Am 4. September 2026 hat eine schwere Wetterlage den Flugverkehr im Nordosten der Vereinigten Staaten weitgehend zum Erliegen gebracht. Die US-Luftfahrtbehörde FAA ordnete für sechs bedeutende Flughäfen der Region Ground Stops und weitreichende Verzögerungen an.
Betroffen waren neben den Washingtoner Flughäfen Reagan National (DCA) und Dulles International (IAD) auch die Drehkreuze LaGuardia (LGA) in New York, Baltimore/Washington International (BWI), Pittsburgh (PIT) sowie Boston Logan (BOS).
Massive Beeinträchtigungen im US-Luftfahrtsystem
Die Auswirkungen der Wetterfront, die durch Gewitter und tief hängende Bewölkung gekennzeichnet war, zeigten sich besonders deutlich am Flughafen Reagan National (DCA).
Dort wurden am 4. September 41 Abflüge und 38 Ankünfte annulliert. Hinzu kamen 230 verspätete Abflüge sowie 281 verspätete Ankünfte. Landesweit registrierten Beobachter im US-Luftfahrtsystem an diesem Tag über 1.990 Flugverspätungen und 78 Annullierungen, wobei die Schwerpunkte in New York, Boston, Philadelphia und Washington lagen.
Bereits im Zeitraum vom 3. bis zum 4. September hatten Stürme erhebliche Störungen verursacht. In dieser Phase kam es zu insgesamt 6.750 Verspätungen und 283 Annullierungen im gesamten US-System.
Besonders betroffen war Chicago O’Hare mit über 1.000 Verspätungen, während in LaGuardia mehr als 80 Flüge gestrichen werden mussten. Branchenanalysten wiesen darauf hin, dass strukturelle Überlastungen und Personalmangel die wetterbedingten Auswirkungen zusätzlich verstärkten.
Fluggesellschaften reagieren mit Reise-Waivern
Die großen US-Fluggesellschaften waren am 4. September massiv von der instabilen Wetterlage betroffen. American Airlines meldete inklusive des PSA-Netzwerks 87 Annullierungen und 1.287 Verspätungen.
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Delta Air Lines verzeichnete im gleichen Zeitraum 43 gestrichene Flüge sowie 1.125 Verspätungen. Bei Southwest Airlines kam es zu 7 Annullierungen und 1.497 Verspätungen, während United Airlines 25 Annullierungen und 1.075 Verspätungen meldete.
Die FAA stellte klar, dass aufgrund der wetterbedingten Ursachen keine Entschädigungspflicht seitens der Airlines bestehe. Dennoch reagierten die Unternehmen am 4. und 5. September mit der Ausgabe von Reise-Waivern, um Passagieren flexiblere Umbuchungen zu ermöglichen.
Die Port Authority prognostizierte für das betroffene Feiertagswochenende ein Passagieraufkommen von etwa 2,4 Millionen Menschen an den New Yorker Flughäfen. Am 5. September hielten die Störungen am Flughafen LaGuardia an; die durchschnittlichen Verspätungen bei Ankünften lagen bei fast einer Stunde, während Abflüge im Schnitt um 54 Minuten verzögert wurden.
Infrastrukturelle Störungen über den Flugverkehr hinaus
Neben dem Luftverkehr war auch die bodengebundene Infrastruktur von den Unwettern betroffen. In Washington, D.C. mussten am 4. September Teams der Metro Sturmschäden beseitigen.
An der Station Stadium-Armory löste sich Beton, zudem wurde eine Stromschiene beschädigt. Dies führte zu Einschränkungen auf den Linien Orange, Blue und Silver. Auch der Busverkehr in der Hauptstadtregion war beeinträchtigt; auf mehreren Linien kam es zu Verspätungen bei Schulbusfahrten.
Zusätzliche Störungen im Schienenverkehr meldete die MTA in New York am 4. September, nachdem eine Person an der Station 161st Street-Yankee Stadium von einem Zug erfasst worden war. Dies führte zur Unterbrechung der Linien B und D in der Bronx.
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International kam es am 4. und 5. September ebenfalls zu wetterbedingten Ausfällen. Am IGI Airport in Delhi führten starke Regenfälle – allein 72,2 mm innerhalb von drei Stunden am 4. September – zu Überschwemmungen auf dem Flughafengelände. Über 200 Flüge verspäteten sich, neun Maschinen mussten nach Lucknow und Jaipur umgeleitet werden.
An der US-Westküste sorgte am 4. September zudem ein lokaler Vorfall am San Diego International Airport für Unruhe. Ein Wetterballon und Drohnen führten zu einem stundenlangen Ground Stop und Umleitungen nach Los Angeles, bevor sich der Betrieb am späten Nachmittag wieder normalisierte.

