Die KI-Plattform fobizz wird in Rheinland-Pfalz zum digitalen Unterrichtsstandard. Drei Viertel aller Schulen nutzen die landesweit lizenzierte Lösung bereits aktiv – ein bundesweit beachtetes Modell für den verantwortungsvollen KI-Einsatz im Bildungssektor.
Strategischer Vorstoß eines Bundeslandes
Rheinland-Pfalz geht mit der flächendeckenden Einführung der KI-Plattform einen Sonderweg. Das Bildungsministerium stellt seit 2024 allen öffentlichen Schulen einen kostenfreien Zugang zu den Tools und Schulungen des Hamburger EdTech-Unternehmens bereit. Die ursprünglich bis Mitte 2025 befristete Lizenz wurde aufgrund der hohen Nachfrage bereits bis Ende Juli 2026 verlängert.
„Unser Ziel ist ein verlässliches und sicheres Tor zur Welt der Künstlichen Intelligenz“, lautet das Credo des Ministeriums. Die Initiative soll Lehrkräfte und Schüler befähigen, die Chancen der Technologie zu nutzen und ihre Risiken in einem pädagogisch kontrollierten Umfeld zu erkennen.
Ein Werkzeugkasten für den modernen Unterricht
Die Plattform fungiert als geschützter Zugang zu mehreren führenden KI-Modellen. Nutzer können zwischen Systemen wie GPT-4, Claude 3.5 Sonnet oder Bildgeneratoren wie DALL-E wählen – stets unter Einhaltung der strengen europäischen Datenschutzstandards (DSGVO).
Passend zum Thema KI‑Einsatz in Schulen: Seit dem 1. August 2024 gilt die EU‑KI‑Verordnung – und viele Bildungsträger stehen vor neuen Pflichten, die über Datenschutz hinausgehen. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt praxisnah, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen für schulische KI‑Plattformen gelten, nennt relevante Übergangsfristen und liefert konkrete Checklisten für Schulleitungen und IT‑Verantwortliche. Ideal, um Lösungen wie fobizz rechtssicher einzuordnen. Jetzt kostenlosen KI‑Umsetzungsleitfaden für Schulen herunterladen
Die Anwendungen im Schulalltag sind vielfältig: Lehrkräfte erstellen individuelle Materiallisten für Chemie-Experimente, generieren Bilder für Geschichtspräsentationen oder übersetzen Texte für den Sprachunterricht. Schüler führen simulierte Dialoge mit historischen Persönlichkeiten oder nutzen KI-Assistenten für kreative Schreibaufgaben. Die Integration in das landeseigene Bildungsportal per Single-Sign-On erleichtert die Nutzung erheblich.
Erfolgsmessung: Hohe Akzeptanz und rege Nutzung
Die Zahlen belegen den Durchbruch: Bis Mitte Dezember 2024 hatten knapp 75 Prozent aller Schulen in Rheinland-Pfalz ihren Zugang aktiviert. Über 21.000 Lehrkräfte arbeiteten mit der Plattform und richteten mehr als 8.500 virtuelle Klassenräume für ihre Schüler ein.
Die KI-Funktionen wurden intensiv genutzt – das System verarbeitete über eine Million Prompts und Befehle. Besonders bemerkenswert ist das Engagement bei der Weiterbildung: Lehrkräfte starteten über 22.000 Online-Kurse, um ihre digitalen und KI-bezogenen Kompetenzen zu erweitern.
Teil eines bundesweiten Trends
Rheinland-Pfalz ist nicht allein. Auch andere Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen setzen inzwischen auf Lizenzvereinbarungen mit fobizz. Dieser Trend zu standardisierten, landesgesponserten Lösungen soll Datenschutz gewährleisten, chancengleichen Zugang ermöglichen und die Qualität der digitalen Werkzeuge sichern.
Das 2018 gegründete Hamburger Startup fobizz hat sich damit zu einem zentralen Player im deutschsprachigen Bildungsmarkt entwickelt. Der Fokus auf sichere, zeitsparende Tools für Lehrkräfte trifft den Nerv der Zeit.
Ausblick: Von der Einführung zur pädagogischen Tiefe
Mit der gesicherten Lizenz bis Mitte 2026 verlagert sich der Fokus in Rheinland-Pfalz nun von der Implementierung zur nachhaltigen Integration. Die hohe Teilnahme an Fortbildungen schafft eine gute Basis für diese nächste Phase.
Jetzt geht es darum, bewährte Methoden zu entwickeln und zu teilen: Wie können KI-Tools Lernerfolge konkret verbessern und kritisches Denken fördern? Die Unterstützung durch das Pädagogische Landesinstitut wird dabei entscheidend sein. Die Initiative zeigt eine langfristige Perspektive – sie will Schüler auf eine zunehmend von KI geprägte Welt vorbereiten. Die Ausweitung ähnlicher Plattformen auf Hochschulen, wie in Brandenburg zu beobachten, unterstreicht: KI-Werkzeuge werden zum fundamentalen Bestandteil der gesamten Bildungskette.
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