Die Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA hat die Plattform Fx Pro Capital auf ihre Warnliste gesetzt. Der Anbieter steht im Verdacht, ohne Genehmigung auf dem Finanzmarkt zu operieren. Für Anleger droht der Totalverlust ihrer Einlagen.
Verdacht auf unerlaubte Geschäftstätigkeit
Die FINMA nahm Fx Pro Capital am 14. Januar 2026 offiziell in ihre Warnliste auf. Konkret bemängelt die Behörde, dass für die unter der Domain fxprocapital.io agierende Entität kein Eintrag im Schweizer Handelsregister existiert. Auch die deutsche BaFin betont, dass Anbieter von Finanzdienstleistungen in Deutschland eine explizite Erlaubnis benötigen – eine Lizenz, die Fx Pro Capital laut aktuellen Erkenntnissen nicht vorweisen kann.
Experten sehen im fehlenden Impressum und intransparenten Unternehmensdaten bereits ein massives Warnsignal. Solche Plattformen werben oft aggressiv mit unrealistischen Versprechen von hohen Gewinnen bei minimalem Risiko.
Perfider Klon-Betrug durch Namensähnlichkeit
Ein besonders tückischer Aspekt ist die gezielte Verwechslungsgefahr. Der Name Fx Pro Capital ähnelt stark dem des weltweit regulierten Brokers FxPro. Zwischen dem seriösen Anbieter FxPro (fxpro.com) und der gewarnten Plattform besteht jedoch keinerlei Verbindung.
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Betrüger nutzen diese Ähnlichkeit aus, um Vertrauen zu erschleichen. Anleger könnten positive Bewertungen des legitimen Brokers finden und dieses Vertrauen fälschlicherweise auf die Klon-Plattform übertragen. Sicherheitsexperten raten dringend, stets die exakte Domain zu prüfen. Unregulierte Anbieter nutzen oft Endungen wie .io, .ltd oder .cc.
So läuft die Betrugsmasche ab
Die Vorgehensweise folgt laut Ermittlern einem klassischen Muster, das als „Pig Butchering“ bekannt ist.
- Kontaktaufnahme: Potenzielle Opfer werden über soziale Medien, Messenger wie WhatsApp oder gefälschte Nachrichtenartikel angesprochen.
- Köder: Die Betrüger bewegen das Opfer zu einer kleinen Erst-Einzahlung, oft um die 250 Euro.
- Gewinnillusion: Auf der Plattform werden steigende Kurse und Gewinne simuliert – die Charts sind laut IT-Forensikern manipuliert.
- Druck und Abzocke: Beantragt das Opfer eine Auszahlung, kommen angebliche „Account Manager“ per Telefon. Sie fordern unter massivem Druck weitere Einzahlungen für Gebühren, Steuern oder Liquiditätsnachweise.
- Fernzugriff als größtes Risiko: Oft wird die Installation von Programmen wie AnyDesk oder TeamViewer gefordert, um „bei der Einrichtung zu helfen“. Kriminelle erhalten so vollen Zugriff auf das Online-Banking der Opfer.
Kein Schutz für Anleger
Die Aufnahme in die FINMA-Warnliste ist ein klares Signal: Fx Pro Capital operiert illegal. Für Anleger bedeutet das, dass keine Einlagensicherung greift. Bei einem sogenannten „Exit Scam“ – dem plötzlichen Abschalten der Seite – ist das Geld meist verloren.
Rechtsanwälte weisen darauf hin, dass die Durchsetzung von Forderungen gegen Anbieter mit Sitz in Offshore-Paradiesen äußerst schwierig ist. Die jährlichen Schäden durch Online-Anlagebetrug im DACH-Raum liegen laut Kriminalämtern im dreistelligen Millionenbereich. Die Dunkelziffer ist hoch, da viele Opfer aus Scham nicht zur Polizei gehen.
Das können Betroffene tun
Haben Anleger bereits Geld überwiesen, empfehlen Verbraucherschützer sofort zu handeln:
- Sofort stoppen: Keine weiteren Zahlungen leisten, egal welcher Druck ausgeübt wird.
- Bank informieren: Bei Kreditkartenzahlungen kann ein „Chargeback“-Verfahren versucht werden. Bei Überweisungen ist die sofortige Kontaktaufnahme mit der Hausbank entscheidend.
- Sicherheit herstellen: Falls Fernwartungssoftware installiert wurde, sofort deinstallieren, den PC prüfen lassen und alle Online-Banking-Passwörter ändern.
- Anzeige erstatten: Den Betrug bei der örtlichen Polizei oder online bei den Landeskriminalämtern melden. Meldungen an FINMA oder BaFin helfen den Behörden.
Wachsamkeit bleibt der beste Schutz
Experten rechnen damit, dass solche betrügerischen Plattformen auch 2026 weiter aktiv sein werden. Die Täter sind flexibel: Wird eine Domain gesperrt, taucht das Angebot oft kurz darauf unter neuem Namen wieder auf.
Die Aufsichtsbehörden arbeiten an schnelleren Warnmechanismen. Bis dahin bleibt die Eigenverantwortung der Anleger der wichtigste Schutz. Seriöse Anbieter lassen sich immer in den Datenbanken der BaFin oder FINMA verifizieren – ein kurzer Check, der viel Ärger und Geld sparen kann.
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