Fahrraddiebstähle: Versicherer verlangen bis zu 6000 Franken Selbstbehalt

Serie von Einbrüchen und Diebstählen belastet Betroffene. Versicherer reagieren mit Kündigungen und höheren Selbstbehalten bei Fahrraddiebstählen.

In mehreren Regionen Deutschlands und der Schweiz haben Ermittlungsbehörden in den vergangenen Tagen eine Serie schwerer Diebstähle verzeichnet. Die Bandbreite reicht von Schmuck über Fahrräder bis zu Fahrzeugen. Neben dem finanziellen Schaden rückt nun der Versicherungsschutz der Betroffenen in den Fokus.

Goldschmiede in Mittelfranken ausgeraubt

Einen erheblichen Sachschaden meldete die Polizei nach einem Einbruch in Simmershofen am vergangenen Samstag. Unbekannte Täter entwendeten aus einer Goldschmiede einen mehrere hundert Kilogramm schweren Tresor. Darin befanden sich diverse Wertgegenstände. Zusätzlich erbeuteten die Täter weiteren Schmuck aus den Geschäftsräumen. Den Gesamtschaden beziffern die Behörden auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

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Ebenfalls am Samstag kam es in Haan zu einem Raubüberfall auf eine Seniorin. Eine 74-jährige Frau wurde auf offener Straße von einer Täterin angesprochen. Unter dem Vorwand, wertlose Modeketten zu verschenken, entwendete die Unbekannte ihr eine goldene Halskette. Die Polizei fahndet nach einer korpulenten Frau, die mit einem Van flüchtete.

Fahrraddiebstähle: Versicherungen reagieren

Besonders bei E-Bikes und Fahrrädern beobachten Experten eine angespannte Lage. In Basel hat sich die Zahl der angezeigten E-Bike-Diebstähle massiv erhöht. Waren es 2020 noch 515 Fälle, stieg die Zahl bis 2025 auf 2571 Anzeigen.

Diese Entwicklung hat Folgen für Verbraucher. Einer Schweizer Politikerin wurden innerhalb weniger Monate vier Fahrräder gestohlen – ihre Versicherung kündigte den Hausratvertrag. Branchenkenner berichten, dass neue Verträge in Hochrisikogebieten oft nur mit hohen Selbstbehalten abgeschlossen werden. In Einzelfällen verlangen Versicherer bis zu 6000 Franken. Die Axa bestätigt, dass das Diebstahlrisiko in Städten wie Basel landesweit am höchsten ist.

Einbrüche in Fahrzeuge und Erfolge bei Kontrollen

In Gräfenroda nutzte ein Unbekannter am frühen Freitagabend ein unverschlossenes Fahrzeug aus. Er entwendete eine Geldbörse und ein Mobiltelefon. Handy und Portemonnaie tauchten später im Umfeld wieder auf, das Bargeld im niedrigen dreistelligen Bereich fehlte jedoch.

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In der Nacht zum Freitag schlugen Täter in Prüm eine Seitenscheibe eines Pkw ein und entwendeten eine Geldbörse. In Wadern-Nunkirchen meldete die Polizei am Freitag den Diebstahl eines hochwertigen Kinder-Mountainbikes der Marke Canyon.

Erfolge konnten die Beamten in Neustadt an der Weinstraße vermelden. Bei einer Kontrolle am späten Freitagabend stellten Polizisten einen 17-Jährigen mit einem E-Scooter fest, der bereits im März als gestohlen gemeldet worden war. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Im Zuge der Ermittlungen vollstreckten die Beamten einen offenen Haftbefehl gegen einen Erziehungsberechtigten des Jugendlichen. Der Haftbefehl konnte durch Zahlung einer Geldstrafe abgewendet werden.

In Neuburg an der Donau stoppte die Polizei am Samstagnachmittag zwei Kinder im Alter von zehn und elf Jahren. Die Brüder hatten am Schrannenplatz mit Werkzeug Teile von abgesperrten Fahrrädern abmontiert. Das Diebesgut wurde sichergestellt, die Kinder an ihre Eltern übergeben. Die Ermittler suchen nun nach weiteren Geschädigten.