Fachkräftemangel: 88% nutzen KI, aber nur ein Drittel skaliert effektiv

DeepLearning.AI richtet sein Kursangebot stärker auf Firmen aus. Der neue Teamplan ergänzt mehr als 150 KI-Kurse für Organisationen.

Die Bildungsplattform DeepLearning.AI hat ihr Angebot für den B2B-Sektor massiv ausgeweitet und bietet nun spezielle Unternehmenskredite für Künstliche Intelligenz an. Das Portfolio umfasst mehr als 150 Kurse, die in Zusammenarbeit mit Branchengrößen wie OpenAI, Anthropic, Google, AWS, Microsoft, Meta, NVIDIA, Hugging Face und LangChain entwickelt wurden.

Die Plattform, die bereits mehr als 10 Millionen Lernende verzeichnet, richtet sich mit einem neuen Teamplan an Organisationen. Dieser kostet 25 US-Dollar pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und ist für Teams mit einer Größe von 10 bis 100 Plätzen konzipiert.

Marktdynamik und steigender Bedarf an KI-Fachkräften

Der Vorstoß von DeepLearning.AI fällt in eine Phase rasanten Marktwachstums. Aktuellen Marktprognosen von IITM Pravartak zufolge wird der weltweite Deep-Learning-Markt von 25,40 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 506,75 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2035 anwachsen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 31,7 Prozent.

Trotz dieser Dynamik besteht bei der Implementierung in Unternehmen weiterhin eine Lücke: Laut einer Untersuchung von McKinsey aus dem Jahr 2025 nutzen zwar 88 Prozent der Unternehmen KI regelmäßig, doch lediglich ein Drittel ist in der Lage, diese Technologien effektiv zu skalieren.

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Diese Entwicklung spiegelt sich auch in nationalen Arbeitsmarktberichten wider. Der India Skills Gap Report 2026 zeigt, dass 40 Prozent der Arbeitgeber eine grundlegende Umgestaltung von Berufsrollen durch KI erwarten.

Gleichzeitig geben 38 Prozent der Befragten an, dass sie zertifizierte Qualifikationen besonders schätzen. Als Reaktion darauf hat der Bildungsdienstleister NIIT fünf neue Programme gestartet, die Bereiche wie KI-Engineering, Full-Stack-Entwicklung und KI-gestütztes Digital-Marketing abdecken.

Diversifizierung der Bildungsangebote für Cloud und Spezialsoftware

Parallel zu den generischen KI-Angeboten konkretisieren Technologieanbieter ihre Schulungspfade für spezialisierte Infrastrukturen. AWS bietet über seinen Skill Builder einen strukturierten Lernplan für Solutions Architects an, der auf Associate- und Professional-Zertifizierungen vorbereitet. Das Programm umfasst Module zu Cloud-Grundlagen, resilienten Systemen sowie Automatisierung und wird vierteljährlich aktualisiert.

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Im Bereich des Datenbankmanagements und der digitalen Forschung werden ebenfalls hochpreisige Spezialkurse nachgefragt. Das Datastat Training Institute bietet Ende August und Anfang September fünftägige Kurse zu digitaler Kompetenz und Forschungskompetenzen in Accra und Dubai an, wobei die Gebühren zwischen 4.000 und 5.000 US-Dollar pro Teilnehmer liegen.

In Delhi bietet AKSWave spezialisierte Trainings für Oracle 19c an, die neben umfangreicher Laborpraxis auch eine Unterstützung bei der Jobvermittlung beinhalten.

Regionale Investitionen in digitale Infrastruktur und Inklusion

Die Notwendigkeit digitaler Kompetenzentwicklung führt weltweit zu erheblichen Investitionen in die physische und digitale Bildungsinfrastruktur. Die Veritas University investiert 1,3 Milliarden Naira in den Bau eines Skills and Innovation Hubs, der im Januar fertiggestellt werden soll. In Zusammenarbeit mit Cisco und Microsoft sollen dort Zertifizierungen ermöglicht werden.

Gleichzeitig forcieren Mobilfunkbetreiber und Stiftungen den Zugang zu digitaler Bildung. MTN Uganda konnte im Rahmen seines ACE-Digital-Skills-Programms kürzlich 503 Jugendliche graduieren. Die Auswertung der Jahre 2022 bis 2024 zeigt für dieses Programm eine Beschäftigungsquote von 88 Prozent.

Ergänzend dazu bieten Initiativen wie IgniteHer der Grace Agbonlahor Foundation voll finanzierte Stipendien für Kurse in den Bereichen Cybersicherheit, Datenanalyse und Python an, um gezielt die Teilhabe von Frauen in technischen Berufsfeldern zu fördern.