Ezurio BL54LM20B: Axon-NPU beschleunigt KI-Inferenz um das 15-Fache

Bluetooth-Technik vernetzt Sensoren für Anlagenüberwachung, Raumluftmessung, Personenflusszählung und digitales Filtermanagement.

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Die Branchenorganisation Bluetooth SIG berichtet über den zunehmenden Einsatz von Bluetooth-Tags und Umweltsensoren zur Überwachung von Anlagenzuständen.

Durch den kontinuierlichen Abgleich von Messwerten in Industrie-, Gewerbe- und Infrastrukturanlagen soll die Funktechnik dazu beitragen, Ausfallzeiten zu minimieren, Materialverluste zu reduzieren und Wartungsintervalle bedarfsgerecht zu steuern. Die wachsende Verbreitung energieeffizienter Funkstandards und kompakter Halbleiter beschleunigt diesen Trend.

Halbleiter und Module für Sensorik und Edge-KI

Die technische Grundlage für vernetzte Sensorlösungen bilden spezialisierte Funkchips. Nordic Semiconductor führte den nRF54LC10A für kompakte IoT-Geräte ein. Der im 22-nm-Verfahren gefertigte Baustein misst 1,9 × 2,3 mm und unterstützt Bluetooth LE, Bluetooth Channel Sounding, Thread, Zigbee sowie Matter; zudem lässt er sich als Thread-Radio-Coprozessor betreiben.

Zur Ausstattung gehören ein 128-MHz-Cortex-M33-Prozessor, ein RISC-V-Coprozessor, 1 MB nichtflüchtiger Speicher (NVM) sowie 192 KB RAM, ergänzt um drei SPI/TWI/UART-Schnittstellen und einen Analog-Digital-Wandler.

Das Unternehmen gibt eine vorläufige Rechenleistung von 503 CoreMark sowie eine Effizienz von 239 CoreMark/mA an. Bei einer Sendeleistung von 0 dBm liegt die Stromaufnahme im Funkbetrieb bei 4,0 mA für den Empfang und 5,8 mA beim Senden bei einer maximalen Sendeleistung von +4 dBm. Der Schlafstrom bewegt sich je nach Betriebsmodus zwischen 0,5 und 1,6 µA.

Auf ähnlicher Halbleiterbasis stellte Ezurio die BL54LM20-Serie vor, die aus den Modulen BL54LM20A und BL54LM20B sowie einem BL54LM20B-USB-C-Adapter besteht.

Beide Module basieren auf Nordic-nRF54LM20A/B-SoCs mit 128-MHz-Cortex-M33, 128-MHz-RISC-V-Coprozessor, 2 MB nichtflüchtigem Speicher und 512 KB RAM. Sie unterstützen Bluetooth LE, Thread, Matter und NFC bei Gehäusemaßen von 11 × 8 × 1,8 mm und sind für Betriebstemperaturen von −40 bis +85 °C ausgelegt.

Das Modul BL54LM20B integriert zusätzlich eine Axon-NPU, die laut Ezurio eine bis zu 15-mal schnellere KI-Inferenz gegenüber rein CPU-basierten Berechnungen erzielt.

Umweltüberwachung und Gebäudetechnik

Auf Anwenderebene bewarb Schneider Electric seine EasyLogic-Sensoren zur Erfassung von Temperatur, Feuchte, CO₂ und CO mit direkter Echtzeitanbindung an Gebäudeleittechnik- und Lüftungssysteme (BMS/HVAC).

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Ein Funkmodul mit integrierter NPU rechnet KI-Aufgaben bis zu 15-mal schneller als eine reine CPU-Lösung — das verschiebt, welche Sensorauswertung direkt am Gerät möglich wird. Wer Module auswählt, sollte deshalb Rechenweg, Speicher und Betriebstemperatur zusammen prüfen. Der kostenlose Leitfaden zeigt den Vergleich und die Auswahlschritte. Vergleichstabelle und Modul-Checkliste jetzt anfordern

Die CO₂-Varianten erfassen Konzentrationen von 0–2.000 ppm mit einer angegebenen Genauigkeit von ±50 ppm ±3 % und nutzen eine automatische Basiskalibrierung. Die kombinierten Temperatur- und Feuchtesensoren decken 0–100 % relative Feuchte mit einer Genauigkeit von ±2 % RH sowie einen Messbereich von −40 bis 60 °C ab.

Die CO-Modelle messen 0–250 ppm bei einer Genauigkeit von ±5 %. Die Versorgung erfolgt über 24 VAC, 24 VDC oder 12–30 VDC, während als Ausgangssignale 0–10 V oder 4–20 mA zur Verfügung stehen. Die Kanalausführungen sind nach IP65 geschützt, der Wand-CO-Sensor nach IP30.

Zur Raumluftanalyse sucht zudem ein slowenisches Unternehmen Forschungs-, Entwicklungs- und Vertriebspartner für sein tragbares Gerät AeroDrops, das Atemtröpfchen und Aerosole in Echtzeit selektiv erkennt und zählt. Die Einheit kann eigenständig betrieben oder in Lüftungsanlagen integriert werden, wobei Zielbereiche von Krankenhäusern und Pflegeheimen über Schulen bis hin zur Landwirtschaft und Industrie reichen.

Lokalisierung und Betriebsmittelmanagement

Auch Bewegungsmuster und Durchgänge lassen sich über Funkstandards erfassen. Bei einem Kreuzfahrtbau-Projekt auf einer Fähre wurde Bluetooth-AoA (Angle of Arrival) an Ein- und Ausgängen eingesetzt, um Personenströme in Echtzeit im Umkreis von 2 m zu zählen, ohne eine flächendeckende Ortung vorzunehmen.

Die Installation sah grundsätzlich eine Basisstation pro Durchgang vor und erlaubte die Weiternutzung vorhandener Bluetooth-Tags ab Version 4.2 nach Modifikation des Broadcast-Protokolls.

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Sensoren liefern Temperatur, Feuchte, CO₂ und CO im Sekundentakt — doch ohne saubere Anbindung an BMS und HVAC bleibt es bei Insellösungen. Der Leitfaden führt Sie in drei Schritten von der Messgröße über das Ausgangssignal bis zur Gebäudeleittechnik. Integrationsleitfaden Sensor-zu-BMS jetzt sichern

Parallel dazu treiben Hersteller die Digitalisierung von Verbrauchsmaterialien voran: Brita bietet mit Brita iQ ein Cloudportal zur Überwachung von Wasserfiltern, das Durchflussmengen, Restlaufzeiten und Restkapazitäten anzeigt sowie wöchentliche Wechselhinweise versendet.

Ein nachrüstbarer iQ Meter digitalisiert ältere Installationen, während das System Purity C iQ die Wasserqualität kontinuierlich prüft, Verschnitteinstellungen automatisch vornimmt und Filterkartuschen mittels RFID erkennt.