Nach der Veröffentlichung des Sicherheitsupdates KB5002914 am 8. September 2026 häufen sich Berichte über gravierende Funktionsstörungen in Microsoft Excel.
Die Aktualisierung erschien im Rahmen des regulären September-Patchday, der fast 1.000 Sicherheitskorrekturen umfasste und 29 Schwachstellen direkt in Excel schließen sollte. Bei zahlreichen Anwendern führt die Installation jedoch dazu, dass grundlegende Zwischenablage-Befehle nicht mehr wie gewohnt ausgeführt werden.
Stille Ausfälle beim Einfügen in mehreren Excel-Versionen
Das Problem betrifft sowohl traditionelle MSI-Installationen als auch Click-to-Run-Bereitstellungen der Versionen Excel 2016, 2019, 2021 sowie 2024. Der Fehler äußert sich darin, dass Kopiervorgänge still fehlschlagen: Nach dem Kopieren und dem anschließenden Versuch des Einfügens erscheint keinerlei Fehlermeldung. Die Quellzelle bleibt im Programm markiert, während der Zielbereich unverändert leer oder auf dem vorherigen Stand verbleibt.
Am 10. September 2026 ergänzte Microsoft einen Eintrag zu bekannten Problemen bezüglich des Fehlers beim Kopieren und Einfügen. Das Unternehmen bestätigte die Existenz des Fehlers und teilte mit, eine Behebung zu prüfen. Ein konkreter Termin für die Bereitstellung eines Korrektur-Patches wurde dabei nicht genannt. Zudem riet Microsoft betroffenen Anwendern dazu, Tabelleninhalte und Arbeitsergebnisse vorerst eigenständig zu kontrollieren.
Abseits des Kopierfehlers meldeten Anwender weitere Unregelmäßigkeiten im Arbeitsalltag, darunter Störungen bei der Autofill-Funktion und dem automatischen Ziehen von Formeln, die von Microsoft zunächst nicht bestätigt wurden. Zudem berichteten Nutzer von blockierten Tabellenblattkopien, Excel-Abstürzen mit dem Fehlercode 0xc0000005 sowie Fehlfunktionen bei VBA-Makros in Office LTSC 2021.
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Mögliche Workarounds und Risiken bei manuellen Eingriffen
Zum Zeitpunkt der ersten Berichte stand weder ein offizieller Fix noch ein bestätigter Rollback durch Microsoft bereit. Als wirksamster Workaround gilt derzeit die Deinstallation des kumulativen Updates KB5002914 oder das Zurücksetzen der gesamten Office-Installation auf einen vorherigen Build.
Vor dem manuellen Austausch der ausführbaren Programmdatei excel.exe wird ausdrücklich abgeraten, da hierbei erhebliche Risiken für Dateikorruptionen bestehen.
Auf Anwenderseite kursieren ergänzende Behelfslösungen. Dazu gehören der Neustart von Excel oder des gesamten Computers, die Verwendung des Befehls zum Ausschneiden anstelle des Kopierens sowie der Umweg über die Funktion für spezielle Einfügeoptionen.
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Andere Administratoren entschieden sich dazu, weitere Updates vorerst aufzuschieben, bis eine dauerhafte Korrektur bereitgestellt wird. Laut einem Bericht vom 14. September 2026 war zu diesem Zeitpunkt weiterhin unklar, wann Microsoft eine offizielle Fehlerbehebung für das Problem in Excel liefern wird.
Zusätzliche Systemkorrekturen ohne Lösung für die Tabellenkalkulation
Am 14. September 2026 veröffentlichte Microsoft zwar ein separates Out-of-Band-Update für Windows 11 in den Versionen 26H1, 25H2 und 24H2, Windows Server 2025 und 2022 sowie Windows 10 LTSC und Windows Server 2012 sowie 2012 R2. Diese Sonderaktualisierung konzentrierte sich jedoch auf andere Bereiche: Sie behob Fehler bei Hyper-V-Linux-Ordnerfreigaben, Remote-Desktop-Sitzungen sowie Störungen bei USB-Audio und enthielt eine Schutzmaßnahme für den Schwachstellenbezeichner CVE-2026-62721 im User-Mode Power Service.
Bei bestimmten USB-Audio-Class-1.0-Geräten blieben Probleme wie Stummschaltungen oder der Gerätemanager-Status Code 10 teils weiterhin bestehen. Die fehlerhafte Zwischenablage in Excel blieb in diesem Patch-Paket unberücksichtigt. Solche außerplanmäßigen Nachbesserungen traten im Verlauf des Jahres 2026 bereits mehrfach auf: Microsoft stellte bereits vier Notfall-Updates im Januar, zwei im März sowie eines im Juli bereit.

