Firefox 155: Mozilla behebt kritische Lücken und bringt KI-Funktion

Mozilla beseitigt mehrere Sicherheitsprobleme in Firefox und Thunderbird. Firefox 155 ergänzt zudem KI-Funktionen, Tracker-Zähler und neue Webstandards.

Mozilla hat mehrere Schwachstellen in Firefox, Firefox ESR und Thunderbird identifiziert. Angreifer könnten die Lücken nutzen, um Privilegien zu erhöhen, Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, vertrauliche Informationen offenzulegen sowie Spoofing-, Clickjacking- oder Denial-of-Service-Angriffe auszuführen.

Kritische Updates bei Drittanbietern

Die Sicherheitslage bei Mozilla-Produkten beschäftigt bereits seit Monaten auch die Distributoren von Linux-Systemen. Oracle Linux stufte ein Sicherheitsupdate für Thunderbird als kritisch ein: Das Update ELSA-2026-49922 behebt mehrere Schwachstellen, darunter CVE-2026-16412 mit einem CVSS-v3-Wert von 9,8. Für diese Lücke existiert bereits ein Exploit.

Betroffene Systeme sollten auf Thunderbird Version 140.13.0 ESR aktualisiert werden. Zuvor hatte Oracle Linux bereits ein weiteres kritisches Update (ELSA-2026-49921) veröffentlicht, das ebenfalls CVE-2026-16412 mit einem CVSS-Wert von 9,8 adressierte und insgesamt 34 CVEs schloss – auch hierfür war ein Exploit verfügbar.

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Auch Red Hat reagierte im Laufe des Jahres mehrfach auf Sicherheitslücken in Firefox. Ein als kritisch eingestuftes Update (RHSA-2026:7671) behob fünf CVEs, darunter CVE-2026-5734 mit einem CVSS-Wert von 9,8, wofür ebenfalls ein Exploit vorlag; das Update hob Firefox ESR auf Version 140.9.1 an.

Ein weiteres kritisches Update (RHSA-2026:21743) schloss vier Schwachstellen, darunter CVE-2026-7321 mit einem CVSS-Wert von 9,6, und brachte Firefox ESR auf Version 140.10.1 – hier waren laut Red Hat keine Exploits bekannt.

Ein zusätzliches, als hoch eingestuftes Update (RHSA-2026:24510) behandelte drei CVEs, darunter CVE-2026-8094 mit einem CVSS-Wert von 7,5, und aktualisierte auf Firefox ESR 140.10.2, ebenfalls ohne bekannte Exploits.

Firefox 155 bringt neue Funktionen

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Parallel zu den Sicherheitsmeldungen veröffentlichte Mozilla die neue Version Firefox 155. Das Update behebt unter anderem einen Fehler im Zusammenhang mit dem Ruhezustand unter Linux und unterstützt nun Happy Eyeballs v3 sowie QUIC v2 für HTTP/3.

Zu den neuen Funktionen zählt zudem ein sogenanntes Smart Window, das auf künstlicher Intelligenz basiert und zunächst in den USA, Kanada und Frankreich eingeführt wird. Die Funktion ist optional, erfordert ein Mozilla-Konto und greift auf KI-Modelle von Alibaba, OpenAI und Google zurück.

Weitere Neuerungen in Firefox 155 umfassen einen Zähler für blockierte Tracker in der Adressleiste, Übersetzungsunterstützung für Urdu und Marathi, eine PDF-Skalierung über 100 Prozent sowie Unterstützung für den Nintendo Switch Pro Controller.

Für Entwickler bringt die neue Version zudem technische Erweiterungen wie eine kompakte WebAssembly-Import-Sektion, WebAssembly Wide Arithmetic, die font-width-Eigenschaft, Verbesserungen bei WebRTC sowie die CSS-Funktion progress().

Nutzern von Firefox, Firefox ESR und Thunderbird wird angesichts der gemeldeten Schwachstellen empfohlen, ihre Software zeitnah auf die aktuellen Versionen zu aktualisieren, um sich vor möglichen Angriffen zu schützen.