Firefox 159: Mozilla schließt 167 Sicherheitslücken, 108 davon schwer

Mozilla behebt 108 hoch eingestufte Schwachstellen und ergänzt Firefox um Änderungen bei Bedienung, Datenschutz und Plattformunterstützung.

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Mozilla hat die neue Browserversion Firefox 159 für Windows, macOS und Linux freigegeben. Das Update schließt insgesamt 167 Sicherheitslücken, von denen 108 mit einem hohen Schweregrad eingestuft wurden.

Der Schwerpunkt der Behebungen liegt auf Fehlern im Speichermanagement, darunter Buffer Overflows und Use-after-free-Schwachstellen. Mozilla stuft das zugehörige Sicherheitsbulletin MFSA 2026-118 insgesamt mit einem hohen Risiko ein und rät Nutzern zu einer zügigen Aktualisierung.

Neue Zählweise und Unterstützung durch KI-gestützte Analyse

Die ungewöhnlich hohe Zahl an gemeldeten Schwachstellen geht auf eine methodische Anpassung zurück. Wie Mozilla am 27. Oktober 2026 mitteilte, werden intern entdeckte Speicherfehler nicht mehr in einer einzigen Sammel-CVE zusammengefasst, sondern einzeln als eigenständige Einträge geführt. Ein direkter Vergleich mit früheren Versionsstatistiken ist daher nicht aussagekräftig.

Von den 167 CVE-Kennungen sind 108 als hoch (64,7 Prozent), 52 als mittel (31,1 Prozent) und 7 als niedrig (4,2 Prozent) eingestuft. Kritische Schwachstellen wurden nicht verzeichnet; zudem liegen keine Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der Lücken vor.

Bemerkenswert ist die Mitwirkung externer Werkzeuge: Mozilla zufolge gehen 34 Einträge auf OpenAI Codex Security zurück, während weitere sieben von der OpenAI-Forscherin Amy Burnett gemeldet wurden, womit insgesamt 41 Lücken auf diesen Bereich entfallen.

Zu den behobenen Problemen gehören 97 Use-after-free-Bugs, 25 fehlerhafte Grenzbedingungen und 13 Sandbox-Escapes. Die Schwachstellen betrafen unter anderem die JavaScript-Engine, das DOM, WebRTC, Netzwerkkomponenten und die Grafikverarbeitung. Ein von Mozilla selbst entdeckter Sandbox-Escape barg das Risiko, dass Angreifer beim Aufrufen einer manipulierten Website Schadcode ausführen konnten.

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Zu den konkreten Einträgen zählen etwa CVE-2026-117860 (Same-Origin-Policy-Bypass im DOM), CVE-2026-117861 (Sandbox-Escape), CVE-2026-117862 (Privilegienausweitung im Netzwerkbereich), CVE-2026-117865 (Use-after-free in der JavaScript-Speicherbereinigung), CVE-2026-117866 (Grafikbereich) sowie CVE-2026-118005 (WebRTC).

Plattformänderungen und funktionale Neuerungen

Mit Version 159 endet laut Mozilla am 27. Oktober 2026 die offizielle Unterstützung für Windows 8.1 sowie macOS 10.14 und ältere Betriebssysteme; betroffenen Anwendern wird der Wechsel auf Firefox ESR nahegelegt. Zeitgleich erschienen die Versionen Firefox 153.6 ESR mit 145 behobenen CVEs und Firefox 115.44.0 ESR mit 80 CVEs.

Berichten vom 28. Oktober 2026 zufolge erstrecken sich die notwendigen Sicherheitsaktualisierungen auch auf Firefox for iOS 156.1 sowie die Thunderbird-Versionen 153.6 und 159.

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Neben Sicherheitskorrekturen bringt Firefox 159 funktionale Anpassungen:
– Oberfläche und Bedienung: Gespeicherte Passwörter sind nun standardmäßig über die Seitenleiste erreichbar.

Tabs lassen sich über das Tastenkürzel Strg+Umschalt+A (unter macOS Befehl+Umschalt+A) durchsuchen.
– Smart Window: Eine neue Funktion namens /watch erlaubt in einer Beta-Phase die Überwachung von Webseiten auf Preisänderungen und Warenverfügbarkeit mit Benachrichtigungen, ist vorerst jedoch auf die USA, Kanada und Frankreich beschränkt.
– Plattformspezifische Korrekturen: Unter macOS wird der native Freigabedialog inklusive AirDrop unterstützt.

Für Linux-Systeme unter Wayland wurde ein Fehler behoben, der zum ungewollten Lösen von Reitern führte, während unter Windows Darstellungsfehler bei NVIDIA RTX Video HDR beseitigt wurden.
– Datenschutz und Enterprise: Bei KI-Zusammenfassungen wird künftig lediglich die URL anstelle des gesamten Seiteninhalts übertragen. Für Unternehmen lässt sich unter anderem eine Anmeldepflicht vor dem Wiederherstellen einer Sitzung nach einem Absturz vorgeben.

Firefox 159 bleibt planmäßig bis zum 10. November 2026 aktuell, wenn das Erscheinen von Firefox 160 vorgesehen ist.