Google treibt seine KI-Strategie im Gesundheitsmarkt mit einer internationalen Offensive voran. Der Fitbit-KI-Coach, basierend auf dem Gemini-Modell, startet in Großbritannien, Kanada, Australien, Neuseeland und Singapur. Gleichzeitig wird die Funktion erstmals für iPhone-Nutzer in den USA freigeschaltet. Damit will Google die passive Datenerfassung in interaktive Gesundheitsführung verwandeln.
Vom Tracker zum persönlichen Trainer
Herzstück des Dienstes ist ein konversationeller KI-Assistent, der mit den persönlichen Fitbit-Daten des Nutzers gefüttert wird. Aktivität, Schlafmuster, Herzfrequenz – all diese Werte fließen in maßgeschneiderte Ratschläge ein. Die KI erstellt individuelle Trainingspläne und passt sie sogar in Echtzeit an, etwa nach einer schlechten Nacht.
Der Einstieg beginnt mit einem 5- bis 10-minütigen Gespräch, in dem Ziele definiert werden. Anschließend gibt der Coach proaktiv Tipps: morgens nach dem Aufwachen, nach dem Training oder vor dem Schlafengehen. Nutzer können auch gezielt nachfragen, etwa warum ihr Schlafscore niedrig war.
Strategischer Schachzug gegen Apple
Die Ausweitung auf iOS-Geräte ist ein kluger strategischer Coup. Fitbit wird damit für iPhone-Besitzer attraktiver, die sonst vielleicht zur nahtlos integrierten Apple Watch greifen würden. Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein – Gerüchte deuten an, dass Apple eigene Pläne für einen ähnlichen KI-Coach zurückgestellt hat.
Für viele iPhone‑Nutzer sind Begriffe wie AirDrop, Apple‑ID oder iOS nicht sofort selbsterklärend – besonders wenn man neuer auf der Plattform ist. Wer sein Gerät sicherer bedienen und neue Funktionen schneller nutzen möchte, kann sich das kostenlose iPhone‑Lexikon mit 53 verständlichen Begriffserklärungen und Aussprachehilfen per E‑Mail zuschicken lassen. Praktisch für Umsteiger und alle, die ihr iPhone souverän nutzen wollen. In 10 Minuten die Apple‑Sprache verstehen – kostenloses iPhone‑Lexikon sichern
Fitbit tritt damit in direkte Konkurrenz zu Plattformen wie Whoop. Sein Trumpf: Die geballte KI-Kompetenz von Google und jahrelange Erfahrung in der Schlaf- und Erholungsanalyse. Der Dienst läuft auf 14 unterstützten Geräten, inklusive der aktuellen Fitbit-Tracker und der Pixel Watch.
Die Zukunft des Wearable-Markts
Die Expansion zeigt, wohin die Reise bei Wearables geht: weg von bloßen Datenanzeigen, hin zu sinnvoller Interpretation und Handlungsempfehlungen. Die KI soll die Lücke zwischen Datensammlung und täglichen Entscheidungen schließen.
Langfristig soll der Coach weitere Wellness-Bereiche wie Ernährung oder Frauengesundheit abdecken. Er könnte Nutzer sogar auf Arztbesuche vorbereiten, indem er ihre Daten auf relevante Trends analysiert.
Der Dienst ist aktuell nur auf Englisch verfügbar und befindet sich noch in der öffentlichen Testphase. Ein erfolgreicher Start würde den Weg für einen offiziellen Launch und weitere Sprachen ebnen – und die Rolle der KI in der persönlichen Gesundheitsrevolution weiter festigen.





