F-Droid 2.0: Größter Umbau des Android-App-Stores seit zehn Jahren

Die überarbeitete App bringt automatische Aktualisierungen, eine vereinfachte Bedienung und einen neuen Installer für Android-Anwendungen.

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Der alternative Android-App-Store F-Droid hat mit Version 2.0 seinen Client grundlegend überarbeitet. Es handelt sich um den größten Umbau und die umfassendste Neugestaltung der Plattform seit zehn Jahren, wie F-Droid mitteilte. Der Veröffentlichung gingen mehr als ein Jahr Arbeit und 14 Testversionen voraus.

Technische Neuausrichtung und schlankere Navigation

Der Client wurde vollständig in Kotlin und Jetpack Compose neu geschrieben und orientiert sich optisch an Material Design beziehungsweise Material You. Die Oberfläche wirkt dadurch aufgeräumter, zudem lässt sich optional das Android-Material-Theming aktivieren.

Auch die Navigation wurde vereinfacht: Statt bislang fünf Bereichen gibt es nun nur noch drei – Discover, Search und My Apps, die App-Entdeckung, Suche und die Verwaltung installierter Anwendungen bündeln.

Die Suchfunktion berücksichtigt künftig Namen, Beschreibungen, Kategorien und Übersetzungen; Ergebnisse in Chinesisch, Japanisch und Koreanisch sollen dadurch zuverlässiger ausfallen. Auch Kategorien und Filter wurden erweitert, darunter 17 Genres allein für Spiele. Filter lassen sich zudem kombinieren, etwa nach Kategorie und Gerätekompatibilität oder nach sogenannten Anti-Features.

Automatische Updates und neuer Installer

Updates werden in Version 2.0 standardmäßig automatisch im Hintergrund gesucht und installiert. Nutzer können jedoch die mobile Datennutzung einschränken oder auf manuelle Updates umstellen; die manuelle Prüfung bleibt weiterhin im Menü „My Apps“ verfügbar.

Ein einheitlicher Installer nutzt Androids Vorabgenehmigungs-API, wodurch sich eine Installation bereits vor dem eigentlichen APK-Download bestätigen lässt. Das soll Installationen vereinfachen; zudem lassen sich mehrere Apps gleichzeitig herunterladen.

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Bei den Sicherheits- und Datenschutzfunktionen gibt es Verschiebungen: Die Tor-Einstellung wandert in die allgemeinen Proxy-Einstellungen, wobei ein Tor-VPN empfohlen wird. Die sogenannte Panic-Funktion, mit der sich die App tarnen lässt, kaschiert künftig nur noch Name und Icon – F-Droid erscheint dann etwa als Taschenrechner.

In den Geräteeinstellungen und bei forensischen Analysen bleibt die App jedoch weiterhin als F-Droid erkennbar. Die frühere Möglichkeit, per Panic-Auslöser Apps zu löschen, wurde entfernt und ist bislang nicht zurückgekehrt. Geräte mit Android 6 werden nicht mehr unterstützt, ebenso wenig die F-Droid Privileged Extension.

F-Droid betont, dass die Neugestaltung ohne Tracking und ohne Engagement-Mechaniken auskomme. Der Quellcode bleibe öffentlich, nicht freie Abhängigkeiten würden entfernt, und die APKs entstünden auf eigenen Build-Servern, typischerweise signiert mit F-Droids kryptografischem Schlüssel.

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Google-Entwicklerverifizierung startet regional begrenzt

Parallel zur Neugestaltung rückt eine externe Entwicklung in den Fokus: Googles Pflicht zur Entwicklerverifizierung für Android-Apps soll zunächst ab dem 30. September in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand gelten.

Für alternative App-Stores wie F-Droid, die auf Sideloading außerhalb des Play Stores setzen, ist diese Entwicklung relevant, da sie potenziell zusätzliche Hürden für Nutzer und Entwickler außerhalb des offiziellen Google-Ökosystems schaffen könnte.

Verfügbarkeit und weiterer Rollout

Version 2.0 ist über die offizielle F-Droid-Website sowie die Versionsseite erhältlich. Bestehende Nutzer sollen das Update in Kürze erhalten, wobei der breitere Rollout schrittweise in den kommenden Wochen erfolgen soll. Weitere Verbesserungen sind für die kommenden Monate vorgesehen. Unabhängig davon kursiert derzeit auch eine unvollständige Alpha-Version, die jedoch nicht alle Funktionen des offiziellen Release enthält.

Mehr zum Thema bei Golem.de: „FOSS-Appstore: F-Droid bekommt größtes Update seit zehn Jahren“