Face ID auf dem iPhone 18 Pro: 22 von 24 melden Abstürze bei In-App-Scans

Apple ergänzt Face ID um weitere Bilddaten, während Berichte über Abstürze bei der In-App-Prüfung kursieren. Ein verbreiteter Defekt ist nicht bestätigt.

Apple hat Face ID beim iPhone 18 Pro um eine zusätzliche Verifikationsschicht erweitert. Wie appleinsider.com in einem Bericht vom 22. September 2026 beschreibt, erfasst das System zusätzlich zu Tiefen- und Infrarotdaten weitere Bilddaten, die mit dem gespeicherten Gesichtsmodell abgeglichen werden.

Verarbeitet werden diese Zusatzdaten in der sogenannten Secure Exclave, einer hardwareisolierten Einheit in den M4- und A18-Chips, auf die weder iOS noch Apps, Nutzer oder Apple selbst Zugriff haben.

Neue Architektur hinter der Gesichtserkennung

Die klassischen Tiefen- und Infrarotdaten verarbeitet weiterhin die bekannte Secure Enclave, wie appsystem.fr am 22. September 2026 berichtete. Die zusätzlichen Bilddaten wandelt die Secure Exclave in eine mathematische Gesichtsrepräsentation um, die anschließend mit den in der Secure Enclave hinterlegten Daten verglichen wird.

Ziel der Erweiterung sei es laut der Quelle, das gewohnte Authentifizierungsniveau trotz teilweise unter dem Display verbauter Komponenten zu erhalten – mit besonderem Fokus auf die Geschwindigkeit von Entsperrung und Zahlungsvalidierung.

Face ID selbst nutzt laut macnews.org weiterhin Infrarot-Punktprojektion, Aufmerksamkeitserkennung, Tiefenmessung und ein verschlüsseltes mathematisches Gesichtsmodell.

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Technisch markant ist die Verlagerung des Punktprojektors unter das Display: Pixel rund um den Sensor werden deaktiviert, damit Infrarotlicht durchdringen kann. Laut iphoneislam.com sitzt die Face-ID-Infrarotkamera unter dem OLED-Display oben links; jede zweite Pixelreihe über der Kamera fehlt für den Infrarotdurchlass, mit einem graduellen Übergang zur Kaschierung.

Ein Spezialfilter unter dem OLED blockiert zudem sichtbares Licht. Diese Verlagerung ermöglichte laut businesstoday.in die Verkleinerung der Dynamic Island, in der weiterhin Selfie-Kamera und Infrarot-Punktprojektor verbleiben. Laut appleinsider.com betrifft die Änderung nur die Geschwindigkeit, nicht die Genauigkeit der Erkennung.

Spekulationen durch Support-Dokumentation

Für Aufsehen sorgte laut headlinesbriefing.com das Wort „maintain“ in einer aktualisierten Apple-Support-Dokumentation, das Spekulationen über eine möglicherweise geschwächte Face-ID-Leistung durch die Verlagerung des Punktprojektors unter das Display auslöste. Entdeckt wurde der entsprechende Hinweis nach Angaben von macnews.org von Sam Fathi und in der aktualisierten Support-Dokumentation bestätigt.

Berichte über Abstürze und Fehlfunktionen

Parallel zur technischen Debatte häufen sich seit dem Marktstart des iPhone 18 Pro Nutzerberichte über Probleme. Laut techtimes.com melden Käufer seit dem Verkaufsstart am 18. September 2026 Abstürze und Neustarts bei Face ID – nicht beim Entsperren des Sperrbildschirms, sondern bei der In-App-Authentifizierung, etwa in Passwords, Safari Private Browsing oder Apple Wallet, wenn ein erster Scan fehlschlägt und die Wiederholung angetippt wird. 9to5Mac konnte den Fehler demnach auf mindestens einem europäischen Gerät reproduzieren; Diagnoselogs zeigten Kernel-Panics.

