Fedora Linux 45: Neue Ausgabe bringt GNOME 51 und KDE Plasma 6.8

Die neue Fedora-Version bringt aktualisierte Desktop-Umgebungen, Sicherheitsfunktionen und Entwicklerwerkzeuge; Fedora 44 lässt sich per DNF aktualisieren.

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Das Fedora Project hat Fedora Linux 45 als stabile Ausgabe freigegeben. Die Veröffentlichung erfolgt sechs Monate nach dem Vorgänger Fedora 44 und markiert den regulären Halbjahreszyklus der Linux-Distribution. Dem finalen Erscheinen am 3. November 2026 ging ein mehrstufiger Prüfprozess voraus, nachdem der ursprüngliche Zeitplan aufgrund technischer Hürden angepasst werden musste.

Qualitätsfilter nach Verzögerungen bestanden

Die Freigabe basierte auf der finalen Testversion RC 1.4, die das Fedora-Team nach einer Go/No-Go-Entscheidung am 29. Oktober 2026 genehmigte. Zuvor war der Veröffentlichungstermin zweimal verschoben worden.

Geplante Termine am 20. und 27. Oktober 2026 konnten nicht eingehalten werden, da ein Zertifikatsproblem sowie ein Fehler bei der Stratis-Verschlüsselung behoben werden mussten. Im dritten Qualitätsfilter passierte der Build schließlich alle Vorgaben.

Unter der Haube setzt Fedora Linux 45 auf den Kernel Linux 7.2. Der offizielle Upstream-Support für diesen Kernel endete am 1. November 2026, während Linux 7.3 bereits bereitsteht. Das Fedora Project stellt die fortlaufende Pflege und Kernel-Aktualisierungen jedoch über die eigenen Paketquellen bereit.

In den Desktop-Editionen gibt es Neuerungen bei den Benutzeroberflächen: Fedora Workstation nutzt standardmäßig GNOME 51. Die Fedora KDE Plasma Desktop Edition setzt auf KDE Plasma 6.8. Bezüglich des exakten Versionsstands im finalen Build herrschte im Vorfeld Unklarheit, da Berichte aus der Beta-Phase Version 6.7 nannten und andere Quellen auf Version 6.8.1 verwiesen.

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Sicherheitsanpassungen und Neuerungen im Basissystem

Mit der neuen Version führt Fedora Linux 45 vollständig reproduzierbare Paket-Builds ein. Eine vollständige Reproduzierbarkeit aller Pakete im Archiv peilt das Projekt allerdings erst für Fedora 46 an. Zudem dient fortan kmscon als standardmäßige virtuelle Terminalkonsole, und die Prüfung von RPM-Signaturen ist standardmäßig aktiv.

Zu den weiteren Systemanpassungen gehört die Verlagerung der Konfigurationsdateien für RPM-Paketquellen von /etc nach /usr. Bei der Verwaltung von Anmeldedaten ersetzt die Bibliothek oo7 künftig GNOME Keyring sowie KWallet als Secrets-Provider. Aus Sicherheitsgründen ist der Systemaufruf ptrace standardmäßig restriktiver eingestellt, während der Wechsel des Paket-Anbieters bei DNF5 standardmäßig abgeschaltet bleibt.

Fedora Atomic erhält neu aufbereitete Abbilder über den image-builder sowie einen Installer mit Web-Benutzeroberfläche, der auch webbasierte Remote-Installationen ermöglicht. In der containerzentrierten Variante Fedora CoreOS sind systemd-oomd und zram-Swap standardmäßig aktiviert.

Zu den weiteren Systemmodifikationen zählen GRUB-EFI für Confidential Computing, der Einsatz von PAM in den Dienstprogrammen chpasswd und newusers sowie die Unterstützung von IPv6 im NetworkManager.

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Aktualisierte Toolchain und Upgrade-Pfad

Entwickler und Administratoren erhalten eine rundum erneuerte Werkzeugkette. Fedora Linux 45 liefert unter anderem den Compiler GCC 16.2, das Framework LLVM 23, Python 3.15, den Paketmanager RPM 6.1, die Kryptographiebibliothek OpenSSL 4.0 sowie die Container-Laufzeitumgebung Podman 6 aus.

Bestandssysteme auf Basis von Fedora 44 können über das Werkzeug DNF per System-Upgrade auf den neuen Versionsstand aktualisiert werden. Für ältere Installationen drängt die Zeit: Fedora 43 erreicht Anfang Dezember 2026 das Ende des regulären Unterstützungszeitraums.