Firefox 155: Mozilla beschleunigt Webseiten mit Happy Eyeballs v3

Mozilla veröffentlicht Firefox 155 mit Happy Eyeballs v3, erweitertem Smart Window und zahlreichen Verbesserungen für Web, Systeme und Entwickler.

Mozilla hat Firefox 155 veröffentlicht – die erste Version des Browsers im neu eingeführten zweiwöchentlichen Release-Zyklus. Die Builds waren bereits vorab über Verteilerkanäle wie ftp.mozilla.org zum Download verfügbar. Mit der neuen Ausgabe bringt Mozilla neben bekannten Funktionen wie Smart Window und KI-Integration auch technische Verbesserungen unter der Haube, die vor allem die Ladegeschwindigkeit von Webseiten betreffen.

Happy Eyeballs v3 soll Ladezeiten verkürzen

Kernstück der Netzwerk-Neuerungen in Firefox 155 ist die Einführung von Happy Eyeballs v3. Das Verfahren testet parallel sowohl IPv4- als auch IPv6-Verbindungen sowie die Protokolle HTTP/2 und HTTP/3, um für jede Verbindung den schnellsten verfügbaren Weg zu ermitteln. Dadurch soll der Browser beim Verbindungsaufbau weniger Zeit verlieren, wenn bestimmte Protokolle oder Adressfamilien langsamer oder gar nicht erreichbar sind. Ergänzend unterstützt Firefox 155 nun auch QUIC v2 für HTTP/3, was die zugrundeliegende Transportschicht moderner Webverbindungen weiter absichert.

Smart Window mit erweiterter Verfügbarkeit

Die mit früheren Versionen eingeführte Funktion Smart Window steht mit Firefox 155 nun auch Nutzern in den USA, Kanada und Frankreich zur Verfügung und lässt sich optional aktivieren. Für die Funktion greift Mozilla auf KI-Modelle von Alibaba, OpenAI und Google zurück.

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Weitere Neuerungen im Überblick

Firefox 155 bringt zudem einen Live-Tracker-Zähler in der Adressleiste, der Nutzern anzeigt, wie viele Tracker auf einer Seite blockiert wurden. Unter Linux hat Mozilla einen Fix implementiert, der Probleme im Zusammenhang mit dem Ruhezustand des Systems behebt. Auch ein Fehler, durch den Text in der Online-Version von Microsoft Word verschwand, wurde behoben.

Für Windows-Nutzer unterstützt der Browser nun den Nintendo Switch Pro Controller. Wer mit mehreren Konten über Multi-Account Containers arbeitet, kann die Reihenfolge der Container künftig anpassen.

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Auf technischer Seite wurden mit Compact Import und Wide Arithmetic (128-Bit) neue WebAssembly-Funktionen eingeführt, während im CSS-Bereich unter anderem die Funktionen font-width, progress(), alpha() und attr() hinzukamen; das Limit für CSS-Verschachtelungen wurde auf 75 Ebenen festgelegt.

Darüber hinaus lässt sich die PDF-Anzeige nun über 100 Prozent hinaus skalieren, und Mozilla hat Übersetzungen für Urdu und Marathi ergänzt. Mailto-Links öffnen künftig nur noch nach einer aktiven Nutzeraktion, zudem wurde die Domain für Captive-Portal-Erkennung geändert.

Auf mobilen Plattformen wurde für Android ein Shortcut zum Bearbeiten sowie ein Fix für das automatische Schließen der Autofill-Funktion nachgerüstet. Für macOS behebt Firefox 155 ein Problem im Zusammenhang mit der Notch, während im privaten Modus sowie bei Audio-Streams ebenfalls Fehlerkorrekturen einflossen.

Entwickler profitieren von Verbesserungen an den DevTools, darunter Unterstützung für prefers-reduced-motion, das JSONL-Format sowie einen neuen Shortcut für Breakpoints, ergänzt um Fortschritte bei WebRTC- und SVG-Funktionen sowie die Einführung von Promise.allKeyed.