Mozilla veröffentlicht Firefox 150 mit KI-Funktion „Shake to Summarize“ für Android und erweitert Sprachunterstützung auf iOS.
Der Browser-Hersteller setzt damit seinen Kurs fort, künstliche Intelligenz gezielt für mobile Nutzer zugänglich zu machen. Die neue Version erschien am 22. April 2026 und markiert einen wichtigen Schritt in der mobilen Strategie des Unternehmens.
Während Browser-Hersteller KI-Funktionen direkt in den Alltag integrieren, wissen viele Nutzer noch nicht, wie sie das volle Potenzial dieser Assistenten ausschöpfen können. Ein kostenloser PDF-Report mit fertigen Anleitungen und Beispiel-Prompts zeigt Ihnen, wie Sie KI-Tools wie ChatGPT sofort für Ihre Organisation und Freizeit nutzen. Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben in Sekunden
Shake to Summarize kommt auf Android
Das Herzstück des Updates: Die Funktion „Shake to Summarize“ ist erstmals für Android-Nutzer verfügbar. Bisher war sie iPhone-Usern in den USA vorbehalten. Durch Schütteln des Geräts oder Tippen auf ein Blitz-Symbol in der Adressleiste erstellen Nutzer automatisch Zusammenfassungen langer Webinhalte.
Die Technologie erkennt den Inhaltstyp und passt ihre Ausgabe an:
- Nachrichtenartikel: Fokus auf Kernaussagen und Hauptfakten
- Kochseiten: Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus Rezepten
- Sportseiten: Ergebnisse und Statistiken
Die Zusammenfassung funktioniert derzeit nur bei Seiten mit weniger als 5.000 Wörtern – das soll die Qualität sichern.
Gleichzeitig erweitert Mozilla die Sprachunterstützung auf iOS. Ab sofort versteht Shake to Summarize Deutsch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Italienisch – bisher war die Funktion nur auf Englisch verfügbar.
Hybride Verarbeitung: Lokal oder in der Cloud
Mozilla setzt auf einen zweistufigen Ansatz für die Zusammenfassungen:
- Auf neueren iPhones (iPhone 15 Pro und neuer mit iOS 26 oder höher) läuft die Verarbeitung lokal über Apple Intelligence. Das schützt die Privatsphäre und liefert schnellere Ergebnisse.
- Auf älteren iPhones und Android-Geräten nutzt Firefox Mozillas Cloud-Dienst. Die Webseiten-Inhalte werden verschlüsselt übertragen, verarbeitet und als Overlay zurückgesendet.
Mozilla betont, dass die Cloud-Interaktionen sicher ablaufen. Die Wahl der KI-Modelle, darunter Mistral Small, sei ein Kompromiss aus Geschwindigkeit und dem Bekenntnis zu Open-Source-Prinzipien.
KI-Kill-Schalter für alle Nutzer
Firefox 150 bringt einen globalen Ausschalter für KI-Funktionen. Die bereits im Februar 2026 eingeführten „KI-Steuerungen“ (Version 148) sind nun für alle Android- und iOS-Nutzer verfügbar. Ein einziger Schalter deaktiviert sämtliche KI-Erweiterungen.
Im Menü können Nutzer:
- Alle KI-Funktionen auf einmal blockieren
- Einzelfunktionen wie die Schüttel-Geste deaktivieren
- Manuelle Zusammenfassungen weiter nutzen
CEO Anthony Enzor-DeMeo positioniert diesen „Opt-in“-Ansatz als Alleinstellungsmerkmal: Die KI solle für diejenigen da sein, die sie wollen – und für alle anderen unsichtbar bleiben. Wer die KI-Blockade aktiviert, erhält künftig keine Erinnerungen oder Aufforderungen mehr.
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Nützliche Werkzeuge für den mobilen Alltag
Neben den KI-Funktionen bringt Firefox 150 praktische Updates:
- Split-View: Links lassen sich per Langdruck direkt im geteilten Bildschirm öffnen
- Tab-Management: URLs mehrerer Tabs gleichzeitig kopieren
- Echtzeit-Übersetzung: „Translate“ in die Adressleiste tippen für sofortige Übersetzungen
- PDF-Editor: Seiten neu anordnen, löschen oder exportieren
- Integriertes VPN: 50 Gigabyte geschütztes Surfen pro Monat – ohne Extra-Abo
Branchenkontext: Mozilla setzt auf Nutzerkontrolle
Während Google und Microsoft KI-Chatbots tief in ihre Browser integrieren, geht Mozilla einen anderen Weg. Die KI-Seitenleiste und Shake to Summarize erlauben Nutzern, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen – darunter Anthropics Claude, ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Copilot.
Das Feature erhielt eine besondere Erwähnung in der TIME-Liste der besten Erfindungen 2025. Branchenbeobachter sehen darin den Versuch, das Vertrauen erfahrener Nutzer zu gewinnen, die der raschen KI-Integration in Software skeptisch gegenüberstehen.
Ausblick: Firefox 151 kommt im Mai
Der nächste große Update, Firefox 151, ist für den 19. Mai 2026 geplant. Erwartet werden:
- Intelligente Tab-Gruppen: Automatische Vorschläge für thematische Sammlungen
- KI-Fenster: Kontrollierte Umgebung für tiefere Interaktion mit KI-Assistenten – komplett optional
Die vollständige Einführung der KI-Steuerungen auf allen Plattformen soll bis Ende Mai abgeschlossen sein. Dann steht der globale Kill-Schalter allen Nutzern weltweit zur Verfügung.





