Die Entwicklerteams von Google und Mozilla haben umfangreiche Sicherheitsupdates für ihre Webbrowser veröffentlicht. Mit den neuen Versionen von Chrome und Firefox werden zahlreiche Schwachstellen behoben, von denen einige als kritisch oder hochriskant eingestuft werden. Berichten zufolge sind zum jetzigen Zeitpunkt keine aktiven Ausnutzungen dieser Sicherheitslücken bekannt.
Google behebt kritische Schwachstellen in Chrome 152
In der aktuellen Version Chrome 152 adressiert Google insgesamt 26 Fehler. Besonders hervorzuheben sind zwei als kritisch bewertete Use-after-Free-Schwachstellen. Diese betreffen die Bereiche Shared Tab Groups (CVE-2026-84353) sowie WebGL (CVE-2026-84352). Durch solche Sicherheitslücken könnten Angreifer potenziell Speicherfehler ausnutzen, um Schadcode auszuführen oder die Kontrolle über Browserprozesse zu erlangen.
Das Update dient der allgemeinen Systemstabilität und der Absicherung der Nutzerdaten. Google empfiehlt Anwendern, die Aktualisierung zeitnah durchzuführen, um von den Fehlerbehebungen zu profitieren.
Mozilla Firefox 155 führt neuen Release-Zyklus ein
Mozilla hat mit der Veröffentlichung von Firefox 155 nicht nur sicherheitsrelevante Korrekturen vorgenommen, sondern auch den Umstieg auf einen neuen Veröffentlichungsrhythmus vollzogen. Der Browser erscheint nun in einem zweiwöchigen Zyklus. In der aktuellen Version wurden insgesamt 109 Schwachstellen korrigiert. Davon entfallen 29 auf spezifische Sicherheitsfehler, von denen 13 als hochriskant eingestuft sind.
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Neben den Sicherheitsaspekten bringt die Version 155 technische Neuerungen zur Beschleunigung des Verbindungsaufbaus. Hierfür wurden Happy Eyeballs v3 und QUIC v2 (RFC 9369) für HTTP/3 implementiert. Für Nutzer in den USA, Kanada und Frankreich wurde zudem die KI-Funktion „Smart Window“ eingeführt. Dieser Assistent soll Anfragen deutlich schneller beantworten und dabei Exa-Quellen nutzen.
Weitere funktionale Verbesserungen umfassen:
* Eine Anzeige der Anzahl blockierter Tracker direkt in der Adressleiste.
* Die Möglichkeit, Container manuell umzusortieren.
* Neue Übersetzungsunterstützung für die Sprachen Marathi und Urdu.
* Unterstützung für den Nintendo Switch Pro Controller unter Windows.
* Erweiterte Optionen beim PDF-Druck mit Vergrößerungen über 100 %.
Plattformspezifische Korrekturen und bekannte Probleme
Mozilla adressiert zudem Betriebssystem-spezifische Probleme. Unter Linux wurden Fehler im Zusammenhang mit dem Schlafmodus sowie Anzeigeprobleme bei Microsoft 365 behoben. Für macOS-Nutzer wurden Korrekturen an der Notch-Anzeige und dem Vollbild-Letterboxing auf MacBooks vorgenommen. Auch Abbrüche bei Hintergrund-Audio-Wiedergaben sollen der Vergangenheit angehören.
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Trotz der Neuerungen weist Mozilla auf ein bekanntes Problem in Firefox 155 hin. In Umgebungen mit blockiertem UDP-Verkehr, wie es oft in Unternehmensnetzwerken der Fall ist, kann es zu langsamen Ladezeiten oder unerreichbaren Webseiten kommen.
Als vorübergehende Lösung wird empfohlen, in der Konfiguration den Wert für den beschleunigten Verbindungsaufbau manuell zu deaktivieren. Ein offizieller Fix in Form der Version 155.0.1 ist für die kommenden Tage geplant.
Während Firefox 155 bereits ausgerollt wird, steht die Beta-Version für den Nachfolger Firefox 156 bereits zur Verfügung. Die Veröffentlichung der stabilen Version 156 wird für Mitte September erwartet. Nutzer von Werbeblockern erhalten zudem die Bestätigung, dass uBlock Origin weiterhin in Firefox unterstützt wird.

