönlicher Assistent für Dokumente und Tabellen, während WPS Comate auf unternehmensweite KI-Lösungen abzielt. Der WPS AI-Table-Agent erreichte bereits Anfang des Jahres Spitzenwerte bei den SpreadsheetBench-Benchmarks.
Die Automatisierung in der Business Intelligence schreitet ebenfalls voran. Technische Berichte vom 20. Juli beschreiben neue Methoden für vollautomatische Power-BI-Aktualisierungszyklen – ein weiterer Schritt zur Echtzeit-Berichterstattung aus Rohdaten.

