Mit der allgemeinen Verfügbarkeit von Fedora Asahi Remix 45 erreicht das Betriebssystem Fedora Linux 45 die Apple-Silicon-Plattform. Die Fedora Asahi SIG führt mit dieser Version erstmals eine anfängliche Unterstützung für Apples M3-, M3-Pro- und M3-Max-Prozessoren ein, welche das Asahi-Linux-Projekt auf Upstream-Ebene offiziell unterstützt, wie fedoramagazine.org in einem Bericht vom 2. November 2026 darlegte.
Neuerungen bei Desktop-Umgebungen und Installation
Das System basiert auf der engen Kooperation zwischen der Fedora Asahi SIG und dem Asahi-Linux-Projekt und integriert alle Verbesserungen der Basisausgabe von Fedora Linux 45. Als Standard-Arbeitsumgebung dient KDE Plasma 6.8 auf Basis des Display-Server-Protokolls Wayland. Alternativ steht den Nutzern eine Ausgabe mit GNOME 51 zur Verfügung. Zudem stellt das Projekt Varianten als Server- und Minimal-Image bereit.
Bei der Bereitstellung setzt das Projekt laut einem Bericht von linuxeden.com vom 4. November 2026 auf ein Installationsskript anstelle herkömmlicher ISO-Abbilder. Nach dem Start des Installationsprozesses führt ein auf dem Calamares-Framework basierender Einrichtungsassistent durch das Setup, wie 9to5linux.com am 3. November 2026 berichtete.
Bestehende Installationen von Fedora Asahi Remix 43 oder 44 lassen sich nach Angaben der Fedora Asahi SIG aktualisieren. Das Upgrade ist jedoch ausschließlich über das Verwaltungswerkzeug KDE Plasma Discover oder per DNF System Upgrade auf der Kommandozeile möglich; die Anwendung GNOME Software unterstützt diesen Schritt nicht.
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Fortschritte und Grenzen bei der Hardwareunterstützung
Während die Hardwareunterstützung für ältere Apple-Chips bereits weit fortgeschritten ist, befindet sich die Unterstützung der M3-Reihe in einem frühen Stadium. Nach Angaben der Fedora Asahi SIG fehlen für den M3 derzeit optimierte GPU-Treiber für performante 3D-Beschleunigung. Diese Funktionen sollen zu einem späteren Zeitpunkt über ein Update des Mesa-Grafikstacks nachgereicht werden.
Berichten von itsfoss.com vom 3. November 2026 zufolge arbeitet der Ruhezustand auf M3-Rechnern gegenwärtig nicht fehlerfrei, HDMI-Anschlüsse an MacBook-Modellen bleiben inaktiv und die 3D-Grafikleistung ist noch eingeschränkt. Ein Mac Studio mit M3 Ultra wird bislang nicht unterstützt.
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Im Gegensatz dazu gilt der Betrieb auf Rechnern mit M1- und M2-Prozessoren als weitgehend ausgereift. Dort sind fast alle Kernfunktionen einsatzbereit, darunter Webcams, Mikrofone, Wi-Fi und Bluetooth-Verbindungen. Zudem bestehen die Grafiktreiber für M1 und M2 bereits die Konformitätstests für OpenGL 4.6 sowie Vulkan 1.4.
Die Liste der lauffähigen Geräte umfasst neben den M3-, M3-Pro- und M3-Max-Modellen auch das MacBook Air mit M1 und M2, das MacBook Pro in den Varianten M1, M1 Pro, M1 Max, M2, M2 Pro und M2 Max sowie den Mac Mini mit M1, M2 und M2 Pro. Ebenfalls unterstützt werden der iMac mit M1, der Mac Pro sowie der Mac Studio mit M1 Max, M1 Ultra, M2 Max und M2 Ultra.

