Umfangreiche Details zu einem neuen Fitness-Tracker von Fitbit sind durch Unterlagen der US-Fernmeldebehörde FCC sowie Berichte und Händlerlisten an die Öffentlichkeit gelangt. Eigentlich sollten die entsprechenden Bilddokumente der FCC-Zertifizierung erst im März 2027 freigegeben werden, womit die Veröffentlichung nun mehrere Monate vor der eigentlich geplanten Offenlegung stattfand.
Die Daten gewähren Einblicke in die technische Ausstattung des Geräts, das unter der Bezeichnung Fitbit Edge geführt wird und unter anderem eine Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen bieten soll.
Angepasste Software und bis zu sieben Tage Akkulaufzeit
Der Fitness-Tracker besitzt den Berichten zufolge ein ovales, gebogenes Touchdisplay, das bis an den Gehäuserand reicht. Die Benutzeroberfläche erinnert optisch an die Zifferblätter der Pixel Watch. Das Gehäuse verfügt auf der rechten Seite über einen physischen Knopf sowie über ein Sensorarray auf der Rückseite, das fortgeschrittener ausfällt als beim Modell Fitbit Air.
Seitlich integrierte Metallstreifen deuten auf eine Funktion für Elektrokardiogramme (EKG) hin. Die Armbänder lassen sich über einen Druckmechanismus wechseln, während beim Laden möglicherweise das gleiche magnetische Ladekabel wie beim Fitbit Air zum Einsatz kommt.
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Technisch bietet das Gerät laut den Unterlagen einen Höhenmesser, eine automatische Aktivitätserkennung sowie Benachrichtigungsfunktionen und System-Apps wie Google Maps, YouTube Music und Find My Phone. Die Angaben zur Standortermittlung weisen allerdings noch Widersprüche auf: Während Berichte von Onboard-GPS beziehungsweise GNSS sprechen, führt eine Vergleichstabelle von 9to5Google kein eigenes GPS auf.
Die Verbindung zum Smartphone erfolgt ausschließlich über Bluetooth; auf ein eigenständiges WLAN-Modul oder LTE wird verzichtet. Dies gilt als Hauptgrund für die prognostizierte Akkulaufzeit von bis zu 7 Tagen. Zudem fehlen ein Google Play Store sowie interner Speicher für eine eigenständige Musikwiedergabe.
Statt des vollwertigen Smartwatch-Betriebssystems Wear OS kommt eine angepasste Software zum Einsatz, obgleich Verweise auf die Android Debug Bridge (ADB) in den FCC-Prüfunterlagen auf eine Android-Basis hindeuten.
Das Armband ist sowohl mit Android als auch mit iOS kompatibel und wird mit der Google-Health-App gekoppelt, für die optional das Abonnement Google Health Premium für 8,99 Euro im Monat bereitsteht.
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Positionierung zwischen Einsteigerband und Smartwatch
In der Produktpalette ordnet sich der Fitbit Edge zwischen dem displaylosen Basismodell Fitbit Air (ab 99 US-Dollar) und der Pixel Watch 5 (ab 399 bis 400 US-Dollar) ein. Er gilt als Nachfolger der Charge-Reihe, deren letztes Modell Charge 6 aus dem Jahr 2023 stammt und zuletzt für 129 bis 179 US-Dollar angeboten wurde.
Für den Fitbit Edge liegt die geschätzte Preisspanne bei 149 bis 199 US-Dollar (umgerechnet rund 135 bis 180 Euro, 110 bis 150 GBP beziehungsweise 215 bis 285 AUD), während andere Angaben von 150 bis 200 US-Dollar gehen. Für den deutschen Markt wird mit einem Preis von rund 200 Euro gerechnet.
Farblich soll das Modell unter anderem in Schwarz, Grün und Orange erscheinen, was auf die Farbvarianten Obsidian, Olive und Canyon des Pixel 11 Pro abgestimmt ist. Berichte sprechen von bis zu fünf Varianten. Als Auftragsfertiger des unter der Modellnummer G8BL6 geführten Geräts wird Goertek genannt.
Google, das Fitbit im Jahr 2021 für rund 2,1 Milliarden US-Dollar übernommen hatte, hat die Spezifikationen, den Namen, die Preise und den Veröffentlichungstermin bislang nicht offiziell bestätigt. Ein Marktstart wird jedoch noch für Oktober 2026 rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft 2026 erwartet.

