Microsoft rüstet Excel mit KI-gestützten Personalisierungsfunktionen auf – und schließt gleichzeitig eine schwerwiegende Sicherheitslücke.
Der Juni 2026 bringt für Nutzer von Microsoft 365 eine Mischung aus Innovation und dringender Wartung. Während der Konzern die Barrierefreiheit verbessert und die Copilot-Integration in Excel ausbaut, musste ein kritischer Sicherheitsfehler behoben werden, der Angreifern potenziell die Kontrolle über Rechner ermöglichen könnte.
Bessere Navigation per Sound
Microsoft hat die Bedienungshilfen in Excel grundlegend überarbeitet. Nutzer können nun akustisches Feedback aktivieren, das bei der Navigation und Dateneingabe hilft. Die Einstellung findet sich im Menü für Barrierefreiheit unter den Dateioptionen.
Ein entscheidender Vorteil: Wer die Sound-Funktion in Excel aktiviert, profitiert davon automatisch in der gesamten Microsoft-365-Welt. Die Einstellung wird zentral gespeichert und auf alle Office-Anwendungen übertragen. „Das schafft eine konsistente Erfahrung für Menschen, die auf nicht-visuelle Rückmeldungen angewiesen sind“, heißt es in den technischen Dokumentationen.
Copilot lernt dazu: Personalisierung für Profis
Die KI-Unterstützung in Excel hat einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Microsoft Copilot kann nun benutzerdefinierte Formatierungsregeln erstellen und anwenden. Das betrifft vor allem Datumsformate und Tabellenstile, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten werden.
Besonders praktisch: Die KI schlägt Alternativen vor. Statt Zellen zu verbinden, empfiehlt sie etwa die Funktion „Mitte über Auswahl“ – eine sauberere Lösung für viele Tabellenlayouts. Die persönlichen Einstellungen werden mit dem Microsoft-Konto synchronisiert und stehen auf allen Geräten zur Verfügung.
Wer die kritische Excel-Lücke CVE-2025-60727 noch nicht geschlossen hat, riskiert die Ausführung von Schadcode durch manipulierte Dateien. Dieser Leitfaden zeigt in drei Schritten, wie Sie Updates einspielen, E-Mail-Filter schärfen und Endpunktschutz nachrüsten – bevor Angreifer die Lücke ausnutzen. Jetzt kostenlosen Sicherheits-Leitfaden anfordern
Allerdings gibt es noch Kinderkrankheiten. Analysten berichten von gelegentlichen Inkonsistenzen bei der Regelanwendung. Microsoft setzt daher verstärkt auf Nutzerfeedback, um das System weiter zu verfeinern.
Kritische Sicherheitslücke geschlossen
Neben den neuen Funktionen stand im Juni auch die Sicherheit im Fokus. Microsoft hat die Schwachstelle CVE-2025-60727 behoben – einen schwerwiegenden Fehler, der als „Out-of-Bounds Read“ (CWE-125) eingestuft wurde.
Das Problem: Ein Angreifer konnte durch eine manipulierte Excel-Datei potenziell schädlichen Code ausführen. Die Lücke lag in der Art und Weise, wie Excel bestimmte Datenstrukturen verarbeitet. Obwohl keine aktiven Angriffe bekannt wurden, stufte Microsoft das Risiko als hoch ein.
Sicherheitsexperten empfehlen zusätzlich zum sofortigen Einspielen des Sicherheitsupdates den Einsatz von E-Mail-Filtern und Endpunktschutz, um verdächtige Dateien abzufangen.
Windows 11 legt nach: Schnellerer Explorer
Out-of-Bounds-Read-Schwachstellen wie CVE-2025-60727 sind ein Einfallstor für gezielte Angriffe auf Ihre Excel-Nutzer. Der Report liefert eine 5-Punkte-Strategie, um solche Risiken zu minimieren – von der Konfiguration Ihrer Sicherheitssoftware bis zur Sensibilisierung Ihrer Mitarbeiter. Excel-Sicherheitsstrategie jetzt sichern
Auch das Betriebssystem selbst bekommt Zuwachs. Das Vorschau-Update KB5095093 optimiert die Leistung des Datei-Explorers und beschleunigt das Einbinden von ISO-Dateien. Zudem wurde das Eigenschaften-Fenster mit dem modernen WinUI-3-Framework überarbeitet.
Ob die Performance-Patches halten, was sie versprechen, wird sich laut Branchenbeobachtern in den kommenden Wochen zeigen. Erste Rückmeldungen deuten auf spürbare Verbesserungen hin.

