Fedora Linux 45 Beta: GNOME 51 und strengere Sicherheit

Fedora 45 Beta bringt neue Signaturprüfungen, GNOME 51 und aktualisierte Entwicklerwerkzeuge; die finale Ausgabe ist für Oktober vorgesehen.

Das Fedora Project hat die Testversion Fedora Linux 45 Beta zur Erprobung freigegeben. Die Vorabversion steht als direkter Download sowie als Upgrade über die Paketverwaltung DNF zur Verfügung.

Wie aus Berichten vom 15. September 2026 hervorgeht, ist der veröffentlichte Stand technisch identisch mit dem dritten Testkandidaten vom 5. September 2026. Die Veröffentlichung der finalen Fassung ist für den 20. Oktober 2026 geplant, mit dem 27. Oktober 2026 als Ausweichtermin. Die Vorgängerversion Fedora 44 war am 28. April 2026 erschienen.

Strengere Signaturen und angepasste Sicherheitsvorgaben

Mit der neuen Betaversion setzt das Projekt auf restriktivere Sicherheitsstandards bei der Softwareinstallation. Das Paketverwaltungswerkzeug RPM weist unsignierte Pakete nun standardmäßig ab und erzwingt die Prüfung kryptografischer Signaturen. Für Ausnahmefälle lässt sich dieses Verhalten über den Parameter --nosignature umgehen. Zudem ändert DNF5 den Softwareanbieter bei Aktualisierungen nicht mehr selbsttätig.

Beim Zugriffs- und Schlüsselmanagement ersetzt die Komponente oo7 die bisher genutzten Dienste GNOME Keyring und KWallet. Darüber hinaus schränkt das Betriebssystem den Systemaufruf ptrace für unprivilegierte Benutzer standardmäßig ein.

Ein weiterer technischer Umbau betrifft die Textkonsole: Fedora Linux 45 Beta ersetzt die herkömmliche In-Kernel-Konsole durch kmscon als standardmäßiges virtuelles Terminal. Für Systemabstürze steht nun ein DRM-Panic-Frontend bereit, und die Distribution führt reproduzierbare Paket-Builds ein.

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Desktop-Varianten und modernisierte Toolchain

Als technisches Fundament dient Linux 7.2. Für Arbeitsplatzrechner liefert Fedora 45 Workstation die Desktop-Umgebung GNOME 51 aus, während die KDE-Edition mit KDE Plasma 6.7 ausgestattet ist. Nicht in der Beta enthalten sind hingegen MiracleWM, Budgie-Atomic sowie Sway-Atomic.

Für Softwareentwickler und Systemadministratoren bringt die Vorabversion ein umfangreiches Update der System- und Entwicklerwerkzeuge mit. Enthalten sind unter anderem:

  • GCC 16.2, Binutils 2.47, glibc 2.44 und GDB 17.2
  • LLVM 23, Go 1.27 und RPM 6.1
  • Python 3.15, Perl 5.44, Lua 5.5 und Pandas 3
  • OpenSSL 4.0 und Podman 6
  • MySQL 9.7 und MariaDB 12.3
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Systemvarianten und Hardware-Plattformen

Im Bereich der Systemverwaltung und Systemabbilder greifen die Atomic Desktops nun auf den image-builder zurück. Die Variante Fedora CoreOS integriert die Komponenten systemd-oomd und zram. Das Installationsprogramm Anaconda wurde um die Unterstützung für Stratis erweitert; zudem lassen sich Ferninstallationen über die webbasierte Benutzeroberfläche von Anaconda durchführen.

Auch auf spezifischen Hardware-Plattformen gibt es Neuerungen: Die angepasste Ausgabe Asahi Remix 45 Beta unterstützt die Chipsätze M3, M3 Pro und M3 Max.

Entsprechende GPU-Treiber für die M3-Reihe sollen über künftige Mesa-Updates bereitgestellt werden. Zudem wird für mobile Hardware ein Framework Laptop 12 in der KDE Edition ab einem Preis von 699 US-Dollar aufgeführt.