Der weltweite Markt für Gaming-Monitore mit hohen Bildwiederholraten erreicht 2026 einen Wert von 15,26 Milliarden Euro. Branchenanalysten prognostizieren ein jährliches Wachstum von 12,63 Prozent – bis 2035 könnte das Marktvolumen auf 39,52 Milliarden Euro klettern. Treiber sind der boomende eSport-Sektor und Fortschritte bei der adaptiven Synchronisationstechnologie. Passend dazu bringen die Hersteller LG, Asus und TCL Ende Juli eine Welle neuer Modelle auf den Markt, die mit extremen Auflösungen und bislang unerreichten Bildfrequenzen punkten.
LG setzt auf 5K2K und OLED-Technik
Der südkoreanische Display-Pionier LG hat am 29. Juli seine UltraGear-evo-Serie vorgestellt. Das Flaggschiff: der 52 Zoll große G9, laut Hersteller der größte 5K2K-Monitor mit 240 Hertz Bildwiederholrate. Ergänzt wird die Reihe durch den 39 Zoll großen GX9, einen gebogenen OLED-Bildschirm mit einer Reaktionszeit von 0,03 Millisekunden, der bereits bei den CES Innovation Awards 2026 ausgezeichnet wurde.
Für Nutzer, die kompaktere Formate bevorzugen, bringt LG den 27 Zoll großen GM9 mit Hyper-Mini-LED-Technologie und 5K-Auflösung an den Start. Die neuen Modelle sind seit Anfang dieser Woche über Fachhändler in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhältlich, weitere Märkte sollen folgen. Einen Tag später folgte der Launch des UltraGear OLED Smart (34GX90SA-W) in Brasilien – ein 34-Zoll-Ultrawide-Display mit WQHD-Auflösung, 240 Hertz und integriertem webOS-Betriebssystem.
Triple-Mode-Displays: Der neue Trend
Ein markanter Trend der diesjährigen Sommer-Releases: Triple-Mode- oder Dual-Mode-Displays, die Nutzern das Umschalten zwischen hoher Auflösung und extremer Geschwindigkeit ermöglichen. Asus brachte am 30. Juli den ROG Strix XG27UCMG in China auf den Markt. Der 27-Zoll-Fast-IPS-Monitor bietet die Wahl zwischen 4K bei 240 Hertz, QHD bei 400 Hertz oder Full-HD mit übertakteten 488 Hertz.
Auch MSI bereitet mit dem MPG 322URDX36 einen Triple-Mode-Bildschirm vor. Der QD-OLED-Monitor der fünften Generation unterstützt 4K bei 360 Hertz, 2K bei 520 Hertz und Full-HD bei 680 Hertz. Zur Ausstattung gehören KI-gesteuerte Sensoren und die schnelle DisplayPort-2.1a-Schnittstelle.
Die Grenzen des Machbaren verschiebt der chinesische Hersteller HKC: Auf der Messe ChinaJoy kündigte das Unternehmen einen eSport-Monitor mit sagenhaften 1300 Hertz an. Ebenfalls im Programm: der AntGamer ANT25ASF mit 1000-Hertz-Fast-TN-Panel.
OLED-Offensive und 3D-Gaming ohne Brille
TCL mischt seit dem 29. Juli ebenfalls im Wettbewerb mit. Der chinesische Hersteller präsentierte in seinem Heimatmarkt zwei neue WOLED-Monitore: Der 32X3B bietet wahlweise 4K bei 240 Hertz oder Full-HD bei 480 Hertz, der 27X3B kommt mit QHD-Auflösung und 280 Hertz. Beide Modelle überzeugen mit einem schlanken 6,4-Millimeter-Gehäuse und integrierten Premium-Lautsprechern.
Acer erneuerte Ende Juli seine Gaming-Palette gleich mit fünf neuen Modellen unter den Marken Predator und Nitro. Das Highlight: der Predator XB273K 3D, ein 27-Zoll-4K-Monitor für brillenfreies 3D-Gaming mit 180 Hertz. Für den EMEA-Markt bringt Acer zudem den Nitro XV273U F5, der im HD-Modus bis zu 1000 Hertz erreicht.
Preise sinken – auch im Einsteigersegment
Während die neuen High-End-Modelle in den Handel kommen, passen die Händler die Preise für bestehende OLED-Geräte an. So reduzierten große nordamerikanische Elektronikhändler am 30. Juli den LG UltraGear 27-Zoll-QHD-OLED auf rund 400 Euro – ein deutlicher Abschlag gegenüber der üblichen Preisempfehlung.
Auch im preisbewussten Segment tut sich etwas: Mehrere Hersteller brachten im Frühjahr und Frühsommer Einstiegsmodelle mit hohen Bildwiederholraten auf den Markt. Der Acer Vero V247Y und der MSI MAG 255F E20 gelten laut Marktbeobachtern als attraktive Optionen für alle, die 120 bis 200 Hertz zu moderaten Preisen suchen. Branchenkenner sehen genau diese Demokratisierung der Technik als Hauptgrund für das anhaltende zweistellige Wachstum im globalen Monitormarkt.

