Die Manchester Airports Group (MAG) ist Ziel eines umfangreichen Cyberangriffs geworden, bei dem Unbekannte Zugriff auf Millionen von Kundendatensätzen erhalten haben. Wie der Flughafenbetreiber am Donnerstag bekannt gab, sind von dem Vorfall die drei britischen Standorte Manchester, London Stansted und East Midlands betroffen. Ersten Schätzungen zufolge wurden im Zuge der Attacke rund 8,7 Millionen Datensätze entwendet.
Der Sicherheitsvorfall wurde nach Unternehmensangaben am 25. August 2026 von den internen IT-Sicherheitsteams entdeckt. Nach einer ersten Untersuchung der betroffenen Systeme erfolgte am 27. August 2026 die offizielle Mitteilung an die Öffentlichkeit. Die Ermittlungen zum genauen Hergang und zum Ursprung des Angriffs dauern derzeit noch an.
Umfang der entwendeten Informationen
Nach aktuellem Kenntnisstand handelt es sich bei den gestohlenen Daten primär um personenbezogene Informationen, die im Rahmen von Dienstleistungsbuchungen und der Nutzung der Flughafeninfrastruktur erhoben wurden.
Zu den betroffenen Kategorien gehören E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Postleitzahlen. Besonders relevant für die betroffenen Reisenden ist zudem der Diebstahl von Kfz-Kennzeichen, die bei der Reservierung von Parkplätzen an den jeweiligen Standorten hinterlegt wurden.
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Die Daten stammen aus verschiedenen digitalen Schnittstellen des Flughafenbetreibers. Dazu gehören Anmeldungen für Parkplatzreservierungen, der Zugang zu Flughafen-Lounges sowie Buchungen für Fast-Track-Services an den Sicherheitskontrollen. Ebenfalls betroffen sind Nutzerdaten aus der Registrierung für das hauseigene WLAN-Netzwerk der drei Flughäfen.
In einer ersten Stellungnahme betonte die Manchester Airports Group jedoch, dass keine hochsensiblen Finanzinformationen kompromittiert wurden. Den Analysen zufolge seien weder Bankverbindungen noch Zahlungsdaten oder Kreditkarteninformationen entwendet worden. Diese Daten würden offensichtlich in getrennten Systemen verarbeitet, die nicht Teil des aktuellen Abflusses waren.
Auswirkungen auf den Flugbetrieb
Trotz der Schwere des Datendiebstahls gibt das Unternehmen in Bezug auf die operativen Abläufe Entwarnung. Der Flugbetrieb an den Standorten Manchester, Stansted und East Midlands laufe uneingeschränkt weiter. Passagiere müssten nicht mit Verzögerungen oder Ausfällen rechnen, die unmittelbar auf den Hackerangriff zurückzuführen sind.
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Zudem wurde klargestellt, dass die Flugsicherheit zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt war. Die für den Flugverkehr und die Luftsicherheit kritischen IT-Systeme seien strikt von den betroffenen kommerziellen Kundendatenbanken getrennt, hieß es vonseiten des Betreibers.
Empfehlungen für Betroffene
Obwohl keine Finanzdaten gestohlen wurden, warnen IT-Sicherheitsexperten in derartigen Fällen vor den Risiken durch die entwendeten Kommunikationsdaten. Die Kombination aus E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Reiseinformationen könne von Kriminellen für gezielte Phishing-Versuche genutzt werden.
Kunden, die in der Vergangenheit Dienstleistungen an den betroffenen Flughäfen gebucht haben, wird geraten, in nächster Zeit besonders aufmerksam gegenüber verdächtigen Nachrichten oder unerwarteten Kontaktaufnahmen zu sein.
Die Manchester Airports Group arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um den Vorfall vollständig aufzuklären und die betroffenen Systeme weiter abzusichern. Ob und in welcher Form eine individuelle Benachrichtigung aller 8,7 Millionen betroffenen Kunden erfolgen kann, blieb zunächst offen.

