Besonders betroffen sind Berlin und Thüringen.
Die Täter nutzen psychologische Einschüchterung und technische Tricks an Smartphones. Ihr Ziel: sensible Sozial- und Bankdaten. Die Maschen werden immer raffinierter – sowohl auf der Straße als auch digital.
Impfpass-Kontrollen in Berlin
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf warnt vor einer neuen Masche. Unbekannte treten als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auf und fordern Passanten auf, ihre Impfpässe vorzuzeigen.
Millionen Deutsche nutzen täglich Online-Banking per Smartphone – ohne diesen Schutz ist das gefährlich. Experten warnen: Wer diese 5 Maßnahmen nicht kennt, riskiert Datenverlust und finanzielle Schäden. 5 sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen entdecken
Ihr Ziel: Die persönlichen Daten in den Dokumenten für illegale Zwecke nutzen. Das Gesundheitsamt stellt klar: Niemals führen Mitarbeiter unangekündigte Impfpass-Kontrollen auf offener Straße durch.
Parallel versuchen die Betrüger per Telefon, finanzielle Forderungen zu stellen. Auch hier die klare Ansage der Behörden: Das Gesundheitsamt ruft nicht an, um Geld zu verlangen oder Geschäfte anzubahnen. Jeder Vorfall wird geprüft und zur Anzeige gebracht.
Datenklau in Thüringen
Im Raum Altenburg zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier geben sich Anrufer als Gesundheitsamt-Mitarbeiter aus – und fragen gezielt nach Krankenkassen- und Versicherungsnummern.
Das Landratsamt stellt klar: Diese Anrufe stammen nicht aus der Kreisverwaltung. Die Strategie der Kriminellen: Über scheinbar harmlose Gesundheitsfragen an Identitätsmerkmale gelangen. Die Polizei rät: Sofort auflegen.
Smishing und Voice-Phishing auf dem Vormarsch
Die Kriminalität verlagert sich zunehmend auf digitale Kanäle. Smishing – eine Mischung aus SMS und Phishing – wird zur wachsenden Bedrohung. Die Nachrichten suggerieren dringenden Handlungsbedarf, etwa eine Datenaktualisierung binnen 48 Stunden.
Die Links führen zu gefälschten Portalen, die offiziellen Behördenseiten täuschend ähnlich sehen. Hinzu kommt Spoofing: Die angezeigte Rufnummer wird manipuliert, sodass sie wie eine Behördennummer wirkt.
Die Zahlen sind alarmierend. Interpol verzeichnet in Europa einen Anstieg der Betrugswarnungen um bis zu 69 Prozent. Ein Interpol-Vertreter warnt: Kriminelle nutzen zunehmend Künstliche Intelligenz, um Stimmen zu imitieren oder glaubwürdige Texte zu verfassen.
So schützen Sie sich
Experten raten zu konsequentem Misstrauen bei unaufgeforderten Kontaktversuchen. Offizielle Besuche des Gesundheitsamtes finden nur nach Terminvereinbarung statt. Mitarbeiter müssen sich mit einem Dienstausweis legitimieren.
Regelmäßige Software-Updates allein reichen nicht aus, um Ihr Smartphone gegen raffinierte Betrugsmaschen zu schützen. Welche fünf weiteren Schritte IT-Experten empfehlen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden. Gratis-Sicherheits-Ratgeber jetzt herunterladen
Im digitalen Bereich gilt: Niemals auf Links in SMS von Unbekannten klicken. Offizielle Webseiten immer manuell im Browser aufrufen. Bei Telefonanrufen: Im Zweifel auflegen und die Behörde über die offizielle Rufnummer zurückrufen.
Warum das Gesundheitswesen so lukrativ ist
Gesundheitsdaten sind auf dem Schwarzmarkt besonders wertvoll. Anders als Kreditkartendaten lassen sie sich nicht einfach sperren – sie ermöglichen eine lebenslange Identifizierung.
Der wirtschaftliche Schaden durch Betrug im Gesundheitswesen erreichte zuletzt Rekordwerte. Allein in den letzten zwei Jahren entstanden Schäden in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro durch manipulierte Abrechnungen und gefälschte Rezepte.
Kriminelle Netzwerke nutzen die knappen Ressourcen in der öffentlichen Verwaltung aus. Und die emotionale Komponente: Gesundheitsthemen verleiten Menschen dazu, schneller und unüberlegter zu handeln.
Was kommt?
Sicherheitsexperten erwarten eine weitere Verschärfung der Lage. Die technischen Hürden für KI-gestützte Betrugsversuche sinken. Mobilfunkbetreiber arbeiten an Lösungen, um manipulierte Absendernummern besser zu erkennen.
Behörden planen verstärkte Aufklärungskampagnen. Das Ziel: Ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür schaffen, dass kein staatliches Amt sensible Daten ungesichert per Telefon oder SMS abfragt. Sicherheit im Umgang mit dem Smartphone wird zur Frage des geschulten Verhaltens.





