Fabasoft: Umsatz springt um 19,7 Prozent auf 25,4 Millionen Euro

Fabasoft verzeichnet im ersten Quartal 2026/27 einen Umsatzanstieg von 19,7 Prozent auf 25,4 Millionen Euro und verbessert das EBIT deutlich auf 5,3 Millionen Euro.

Die Fabasoft AG ist mit einem signifikanten Wachstum in das Geschäftsjahr 2026/2027 gestartet. Wie das Unternehmen anlässlich der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen am 13. August 2026 mitteilte, konnte der Umsatz im ersten Quartal, das den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2026 umfasst, auf 25,4 Millionen Euro gesteigert werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Erhebliche Ergebnisverbesserung bei Fabasoft

Parallel zum Umsatzanstieg verzeichnete der Softwarehersteller eine deutliche Verbesserung seiner Ergebniskennzahlen. Das EBITDA belief sich im ersten Quartal auf 7,3 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr bei 4,3 Millionen Euro gelegen hatte. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg im gleichen Zeitraum von 2,4 Millionen Euro auf 5,3 Millionen Euro an.

Auch die Cashflow-Situation hat sich stabilisiert. Der operative Cashflow wurde mit 1,3 Millionen Euro beziffert, während dieser Wert im Vorjahresquartal noch bei minus 0,5 Millionen Euro gelegen hatte. Zum Stichtag am 30. Juni 2026 verfügte die Fabasoft AG über liquide Mittel in Höhe von 40,3 Millionen Euro.

Struktur der Einnahmen und personelle Aufstellung

Ein wesentlicher Pfeiler der Geschäftstätigkeit sind weiterhin die wiederkehrenden Einnahmen. Die sogenannten Recurring Revenues erreichten im Berichtsquartal 15,2 Millionen Euro, was einem Anteil von 59,8 Prozent am Gesamtumsatz entspricht. Das Unternehmen beschäftigte zum Ende des Quartals 499 Mitarbeiter.

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Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse blieb der Aktienkurs der Fabasoft AG mit 13.750 Euro unverändert. Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf kündigte das Unternehmen die Veröffentlichung des Halbjahresberichts für den 13. November 2026 an.

Krise beim Wettbewerber MyOffice führt zu Standortschließungen

Während Fabasoft positive Zahlen vorlegte, verschärfte sich die Lage beim russischen Konkurrenten MyOffice (New Cloud Technologies) massiv. Das Unternehmen gab die Schließung seiner Entwicklungszentren in Sankt Petersburg und Innopolis bekannt. Die verbleibenden Aktivitäten sollen in den Büros von Kaspersky Lab in Moskau gebündelt werden.

Hintergrund dieser Restrukturierung sind schwerwiegende finanzielle Verluste. Nach einer Berichtigung der Geschäftszahlen Mitte Juni 2026 wurde für das Jahr 2025 ein Nettoverlust von 8,82 Milliarden Rubel ausgewiesen, was etwa 107 Millionen US-Dollar entspricht. Zuvor war lediglich von einem Verlust in Höhe von 4,02 Milliarden Rubel ausgegangen worden. Der Umsatz des Anbieters halbierte sich im gleichen Zeitraum auf zirka 1 Milliarde Rubel.

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Angesichts dieser Entwicklung hat der Mehrheitseigentümer Kaspersky, der einen Anteil von 68,8 Prozent an MyOffice hält, das Unternehmen in einen sogenannten Slow-Burn-Modus versetzt. Der Marktanteil von MyOffice sank im Laufe des Jahres 2025 von 5 Prozent auf nunmehr 3 Prozent.