Facebook AI Mode: Muse Spark durchsucht jetzt das ganze Netzwerk

Metas neuer KI-Modus mit Muse Spark-Suche und kreativen Bildtools startet in den USA. Neue Abo-Modelle ergänzen das Angebot.

Ab sofort steht in den USA ein neuer „AI Mode“ zur Verfügung, der die Suche und Bildbearbeitung grundlegend verändert. Nutzer können künftig per Sprachbefehl komplexe Fragen stellen oder ihre Fotos mit KI-Unterstützung umgestalten.

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Suche der nächsten Generation: Muse Spark analysiert das gesamte Netzwerk

Das Herzstück der Neuerung ist eine intelligente Suchfunktion, die auf Metas eigenem KI-Modell Muse Spark basiert. Anders als klassische Suchmaschinen liefert sie keine Linklisten, sondern direkt formulierte Antworten. Die KI durchforstet dafür öffentliche Beiträge, Gruppen, Reels und Marketplace-Anzeigen aus dem gesamten Meta-Universum – inklusive Instagram und Threads.

Besonders spannend: Nutzer können Rückfragen stellen und das Gespräch mit der KI vertiefen. Das erinnert stark an die Funktionsweise von ChatGPT. Allerdings gibt es auch Risiken: Kritiker warnen vor möglichen Fehlinformationen, wenn die KI auf veraltete oder ungenaue Quellen zurückgreift.

Kreativ-Tools: Vom Trikot-Tausch bis zur Video-Collage

Die neuen Bildbearbeitungsfunktionen lassen das Herz jedes Hobby-Designers höher schlagen. Nutzer können mit wenigen Klicks:

  • Medien-Montagen erstellen: automatische Collagen und Videozusammenstellungen mit synchronisierten Übergangseffekten
  • Stil-Änderungen vornehmen: Kleidung oder Frisuren auf Fotos austauschen – etwa das eigene Outfit gegen ein Trikot der Lieblingsmannschaft
  • Intelligente Vorschläge erhalten: Die KI schlägt passende Inhalte aus der eigenen Galerie vor – allerdings nur auf ausdrücklichen Wunsch der Nutzer

Die Kosten der Bequemlichkeit: Neue Abo-Modelle

Der KI-Rundumschlag hat seinen Preis. Meta führt parallel mehrere Abo-Stufen ein:

  • Facebook und Instagram Plus: 3,99 Euro pro Monat (umgerechnet)
  • Meta One Plus: 7,99 Euro monatlich
  • Meta One Premium: 19,99 Euro pro Monat

Die Basisversion bleibt zwar kostenlos, doch die fortschrittlichen KI-Funktionen sind offenbar den zahlenden Kunden vorbehalten. Das ist kein Zufall: Bereits im Februar startete Meta mit animierten Profilbildern, im März folgten automatisierte Marketplace-Antworten. Anfang Juni erhielten Content-Creator einen KI-Assistenten für Beitragsplanung und Kommentar-Zusammenfassungen.

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Milliarden-Investition in die KI-Zukunft

Hinter dem „AI Mode“ steckt eine gewaltige strategische Wette. Meta plant für 2025 Investitionen zwischen 125 und 145 Milliarden Euro in die technische Infrastruktur. Zum Vergleich: Das ist mehr als der gesamte Jahresumsatz der Deutschen Telekom.

Derzeit ist die neue Funktion nur für mobile Nutzer in den USA verfügbar. Wann der „AI Mode“ nach Deutschland kommt, ist noch offen. Auffällig: Eine Opt-out-Möglichkeit für Nutzer, deren öffentliche Beiträge für die KI-Suche verwendet werden, scheint es nicht zu geben. Das dürfte in Europa mit der DSGVO für Diskussionen sorgen.