Verbraucherzentralen und Polizei warnen vor einer neuen Welle betrügerischer Online-Shops. Die Täter ködern mit professionellen Webseiten und extrem günstigen Preisen für Smartphones oder Konsolen – liefern nach Vorkasse-Zahlung aber nichts.
Laut dem aktuellen Phishing-Radar der Verbraucherzentralen nimmt die Zahl der gefälschten Verkaufsplattformen nicht ab. Diese kopieren oft das Design seriöser Händler und nutzen gestohlene Produktbilder. Ihr Ziel: Sie kassieren den Kaufpreis per Überweisung und verschwinden dann. Für die Opfer ist das Geld meist verloren, eine Rückbuchung ist kaum möglich.
So funktioniert die Masche: Günstigpreise und Zeitdruck
Der Betrug basiert auf einer Mischung aus Raffinesse und psychologischem Druck. Die Lockvögel sind Preise, die bis zu 50 Prozent unter dem Marktniveau liegen. Oft suggerieren Countdown-Timer oder Hinweise auf „nur noch 3 Stück“ eine künstliche Verknappung, um zum schnellen Kauf zu drängen.
Das entscheidende Alarmsignal ist die Zahlungsmethode. Zwar werden im Bestellvorgang manchmal Kreditkarte oder PayPal angezeigt, am Ende bleibt aber nur die Überweisung per Vorkasse. Diese ist für Betrüger ideal, weil sie kaum rückgängig zu machen ist.
Gefälschte Trust-Siegel und KI-Bewertungen
Um seriös zu wirken, schmücken sich die Fake-Shops mit gefälschten Gütesiegeln. Teilweise erfinden sie sogar Zertifikate, die angeblich von Verbraucherzentralen stammen. Auch bei Kundenbewertungen ist Vorsicht geboten: Durchweg euphorische Rezensionen sind oft gefakt.
Eine neue, besorgniserregende Entwicklung ist der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Betrüger nutzen KI, um noch überzeugendere Fälschungen zu erstellen – bis hin zu Deepfake-Videos mit Prominenten, die für den Shop werben sollen.
Die größten Warnsignale für Verbraucher
Trotz der Professionalität der Betrüger gibt es klare rote Flaggen. Das wichtigste Prüfkriterium ist ein vollständiges und überprüfbares Impressum. Fehlt es oder enthält es keine Handelsregisternummer, sollten alle Alarmglocken schrillen.
Weitere Warnzeichen sind eine unseriöse Webadresse (z.B. „.de.com“) oder ein Shop-Name, der nicht zum Produktsortiment passt. Verbraucherzentralen bieten Online-Tools wie den „Fakeshop-Finder“ an, um verdächtige Seiten zu checken.
Ein Millionengeschäft für internationale Banden
Der Betrug mit nicht-existenter Ware ist längst ein lukratives Geschäftsfeld. Die Täter agieren oft aus dem Ausland, was die Strafverfolgung erschwert. Laut Erhebungen schaltet die Hälfte der Fake-Shops sogar Werbung auf großen Plattformen wie Google.
Der Schaden für Opfer geht über den finanziellen Verlust hinaus. Oft gelangen die Betrüger auch an persönliche Daten wie Adresse und E-Mail, die sie für Phishing oder Identitätsdiebstahl weiterverkaufen.
Wenn Sie beim Online-Shopping nicht nur auf Preise, sondern auch auf Sicherheit achten wollen: Ein kostenloses Sicherheitspaket erklärt die 5 wichtigsten Schutzmaßnahmen für Android‑Smartphones – von überprüften App‑Einstellungen bis zu sicheren Zahlungs- und Backup‑Routinen. Praktische Schritt‑für‑Schritt‑Anleitungen helfen, Ihre Daten bei WhatsApp, PayPal und Online‑Banking zu schützen. Jetzt Gratis-Sicherheitspaket für Ihr Android-Smartphone sichern
Was tun im Betrugsfall?
Wer auf einen Fake-Shop hereinfällt, sollte umgehend seine Bank kontaktieren – auch wenn die Chancen auf eine Rückbuchung bei Vorkasse gering sind. Entscheidend ist eine sofortige Strafanzeige bei der Polizei. Nur so können Behörden die Seiten vom Netz nehmen und Ermittlungen aufnehmen.
Der beste Schutz bleibt eine gesunde Skepsis bei unrealistischen Schnäppchen und der konsequente Einsatz von Zahlungsmethoden mit Käuferschutz, wie PayPal oder Kreditkarte.





