Ferrari Luce: Das erste Elektroauto des Sportwagen-Pioniers enthüllt sein revolutionäres Cockpit

Ferrari stellt mit dem Luce ein Elektroauto vor, dessen von LoveFrom gestaltetes Interieur auf physische Bedienelemente statt auf große Bildschirme setzt und eine neue Designphilosophie definiert.

Ferrari definiert mit dem Ferrari Luce das Luxus-Elektroauto neu – durch ein Cockpit, das auf physische Bedienelemente statt auf riesige Bildschirme setzt. Das Design entstand in Zusammenarbeit mit Jony Ives Kreativfirma LoveFrom und fühlt sich an wie der lange erwartete Apple Car.

Ein Cockpit wie aus Cupertino: Die LoveFrom-Kooperation

Die Innengestaltung des Luce ist das erste große Ergebnis der 2021 besiegelten Partnerschaft zwischen Ferrari und LoveFrom, der Agentur des ehemaligen Apple-Designchefs Jony Ive. Der Einfluss ist unverkennbar und markiert eine bewusste Abkehr vom Trend zu dominierenden Touchscreens in der Elektroauto-Branche. Stattdessen setzt das Design auf intuitive, haptisch befriedigende physische Schalter und Hebel.

Verwendet werden Materialien aus der Welt der Highend-Elektronik, wie CNC-gefästertes recyceltes Aluminium und verstärktes Corning Gorilla Glass. Vom minimalistischen Dreispeichenlenkrad bis zu den präzisen Kippschaltern betont die Sprache handwerkliche Wertigkeit. Selbst das Starten wird zum Ereignis: Ein Glas-Key mit E-Ink-Display überträgt beim Andocken einen gelben Schein auf den Glas-Gangwahlhebel.

Analoges Gefühl für die digitale Zukunft

Das Herzstück ist ein hybrides Bedienkonzept. Der Instrumentencluster bewegt sich mit der Lenksäule und nutzt ein mehrschichtiges OLED-Display von Samsung, das einen Parallaxen-Effekt erzeugt. So erhalten die digitalen Anzeigen eine dreidimensionale Tiefe, die an klassische Analoginstrumente erinnert.

Zentral gibt es zwar ein 10-Zoll-Display für Navigation und Medien. Es ist jedoch auf einer Kugelgelenk-Aufnahme montiert und kann sich zum Fahrer oder Beifahrer drehen. Darunter befindet sich eine Reihe filigraner Aluminium-Kippschalter für die Klimaregelung. Eine besondere Innovation ist der „Multigraph“ – eine Kombination aus OLED-Screen und physischem Zeiger, der als Uhr, Kompass oder Launch-Control-Timer fungiert.

Mehr als nur CarPlay: Eine eigene Philosophie

Das Design stellt eine interessante Alternative zu Apples angekündigtem CarPlay Ultra dar, das Fahrzeugfunktionen komplett per Software steuern will. Der Luce wird zwar normales CarPlay unterstützen, setzt für die Integration kritischer Funktionen aber auf durchdachte Hardware statt auf allumfassende Software.

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Ferrari und LoveFrom argumentieren, dass das ultimative Luxuserlebnis nicht vom größten Bildschirm, sondern von der Qualität jeder Interaktion abhängt. Dieses menschenzentrierte Design ist ein Kontrapunkt zum „Tablet-on-Wheels“-Trend und setzt darauf, dass anspruchsvolle Kunden haptisches Feedback und zeitloses Design schätzen.

Der Countdown für Ferraris Elektro-Ära läuft

Das Interieur gibt einen überzeugenden Ausblick darauf, wie Ferrari sein Erbe aus Performance und Emotion ins Elektrozeitalter übersetzen will. Der Luce, der mit einem Vier-Motor-Antrieb über 1.000 PS leisten soll, ist ein Eckpfeiler des Plans, 2026 fünf neue Modelle auf den Markt zu bringen.

Die vollständige Enthüllung inklusive der Karosserie ist für Mai 2026 in Italien geplant. Damit wird das Bild eines Fahrzeugs komplettiert, das sich bereits jetzt als einer der bedeutendsten Neueinsteiger im Elektro-Supercar-Markt abzeichnet. Ferrari baut nicht einfach nur ein Elektroauto – es entwirft eine mutige neue Identität für den elektrischen Sportwagen.