Wer von einem Fitness-Tracker oder einer Sportuhr zu einem anderen Hersteller wechselt, steht vor der Herausforderung, bestehende Trainings- und Gesundheitsdaten mitzunehmen. Ein Ratgeber von TechRadar hebt hervor, dass die Sicherung der eigenen Fitnessdaten vor dem Plattformwechsel an erster Stelle stehen sollte. Die Wege für den Datenexport unterscheiden sich dabei je nach Anbieter erheblich.
Exportwege bei Garmin, Apple und Google
Die gängigen Hersteller bieten unterschiedliche Mechanismen, um gespeicherte Profile und Trainingsdaten herunterzuladen. Nutzer von Garmin können den Export über Garmin Connect im Webbrowser anstoßen. Der Pfad führt dort über das Datenmanagement zum Export der persönlichen Daten. Die reinen Aktivitätsdateien liegen in der Regel in den Standardformaten FIT, TCX oder GPX vor.
Bei Apple erfolgt die Datensicherung direkt auf dem Smartphone über die Health-App. Innerhalb des Nutzerprofils steht eine Funktion bereit, über die sich sämtliche Gesundheitsdaten gebündelt als XML-Archiv exportieren lassen. Google wiederum stellt den Download über den zentralen Dienst Google Takeout bereit, bei dem der Bereich Google Health für den Export ausgewählt werden kann.
Einschränkungen bei Synchronisation und proprietären Werten
Beim Übertragen der gesicherten Einheiten auf neue Plattformen oder Portale gibt es technische Hürden. Beim manuellen Hochladen von Trainingsdateien zu Drittanbietern wie Strava ist die Menge oft limitiert: Ohne kostenpflichtiges Abonnement können dort 15 Dateien gleichzeitig hochgeladen werden, während Abonnenten bis zu 25 Dateien parallel verarbeiten dürfen.
Zudem gewährt die Schnittstelle Google Health Connect neuen Verbindungen standardmäßig lediglich Zugriff auf die Daten der vorangegangenen 30 Tage. Ein weiteres Problem betrifft herstellerspezifische Kennzahlen: Proprietäre Metriken wie sogenannte Sleep-Scores gehen beim Plattformwechsel in den meisten Fällen verloren, da sie auf geschützten Algorithmen der jeweiligen Anbieter basieren und von Fremdsystemen nicht interpretiert werden.
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Bewegung bei Schnittstellen und Synchronisationsregeln
In der Branche verändern sich die Bedingungen für Schnittstellen fortlaufend. Google führte für Google Health eine Zwei-Wege-Synchronisation mit Apple Health auf iPhones ein.
Zuvor war auf diesen Geräten lediglich der Import von Apple-Daten möglich, nicht jedoch deren Rückversand. Ergänzend ermöglicht das Feature Smart Health Links die Weitergabe medizinischer Daten, wodurch Trainings- und Schlafdaten zwischen Plattformen ausgetauscht werden können.
Gleichzeitig schränken andere Hersteller den Datenaustausch ein. Bei Withings benötigen Konten, die ab dem 13. Oktober 2026 neu angelegt wurden, das kostenpflichtige Abonnement Withings Plus, um Daten automatisch an Drittanbieter-Apps wie Apple Health oder Google Health weiterzuleiten.
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Dieser Dienst kostet 9,95 US-Dollar im Monat oder 99,50 US-Dollar im Jahr. Neukunden erhalten eine einmonatige Testphase inklusive Synchronisation; endet diese ohne aktives Abonnement, pausiert der Abgleich, während bereits übertragene Daten in den Ziel-Apps verbleiben.
Bestandskonten, die bis zum 12. Oktober 2026 eingerichtet wurden, behalten die kostenfreie Synchronisation hingegen dauerhaft, da das Recht an das Benutzerkonto gebunden ist. Ohne Abonnement bleiben zudem der manuelle Export als CSV- oder PDF-Datei sowie der Datenimport aus anderen Anwendungen kostenfrei möglich.
Garmin wiederum öffnete am 21. Oktober 2026 nach einem seit dem 2. März 2026 bestehenden Antragsstopp seine Connect-API in einem dreistufigen Modell wieder. Neben einem kostenlosen Zugang für eigene Daten und einem modell für Start-ups existiert eine Enterprise-Stufe.
Laut DC Rainmaker hatten KI-Codegeneratoren zuvor zu einer täglichen Flut an Anfragen geführt, während weniger als die Hälfte der freigeschalteten Antragsteller die Schnittstelle letztlich nutzte. Über die Connect-API bereitgestellte Dateien enthalten herstellereigene Felder wie VO2max-Werte jedoch weiterhin nicht.

