Der Urvater des modernen Rollenspiels ist ab sofort im Abo enthalten: Der Final Fantasy Pixel Remaster des ersten Teils der Kultreihe startet heute im Xbox Game Pass. Für Abonnenten ist der Einstieg in das 1987er-Klassiker-Revival damit kostenlos.
Modernisierter Klassiker mit Komfort-Features
Bei der heutigen Zugabe handelt es sich nicht um die Originalfassung von 1987, sondern um die spezielle Pixel Remaster-Edition. Sie überzeugt mit komplett überarbeiteter 2D-Pixelgrafik für moderne HD-Bildschirme und einem neu arrangierten Soundtrack unter Aufsicht des Originalkomponisten Nobuo Uematsu. Entscheidend sind jedoch die Spielkomfort-Verbesserungen: Ein Auto-Kampf-Modus, eine modernisierte Benutzeroberfläche und die Möglichkeit, zufällige Kämpfe abzuschalten, machen den Einstieg deutlich zugänglicher. Ein Bestiarium und eine Illustrations-Galerie runden das Paket für Fans ab.
Allerdings ist bisher nur der erste Teil der Serie im Abo verfügbar. Die komplette Final Fantasy I-VI Pixel Remaster-Sammlung war zwar bereits Ende 2024 im Xbox-Store käuflich, die Teile zwei bis sechs fehlen im Game Pass jedoch noch. Ein strategisches Vorgehen?
Square Enix öffnet sich weiter für Xbox
Die Game-Pass-Integration markiert einen weiteren Schritt in der Multiplattform-Strategie von Square Enix. Nachdem die Sammlung bereits im September 2024 einzeln auf Xbox erschien, senkt der Abo-Eintritt nun die Hemmschwelle für eine komplett neue Spielergeneration. Der „kostenlose“ Zugang im Abo könnte Neugierige überzeugen, die vor einem Kauf eines Retro-RPGs zurückschrecken. Diese Taktik nutzen Verlage zunehmend, um Interesse an älteren Marken zu wecken und gleichzeitig neue Titel zu bewerben.
Der Release unterstützt zudem die „Play Anywhere“-Funktion. Spielstände lassen sich damit nahtlos zwischen PC- und Xbox-Version synchronisieren – ein erwarteter Standard bei Game-Pass-Titeln, der die Flexibilität für Mehrgeräte-Spieler erhöht.
Teil einer massiven Januar-Welle
Der Final-Fantasy-Start ist nur ein Puzzleteil der umfangreichen „Wave 1“-Updates im Januar 2026. Neben dem RPG erhielten Abonnenten diese Woche bereits Zugriff auf Warhammer 40.000: Space Marine: Master Crafted Edition und Atomfall. Die kommenden Wochen bringen weitere Schwergewichte: Das Open-World-Abenteuer Star Wars Outlaws folgt am 13. Januar, der Survival-Horror-Blockbuster Resident Evil Village am 20. Januar.
Diese Mischung aus Retro-Kult und modernen AAA-Titeln unterstreicht Microsofts Strategie: Der Game-Pass-Katalog soll durch eine breite Diversifikation alle Gamer-Typen ansprechen – vom nostalgiegetriebenen Veteranen bis zum Grafik-Enthusiasten.
Drip-Feed-Strategie und Ausblick auf Japan
Die gezielte Veröffentlichung nur des ersten Teils wirft eine Frage auf: Plant Microsoft einen drip-feed der restlichen Remasters? Branchenbeobachter halten es für plausibel, dass bei erfolgreichen Nutzerzahlen die Teile zwei bis sechs im Laufe des Jahres 2026 nachgereicht werden könnten. So ließe sich die Abonnenten-Bindung über Monate strecken.
Langfristig festigt der Move die Partnerschaft zwischen Xbox und japanischen Publishern. Nach Jahren der Kritik am JRPG-Mangel auf der Plattform demonstriert der stetige Strom von Titeln großer Studios wie Square Enix, Sega und Atlus in den Game Pass einen klaren Kurswechsel.
Ab sofort können PC- und Xbox-Spieler das Abenteuer starten, das eine ganze Ära prägte. Der Final Fantasy Pixel Remaster steht allen Game Pass Ultimate- und PC Game Pass-Mitgliedern zum Download bereit.





