Faraday Future startet mit Robotern und Blockchain in neue Ära

Der Elektroauto-Hersteller Faraday Future stellt sein neues Konzept 'Robot & Vehicle+' vor und kündigt eine Partnerschaft zur Tokenisierung von Fahrzeugen an.

Faraday Future setzt auf eine Doppelstrategie aus Robotik und Kryptotechnologie, um im Wettbewerb der intelligenten Mobilität zu bestehen. Auf der NADA-Messe in Las Vegas stellte das kalifornische Unternehmen sein neues Portfolio vor.

„Robot & Vehicle +“: Das Auto wird zum Roboter

Der Elektroauto-Hersteller Faraday Future (NASDAQ: FFAI) vollzieht einen strategischen Schwenk. Statt nur Fahrzeuge zu bauen, will das Unternehmen eine integrierte Plattform für intelligente Mobilität schaffen. Kern der neuen Strategie ist das „Robot & Vehicle +“-Konzept. Es sieht das Elektrofahrzeug nicht mehr nur als Transportmittel, sondern als „Fahrzeug-Roboter“ – eine autonome Einheit, die mit ihrer Umgebung interagieren kann.

Parallel zu den Fahrzeugen stellte Faraday Future seine ersten Embodied AI (EAI)-Roboter vor. Das Portfolio umfasst humanoide und nicht-humanoide Modelle. Sie nutzen die gleiche Sensorik, Rechenleistung und Batterietechnologie wie die Elektroautos des Unternehmens. Der erste Roboter hat bereits die Zertifizierung der US-Behörden erhalten und kann sofort verkauft werden. Damit soll schneller operativer Cashflow generiert werden als im kapitalintensiven Autogeschäft allein.

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FX Super One: Der „First Class EAI-MPV“

Das Flaggschiff der neuen Ära ist der FX Super One. Das Multi-Purpose Vehicle (MPV) der Zweitmarke FX soll den Massenmarkt erobern. Seine auffälligste Neuerung ist das Super EAI F.A.C.E. System. Dabei handelt es sich um eine externe Anzeigetechnologie im Kühlergrill. Sie verwandelt die Fahrzeugfront in eine dynamische Kommunikationsschnittstelle. Das Auto kann so Absichten „ausdrücken“ und mit Fußgängern oder anderen Fahrzeugen interagieren.

Technisch setzt der FX Super One auf „TechLuxury“:
* Innenraum: Eine geräumige Kabine auf einem 3,30 Meter langen Radstand mit „Zero-Gravity“-Sitzen und flachem Boden für flexible Layouts.
* Antrieb: Erhältlich als reines Batteriefahrzeug (BEV) oder als AI Hybrid Extended Range (AIHER), um Reichweitenängste zu adressieren.
* Intelligenz: Angetrieben von der „FF EAI 6×4 Technology Platform“, die sechs Technologieplattformen in vier Kernsystemen integriert und hochautonomes Fahren ermöglicht.

Die „Dual-Flywheel“-Strategie: Hardware trifft auf Krypto

Der eigentliche Clou der neuen Ausrichtung ist die sogenannte „Dual-Flywheel“-Strategie. Sie verbindet das physische Produktgeschäft („EAI Flywheel“) mit einer Blockchain-basierten Ökonomie („Crypto Flywheel“).

Kurz vor der Messe gab Faraday Future eine strategische Finanzierungsvereinbarung mit AIxCrypto Holdings Inc. (NASDAQ: AIXC) bekannt. Ein von AIxCrypto benannter Investor kauft Faraday-Future-Aktien im Wert von 10 Millionen Euro. Die Partnerschaft zielt darauf ab, reale Vermögenswerte – wie den FX Super One – zu tokenisieren und Web3-Technologien in das Mobilitätsökosystem zu integrieren. Es entsteht ein Kreislauf, in dem Blockchain-Technologie für Verifizierung, Eigentumsnachweis und neue Nutzermodelle genutzt wird.

Globale Ambitionen und kritischer Zeitpunkt

Die Diversifizierung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Der Einstieg in die Robotik erschließt Faraday Future einen Wachstumsmarkt mit Synergien zur Elektromobilität. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Internationalisierung voran. Erste FX-Super-One-Fahrzeuge wurden bereits an Partner im Nahen Osten ausgeliefert, darunter die UAE Chinese General Chamber of Commerce und Blue Sea Auto. Diese „Co-Creation“-Lieferungen sind Teil eines umfassenden Vertriebsplans für 2026.

Für das laufende Jahr hat sich Faraday Future eine ambitionierte Roadmap gesetzt. Die „6-3-3“-Strategie sieht vor, die EAI-Technologie über sechs Plattformen und drei Produktreihen in drei konkreten Anwendungsszenarien einzusetzen. Ob die gewagte Fusion aus Robotik, Elektroautos und Blockchain erfolgreich ist, wird nun vom Markt entschieden.

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