In einem von Macworld verfolgten Reddit-Thread bestätigten 22 von 24 Antworten das Problem, ein Pro-Max-Nutzer berichtete von drei Neustarts an einem Tag, ein anderer von rund fünf Abstürzen mit entsprechenden Logs.

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MacRumors identifizierte laut techtimes.com zudem Fehlermeldungen wie „Face ID is Not Available“ beim Einrichten sowie inkonsistentes Verhalten der Einstellung „Require Attention for Face ID“.

Sowohl 9to5Mac als auch MacRumors werten den Fehler als Softwareproblem in iOS 27, nicht als Hardwaredefekt. Ein Apple-Support-Mitarbeiter, der einem Nutzer einen Hardwaretausch empfohlen hatte, habe laut Benjamin Mayo von 9to5Mac „wahrscheinlich“ falsch diagnostiziert.

Applemagazine.com schildert den Fall eines Pro-Max-Nutzers, bei dem die Face-ID-Animation beim Aktivieren der Authentifizierung für Safari Private Browsing eingefroren sei, woraufhin sich das Gerät Sekunden später abgeschaltet habe.

Ein anderer Nutzer berichtete, Apple habe das Telefon getestet und ersetzt; das Ersatzgerät habe das Problem laut Folgekommentar nicht gezeigt. Die Quelle betont jedoch, dass ein „panic-full“-Dateiname allein keinen defekten TrueDepth-Sensor belege.

Apples aktualisierte Support-Anleitung verweist auf die TrueDepth-Kamera oben links und nennt mögliche Störfaktoren wie Hüllen, Sichtschutzfolien oder einen Finger bei Querhaltung. Empfohlen werden iOS-Updates, das Freihalten des TrueDepth-Bereichs, ein Geräteneustart oder das Zurücksetzen von Face ID über die Einstellungen.

Eine offizielle Bestätigung eines verbreiteten Defekts, ein Serviceprogramm oder ein bestätigter Software-Fix liegen laut applemagazine.com bislang nicht vor. Der Startpreis des iPhone 18 Pro liegt bei 1.199 US-Dollar, 100 Dollar mehr als beim Vorjahresmodell; iOS 27.2 wird als nächster größerer Update-Zyklus getestet.

Sichtbare Displayspuren und Zubehörhinweise

Neben den Softwareproblemen berichtet macobserver.com von einem leicht verzerrten oder weniger scharfen Bereich im Display neben der Uhr, der besonders bei niedriger Helligkeit, auf einfarbigem Hintergrund, aus bestimmten Winkeln oder bei Nahaufnahmen auffalle.

Ursache seien laut iFixit-Mikroskopaufnahmen die unter dem OLED-Panel platzierte Infrarotkamera und die fehlenden Pixelreihen für den Infrarotdurchlass.

Mit bloßem Auge sei der Effekt kaum sichtbar, Fotos verstärkten ihn jedoch; kontrollierte Tests zur Messung der Sichtbarkeitsunterschiede zwischen Panels lägen nicht vor. Apple habe den Effekt nicht als Displayproblem anerkannt und kein Reparaturprogramm angekündigt.

Auch Displayschutzfolien können laut dem Simmpo-CEO 許展榕 Einfluss auf Face ID haben: Nicht alle matten Folien beeinträchtigten die Erkennung, entscheidend sei das Fertigungsverfahren – eine optische Ätzung mit feiner Struktur störe die Signale nicht, grobkörniges Sandstrahlen könne sie hingegen stören.

Teardowns von REWA Technology, TechInsights und iFixit bestätigten laut mrmad.com.tw, dass beim iPhone 18 Pro erstmals eine Face-ID-Infrarotkamera unter dem OLED-Display oben links verbaut ist, wodurch die Dynamic Island kleiner ausfällt und eine spezielle Pixelanordnung für den Infrarotdurchlass sorgt.

Mehr zum Thema bei AppleInsider: „iPhone 18 Pro uses images & secure exclave in Face ID system“